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Bezugsrechte auf Aktien: Wer sie bekommt und wann sie verteilt werden

Es beginnt immer zuerst mit der Aktiengesellschaft: Diese stellt fest, dass sie mehr Kapital braucht und eine einfache Lösung ist dann meistens, mehr Aktien herauszugeben.

Durch deren Verkauf kommt Geld in die Kasse des Unternehmens, das für Investitionen genutzt werden kann. Doch dazu gehören immer zwei Seiten. Schließlich braucht man auch genügend Käufer, die sich über die neuen Aktien freuen und dafür den Geldbeutel aufmachen.

Kauf neuer Aktien

Hat man bereits von einem Unternehmen Aktien und dieser Konzern möchte neue Aktien herausgeben, sind ein paar Dinge zu beachten: Grundsätzlich müssen die Bezugsrechte für Aktien zur Verfügung gestellt werden, wenn das Unternehmen eine Kapitalerhöhung von mehr als 10% durchführt.

Die Ursache dafür betrifft zwar den Kleinanleger nicht, dennoch kann er daran partizipieren. Es geht vielmehr um Großaktionäre, die bei einer Kapitalerhöhung deutlich im Nachteil sein könnten, wenn sie nicht die neuen, jungen Aktien kaufen.


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Hat ein Großaktionär zum Beispiel 10% Anteile am Unternehmen und die AG erhöht das Kapital durch neue Aktien um 20%, so gibt es nach der Kapitalerhöhung 20% mehr Aktien. Das bedeutet im Umkehrschluss, aus dem 10%-Anteil sind nur noch gut 8% geworden.

Das Mitspracherecht des Großaktionärs ist dadurch gesunken. Nutzt er allerdings seine Bezugsrechte für Aktien, so bleibt sein Anteil weiterhin bei 10%. Natürlich kann er durch die Kapitalmaßnahme auch seinen Anteil erhöhen, wenn er Aktien von anderen Anlegern kauft, die ihrerseits die Aktien-Bezugsrechte nicht nutzen.

Hier kommt wieder der Kleinanleger ins Spiel, denn als solcher erhält man dieselben Bezugsrechte für Aktien wie der Großaktionär – natürlich immer entsprechend dem eigenen Bestand.

Bezugsrecht-Wert: Formel

Möchte man als Aktionär nicht an der Kapitalerhöhung teilnehmen, kann man die Bezugsrechte der Aktien auch verkaufen. Das Bezugsrecht selbst hat dabei einen bestimmten rechnerischen Wert. Jedoch kann dieser durch die reale Situation aus Angebot und Nachfrage schwanken. Die Formel für den rechnerischen Wert des Bezugsrechtes sieht folgendermaßen aus:

Formel  

Den Wert eines Bezugsrecht berechnen

?
Möchte man als Aktionär nicht an der Kapitalerhöhung teilnehmen, kann man die Bezugsrechte der Aktien auch verkaufen. Mit dieser Formel bestimmen sie den rechnerischen Wert des Bezugsrechts.
$$\bo\text"Bezugsrechtswert" = (\text"Aktienkurs"↙\text"(alt)"-\text"Preis junge Aktie" )/ \text"(Bezugsverhältnis + 1)"$$
Ergebnis berechnen

Das Bezugsverhältnis ist dabei das Verhältnis von alten zu neuen Aktien. Gibt die Gesellschaft 20% neue Aktien heraus, liegt somit das Bezugsverhältnis bei 5:1. Um in diesem Beispiel für eine neue Aktie das Bezugsrecht zu bekommen, benötigt man 5 alte Aktien.

Bezugsrechte Aktien

Als Kleinanleger kann es durchaus einmal vorkommen, dass man plötzlich einen Brief bekommt mit dem Betreff „Bezugsrechte Aktien“. In diesem Fall plant das Unternehmen, von dem man Aktien hält, eine Kapitalerhöhung.

Man selbst hat dann im Grunde drei Möglichkeiten. Entweder man nutzt die Bezugsrechte der Aktien und kauft junge Aktien nach – vorausgesetzt, man hat das nötige Geld zur Verfügung und ist davon überzeugt, dass dies ein sinnvolles Investment ist.

Die zweite Möglichkeit ist einfach der Verkauf der Aktien-Bezugsrechte. Hierbei kann man noch ein paar Euro verdienen und hält sich ansonsten aus dem Geschäft heraus.

Als Mittelweg kann man natürlich auch einen Teil der möglichen neuen Aktien kaufen und den Rest der Bezugsrechte veräußern. Wichtig dabei ist: Man hat für die komplette Abwicklung 14 Tage Zeit, das entspricht meist 10 Börsentagen.

15. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.