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Betriebsrente: Beiträge bleiben sozialabgabenfrei

Nicht nur an den Stammtischen der Republik war die Empörung groß, als der ein oder andere Bundespolitiker für die Betriebsrente forderte, man müsse mit dem Gedanken spielen dürfen, auch auf die geleisteten Beiträge Abgaben zu erheben. Gut nur, dass diese Lobby nicht groß genug ist, um solch unsägliche Pläne in die Tat umzusetzen.

Gerade aktuell, da die Betriebsrente so wesentlich an Bedeutung für die Bürger im Lande gewonnen hatte. Denn viele Menschen haben sich jahrelang auf die Empfehlungen ihrer Bankberater verlassen und mussten nun sehen, dass die angeblichen objektiven Berater eben doch nichts anderes Verkäufer waren, die den Kunden gerne auch hochspekulative Produkte aufgeschwatzt haben, um zu verdienen.

Am Ende sieht es nun so aus, dass viele Privatkunden mit Fonds, Aktien und anderen Anlagemodellen sozusagen auf die Nase gefallen sind. Das schwer verdiente Kapital ist also weg, neue Wege zur Altersabsicherung müssen her.

Die Lebensversicherung ist augenblicklich aufgrund sinkender Renditen auch nicht unbedingt der richtige Weg, denn auch die Gesellschaften aus diesem Bereich mussten Rückschläge im Zuge der Krise auf dem Finanzmarkt mit ansehen, ohne dagegen etwas tun zu können.

Die Betriebsrente: Eine sichere Vorsorgemaßnahme?

Und so ist die Betriebsrente mittlerweile neben den Produkten mit staatlicher Subvention wie die Riester Rente oder die Variante Rürup eine der sichersten Maßnahmen, um frühzeitig für die Zeit nach dem Arbeitsleben die wichtigen Vorkehrungen zu treffen.

Der angenehme Effekt ist der, dass auch Arbeitgeber in zunehmendem Maße erkannt haben, wie schlecht ihre Mitarbeiter dastehen, die ausschließlich die staatliche Basisrente erhalten im Alter.

Gute Arbeitnehmer sollen auch gute Absicherung erhalten – so die Aussage vieler Unternehmen, in denen man seinen Mitarbeitern eine Betriebsrente ermöglicht.

Insbesondere in den Firmen, in denen Angestellte nicht alle paar Jahre neue externe Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt suchen müssen, lohnt sich die Betriebsrente.

Cleveres Planen bei der Betriebsrente ist nötig

Denn zwar gilt: Die Beiträge bleiben sozialabgabefrei bei der Betriebsrente. Wer schon in jungen Jahren weiß, dass er oder sie bald den Arbeitgeber wechseln wird, um sich berufliche Perspektiven zu eröffnen, ist nicht unbedingt der oder die richtige für die Betriebsrente.

Auch wenn der neue Arbeitgeber die Vorteile einer Fortführung der bestehenden Betriebsrente als zusätzliche Absicherung für das Rentenalter erkennen sollte. Ein Einstieg in die laufende Rente ist keinesfalls verpflichtend, sondern vielmehr eine Art Good Will des Arbeitgebers gegenüber seinen Angestellten.

Möglich ist zudem, dass die Firma die Betriebsrente fortsetzen möchte, aber die Höhe der Zuzahlungen für nicht angemessen hält. Eine Absenkung der Beiträge für die Betriebsrente ist in der Regel ohne großen Aufwand durchführbar.

Aufstocken kann man als Beitragszahler immer noch. So ist es sowieso ratsam, anfangs die Kosten nicht allzu hoch anzusetzen und erst zu schauen, ob man mit dem verbleibenden Teil des Einkommens nach Entrichtung der Beiträge für die Betriebsrente gut über die Runden kommt.

10. Dezember 2008

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Annette Bauer
Von: Annette Bauer.