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Bigbank – wie vertrauenswürdig ist die Einlagensicherung?

Die Bigbank ist ein Unternehmen mit Sitz im estnischen Tartu und wurde im Jahr 1992 gegründet.

Filialen dieser Bank gibt es in Estland, Lettland, Litauen, Spanien und Finnland, während die Bank in Deutschland, den Niederlanden und Österreich als reine Online-Bank aktiv ist.

Viele Anleger stoßen bei der Suche nach rentablen Anlageformen früher oder später auf die meist sehr attraktiv wirkenden Angebote der Bigbank.

Dennoch sind die Anleger auch vorsichtig geworden, was im Hinblick auf zurückliegende Bankenpleiten und die unsichere Finanzlage in einigen europäischen Staaten sehr nachvollziehbar ist.

Aus diesem Grund ist es wichtig zu wissen, wie die Einlagen bei der Bigbank abgesichert sind und bis zu welcher Höhe die Einlagensicherung greift.

Einlagensicherung nach EU-Standards

Im Falle einer Pleite der Bigbank muss sich der deutsche Anleger auf die estnischen Sicherungsmechanismen, den Tagatisfonds, verlassen.

Der Grund ist, dass die Bigbank in Deutschland keine Niederlassungen unterhält und ihren Hauptsitz in Estland hat. Hier gelten also die Regeln und Garantien des estnischen Staates.


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Da Estland seit 2004 in der EU und seit 2011 auch Mitglied der Euro-Zone ist, besteht die Verpflichtung, sich den entsprechenden Richtlinien zu unterwerfen und diese zu befolgen.

Konkret bedeutet dies, dass die Einlagensicherung seit dem 31. Dezember 2010 bei mindestens 100.000,- Euro liegen muss. Eine freiwillige Erhöhung wäre zwar möglich gewesen, wurde aber nicht umgesetzt.

Legt man also einen Betrag in einer Höhe von maximal 100.000,- Euro bei der Bigbank an, so ist dieser zu 100% abgesichert – zumindest in der Theorie.

So funktioniert die Einlagensicherung der Bigbank

Die Bigbank gehört dem Tagatisfonds an, welcher im Falle einer Pleite der Bank für die garantierte Einlagensicherung aufkommen soll.

Im Tagatisfonds sind sechs weitere Banken vertreten. Diese haben alle bei Eintritt einen einmaligen Beitrag gezahlt und müssen seitdem alle drei Monate einen definierten Prozentsatz ihrer Einlagen an den Fonds zahlen.

Das Kapital dieses Einlagensicherungsfonds dient somit als Absicherung der Einlagen der Kunden und entspricht mit einer Einlagensicherung von 100.000,- Euro den EU-Richtlinien.

Sprecher des Tagatisfonds wiesen darauf hin, dass der Fonds Mitte 2012 mit knapp 165 Millionen Euro reichlich gefüllt sei.

Zwei Monate zuvor lag die Einlagesumme der Bigbank bei rund 180 Millionen Euro.

Dies spricht dafür, dass der Tagatisfonds eine Pleite der Bigbank mit hoher Wahrscheinlichkeit auffangen könnte oder zumindest seiner Verpflichtung, die Einlagen zu sichern, nachkommen könnte.

Ist die Einlagensicherung der Bigbank somit ausreichend?

Die aufgeführten Zahlen und die Tatsache, dass die Einlagensicherung den EU-Richtlinien entspricht deuten darauf hin, dass bis zu 100.000,- Euro bei der Bigbank gut abgesichert sind.

Zu bedenken ist dennoch, dass bei einer Bankenkrise häufig auch mehr als nur ein einzelnes Geldinstitut betroffen ist. Dies könnte die estnische Einlagensicherung in Bedrängnis bringen.

Insgesamt ist die wirtschaftliche Entwicklung Estlands in den vergangenen Jahren positiv gewesen.

Nach einer Krise 2008 und 2009 erholte sich die Wirtschaft wieder und befindet sich auf dem aufsteigenden Ast.

Auch wenn keine sicheren Aussagen über die weitere Entwicklung Estlands und seines Bankensektors getroffen werden können, so scheinen Einlagen bei der Bigbank aktuell gut abgesichert zu sein.

26. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.