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Bezugsrechte verkaufen – so werden Altaktionäre entschädigt

Besitzt man bereits Aktien von einem Unternehmen, das neue Aktien auf den Markt werfen will, so bekommt man dafür von der AG eine Entschädigung in Form von Bezugsrechten.

Ein Konzern greift zu diesem Mittel, wenn er einen Kapitalerhöhung umsetzen möchte. In diesem Fall werden neue (junge) Aktien herausgegeben und Käufer gesucht. In der Regel hat dabei der Altaktionär das Recht, die jungen Aktien zuerst zu zeichnen. Doch dieses Recht kann er auch an der Börse veräußern.

Bezugsrechte: Hintergrund

Wird man von der Aktiengesellschaft darüber informiert, dass eine Kapitalerhöhung ansteht, wird einem auch mitgeteilt, wie hoch diese ausfällt und in welchem Verhältnis man Bezugsrechte bekommt.

Hat die AG zum Beispiel ein Kapital von 10 Mio. € und möchte den Betrag auf 12 Mio. € erhöhen, ist das ein Verhältnis von 10 zu 2 bzw. 5 zu 1. Für den Aktionär bedeutet das, er bekommt pro 5 Aktien, die er bereits hält, das Bezugsrecht auf eine neue Aktie. Somit hat man die Möglichkeit, auch nach der Kapitalerhöhung denselben Anteil am Unternehmen zu halten. Inhaber-Bezugsrechte: Wann man junge Aktien kaufen darf


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Man kann diese Bezugsrechte dann in Anspruch nehmen und sein Depot aufstocken. Doch sollte man sich dagegen entscheiden, kann man natürlich auch die Bezugsrechte verkaufen.

Der Wert von den Bezugsrechten ist allerdings nicht utopisch. Diese Art der Entschädigung für Altaktionäre ist eher ein obligatorisches Mittel. Schließlich muss man sich in der Folge den Gewinn des Unternehmens mit mehreren Aktionären teilen.

Die Kapitalerhöhung kann zwar dafür sorgen, dass der Gewinn ebenfalls steigt, ist aber kein Garant dafür. Deshalb ist eine Kapitalerhöhung für Altaktionäre nicht unbedingt das Nonplusultra, weil die Rendite pro Aktie vermutlich sinken wird.

Bezugsrechte handeln

Bezugsrechte verkaufen und kaufen kann man auch auf Xetra, und das bereits seit 2005. Dadurch wird der Handel mit Bezugsrechten auch international und bleibt gleichzeitig transparent. Beim Xetra-Handel sind alle der etwa 300 Teilnehmer beteiligt, und das aus 18 Ländern. Es ist demnach immer genügend Liquidität vorhanden.

Allerdings gibt es gewisse Beschränkungen, an die man sich halten muss, wenn man seine Bezugsrechte verkaufen will. Beim Xetra-Handel gibt es ein Minimum für die Ordergröße von 1.000 Stück bei einem Wert von mindestens 1 €. Bezugsrechte mit einem Wert unter 1 € kann man erst ab 5.000 Stück handeln. Was darüber hinausgeht, kann man handeln, z.B. 1.050 Stück mit Wert 1 € oder 5.010 Stück mit Wert 0,20 €.

Vom ersten Tag bis zum vorletzten Handelstag kann man seine Bezugsrechte verkaufen. Am Ende der vorletzten Handelstags werden alle offenen Orders automatisch gelöscht. Das bedeutet, man muss seine Order am letzten Handelstag gegebenenfalls noch einmal neu einstellen. Es findet dann auch nur eine Auktion auf Xetra statt.

Bezugsrechte verkaufen innerhalb von 10 Handelstagen

Möchte man seine Bezugsrechte verkaufen, so hat man dazu in der Regel etwa 10 Handelstage Zeit. Die Bezugsrechte haben einen gewissen Wert, jedoch braucht man eine bestimmte Anzahl an Rechten, um diese überhaupt verkaufen zu können. Was auch Sinn macht, schließlich liegen die Preise für Bezugsrechte oft im Cent-Bereich.

Die Kurse der alten Aktien (Basiswert) beeinflussen die Preise für Bezugsrechte in Abhängigkeit von dem festgelegten Ausgabepreis für die neuen Aktien.

17. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.