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Bewertung von Optionen

Die Bewertung von Optionen ist ein entscheidender Faktor für den erfolgreichen Optionen-Trader.

Dabei geht es um die Bewertung von Optionen beim Kauf, aber auch um die laufende Bewertung von Optionen aus dem Bestand. Für die Bewertung von Optionen sind drei Faktoren wichtig:

Drei wichtige Faktoren für die Bewertung von Optionen

1. Kursziel des Basiswertes

2. Basispreis der Option

3. Laufzeit der Option

Bewertung von Optionen: 1. Kursziel des Basiswertes

Für jeden Trade gibt es einen erwarteten Trend. Bei einem Call ist dieser aufwärts, bei einem Put abwärts gerichtet. Zur Bewertung von Optionen ist darüber hinaus das erwartete Kursziel des Basiswertes wichtig.

Sagen wir, eine Aktie (Basiswert) notiert mit 50 Euro. Wenn Sie eine Kursbewegung von 25% nach oben erwarten, liegt das Kursziel bei 62,50 Euro. Erwarten Sie eine 25%ige Abwärtsbewegung, liegt das Kursziel bei 37,50 Euro.

Bewertung von Optionen: 2. Basispreis der Option

Der Basispreis der Option sollte in etwa gleich dem Kursziel der Option sein. Je nach Laufzeit der Option kann der Basispreis aber auch davon abweichen.

Der Basispreis muss aber in der Kursregion des Zielkurses liegen. Im obigen Beispiel mit der Aktie, die bei 50 Euro notiert, liegt ein sinnvoller Basispreis für Calls bei etwa 60 Euro und für Puts liegt dieser etwa bei 40 Euro.

Bewertung von Optionen: 3. Laufzeit der Option


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Die Laufzeit der Option muss so gewählt werden, dass der Basiswert (hier die Aktie) bis zum letzten Handelstag der Option den Basispreis der Option mindestens erreichen kann.

Bewertung von Optionen: Zusammenspiel der 3 Kriterien

Für die Bewertung einer Option lautet die Frage:

Erreicht der Aktienkurs den Basispreis der Option innerhalb der Restlaufzeit?

Antwort „ja“:

Es gibt gute Gewinnchancen. Diese Option ist ein Kauf beziehungsweise sollte im Depot bleiben.

Antwort „nein“:

Die Option darf nicht gekauft werden beziehungsweise muss schnell und bestmöglich verkauft (glattgestellt) werden.

Aktueller Kurs der Option ist kein Kriterium für Gewinn-Chancen

Ich habe an dieser Stelle nicht über den aktuellen Kurs einer Option gesprochen. Denn dieser ist für die Bewertung von Optionen nicht wichtig.

Er hat keinen Einfluss auf meine Entscheidung und die Empfehlung, Optionen zu halten oder zu verkaufen.

Gerade in der aktuellen Börsenphase schwanken die Kurse der Indizes und Aktien sehr stark. Durch die Hebelwirkung von Optionen haben diese oft Kurssprünge von 30%, 50% und auch deutlich mehr innerhalb weniger Handelsstunden oder Handelstage. Eine für 2,00 Euro gekaufte Option kann heute bei 0,80 Euro stehen und in wenigen Tagen einen Kurs von 3,50 Euro aufweisen.

Das ist nicht ungewöhnlich, sondern sogar typisch für Optionen. Selbst eine Option, die nur bei 0,10 Euro notiert, kann innerhalb ihrer Laufzeit noch auf 2 Euro oder 3 Euro und letztlich sogar unbegrenzt im Kurs steigen. Diese Kurssprünge zeigen, dass aktuelle Kurse für die Bewertung von Optionen nicht aussagekräftig sind.

Zwei „Formeln“ für die Bewertung von Optionen

Mit den oben gemachten Angaben können Sie die Gewinnaussichten einer Option gut abschätzen.

1. Bewertung von Optionen: „Formel“ für einen Call

Kann der Aktienkurs den Basispreis des Calls bis etwa 4 Wochen vor Verfall des Calls erreichen oder bis zum Verfallstag des Calls deutlich übertreffen?

Antwort „ja“:

Sie haben eine gute Investition.

Antwort „nein“:

Das Gewinnziel des Calls muss angepasst oder der Call verkauft werden.

2. Bewertung von Optionen: „Formel“ für einen Put

Fällt der Aktienkurs bis etwa 4 Wochen vor Verfall des Puts bis auf den Basispreis des Puts oder bis zum Verfallstag des Puts deutlich tiefer?

Antwort „ja“:

Sie haben eine gute Investition.

Antwort „nein“:

Das Gewinnziel des Puts muss angepasst oder der Put verkauft werden.

Mehr zum Thema: Wie gut kennen Sie sich mit Optionen aus? Wir testen Ihr Wissen!

26. Oktober 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.