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Betriebskostenspiegel: Lassen Sie sich als Vermieter nicht verunsichern

Vielerorts sind in der letzten Zeit auf Betreiben der Mieterverbände so genannte Betriebskostenspiegel erschienen, die den Mietern Auskunft über die durchschnittlichen Kosten pro Quadratmeter der Mietwohnung geben sollen.

In demjenigen für Berlin ist beispielsweise zu lesen, dass die Kosten der Gartenpflege im Durchschnitt bei 0,07 € pro qm liegen, wobei die geringsten Kosten bei 0,02 € und die höchsten Kosten bei 0,15 € im Jahr liegen sollen.

Unverbindliche Richtwerte

Die Betriebskostenspiegel berücksichtigen weder regionale Besonderheiten, noch die konkreten baulichen Gegebenheiten. Gerade letztere sind aber dafür entscheidend, wie wirkungsvoll etwa die Wärmedämmung ist.

Natürlich sind derlei Vergleiche als Anhaltspunkte immer interessant. Doch verkennen einige Mieter die Qualität dieser Betriebskostenspiegel. Denn bei ihnen handelt es sich lediglich um statistische Angaben, also um unverbindliche Richtwerte ohne jede rechtliche Aussagekraft und Bindungswirkung.

Denn eins ist klar: Die höchsten Kosten sind immer noch die verbrauchsabhängigen Kosten, allen voran die der Heizung. Und hier entscheidet Ihr Mieter selbst: Bevorzugt er ein kuscheligwarmes oder ein frostig-kühles Klima in seiner Wohnung. Lüftet er seine Räume häufig oder eher nicht.


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Ihr Mieter kann sich daher nicht auf einen solchen Betriebskostenspiegel berufen und behaupten, dass die von Ihnen als Vermieter vielleicht für das Jahr erstellte Betriebskostenabrechnung unwirksam ist.

Ganz im Gegenteil: Entscheidend ist allein Ihre Abrechnung, die Sie als Vermieter Ihrem Mieter erstellen. Und dabei kann Ihr Mieter nicht darauf vertrauen, dass seine Betriebskosten im Rahmen des Betriebskostenspiegels liegen.

Wegen der gestiegenen Energiekosten haben die Mieter mit deutlichen Nachzahlungen zu rechnen. Weigert sich der Mieter hierzu und verweist er auf einen Betriebskostenspiegel, machen Sie ihm klar, dass die dort angegebenen Kosten nur Richtwerte sind. Und wer weiß, vielleicht hilft dieser Hinweis auch, das Kostenbewusstsein Ihres Mieters zu stärken.

Leasingkosten für den ´Fernsehempfang können Sie auf Ihre Mieter umlegen

Stellen Sie Ihren Mietern für den Fernsehempfang eine Gemeinschaftsantenne zur Verfügung, können Sie die Kosten für deren Betrieb als Betriebskosten auf Ihre Mieter umlegen. Aber natürlich nur, wenn Ihr Mieter nach dem Mietervertrag überhaupt die Betriebskosten zahlen muss. Ist dies der Fall, gehören zu den Kosten für den Betrieb der Gemeinschaftsantenne diejenigen des Betriebsstroms und der regelmäßigen Wartung und Prüfung der Antennenanlage.

Vollwartungsverträge

In der Praxis schließen Vermieter so auch regelmäßig Wartungsverträge für die Gemeinschaftsantennen ab. Jedoch ergeben sich hierbei immer wieder Streitereien mit den Mietern. Grund: Vielfach werden Vollwartungsverträge abgeschlossen, die nicht nur eine regelmäßige technische Prüfung der Antennenanlage, sondern gegebenenfalls zugleich deren Reparatur beinhalten.

Besondere Vorteile beim Leasing

Anders ist dies jedoch, wenn Sie Ihre Gemeinschaftsantenne geleast haben. Hier besteht für Sie der besondere Vorteil, dass Sie den gesamten Rechnungsbetrag auf Ihre Mieter umlegen können. Die Reparaturkosten müssen Sie also nicht herausrechnen. Und das, obwohl sie oftmals Bestandteil des Leasingvertrages sind.

Hinzu kommt für Sie ein weiterer Vorteil: Die Leasinggebühren selbst können Sie als Betriebskosten voll auf Ihren Mieter umlegen.

Instandhaltungskosten

Reparaturkosten muss Ihr Mieter im Rahmen der Betriebskosten aber nie zahlen, diese Kosten gehen vielmehr zu Ihren Lasten als Vermieter. Haben Sie also einen Vollwartungsvertrag für Ihre Gemeinschaftsantenne, müssen Sie die Reparaturkosten bei Ihrer Betriebskostenabrechnung herausrechnen und dürfen nur die wirklichen Prüfkosten auf Ihren Mieter umlegen.

Immer mehr Vermieter gehen deshalb auch dazu über, ihre Antennenanlage zu leasen. Ihre Vorteile liegen auf der Hand: Sie sparen sich nicht nur die Reparaturkosten, sondern schon die Anschaffungskosten selbst entfallen für Sie. Deshalb auch der Tipp für Sie: Leasen statt Kaufen.

15. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.