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Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung: Nutzen und Unterschiede

Fast überall auf der Welt gilt: Kapitalgesellschaften müssen Steuerbehörden und Investoren regelmäßig eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zur Verfügung stellen.

Das Ziel beider Instrumente ist die Transparenz der Finanzen und des Geschäftserfolges eines Unternehmens.

Für den Investor werden dadurch einige Chancen, Risiken und wichtige Kennzahlen eines Unternehmens sichtbar.

Auch für mögliche Kreditgeber wie Banken sind Bilanzen und die GuV eine wichtige Datenbasis für Kreditentscheidungen. Diese sind sogar gesetzlich gezwungen, Bilanzanalyen durchzuführen.

Bilanz / Gewinn- und Verlustrechnung: Nutzen für Investoren

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung gewähren unterschiedliche Einblicke in ein Unternehmen.

Aus der Bilanz lassen sich vor allem die finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit eines Unternehmens ablesen. Hier findet man häufig genutzte Kennzahlen wie Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad.

Die GuV hingegen ermöglicht Aussagen über die Struktur der vergangenen Umsätze und Kosten, also über die bisherige Profitabilität eines Unternehmens. Hier offenbart sich auch der Unternehmensgewinn.


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Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung kann man also auf den Gesundheitszustand eines Unternehmens und in begrenztem Maße auch auf die Attraktivität eines Investments schließen.

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung: Wie sie sich zusammensetzen und unterscheiden

Beide Instrumente betrachten das Unternehmen dabei aus zwei verschiedenen Perspektiven.

Die GuV betrachtet das Unternehmen über einen bestimmten Zeitraum, also z.B. während eines Geschäftsjahres oder Quartals.

Alle Umsätze und Kosten dieses Zeitraums werden nach steuergesetzlichen Vorgaben aufgelistet. So lassen sich Gewinn oder Verlust des Unternehmens in diesem Zeitraum ablesen.

Die Bilanz hingegen ist eine Momentaufnahme zu einem bestimmten Zeitpunkt, also z.B. am Geschäftsjahresende oder Quartalsende.

Für diesen genauen Zeitpunkt werden alle finanziellen Mittel im Unternehmen erfasst und es wird nachgewiesen, woher diese Werte stammen und wie sie im Unternehmen eingesetzt werden.

Sowohl die Bilanz als auch die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) finden sich in Tabellenform in den Geschäftsberichten und häufig auch in den Quartalsberichten einer Aktiengesellschaft. Wichtig sind dabei vor allem auch die entsprechenden Erläuterungen im Anhang. Oft geben erst diese die entscheidenden Informationen.

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung: Was bei der Verwendung noch zu beachten ist

Aus Börsenkurs sowie Bilanz und GuV leiten sich die allermeisten Standardkennzahlen für Börsen-Investoren ab. So entstehen z.B. Kurs-Gewinn-Verhältnis, Kurs-Cash-Flow-Verhältnis, EBIT, Eigenkapitalquote und Eigenkapitalrendite.

Doch der Teufel steckt auch hier im Detail:

Alle Daten in Bilanz und GuV sind Aussagen über die Vergangenheit.

Zwar sind gute Kennzahlen aus diesen beiden Instrumenten ein Indikator für ein gesundes Unternehmen und ein Erfolgsausweis, aber eben kein Garant für die Zukunft.

Und Kennzahlen, die sich aus Bilanz oder GuV ergeben, sind häufig auch Zielgrößen des Managements und werden daher mitunter kurzfristig optimiert auf Kosten der langfristigen Unternehmensentwicklung.

Bilanz und GuV sind wichtig. Aber erst Produkte, Dienstleistungen und Management entscheiden über den zukünftigen Unternehmenserfolg

Für den Blick in die Zukunft ist es also hilfreich, weitere Ansätze zur Unternehmensbewertung zu Hilfe zu nehmen. Der Ausblick im Geschäftsbericht kann hierbei hilfreich sein.

Letztendlich entscheiden immer die Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens, die Qualität des Managements und eine klare Unternehmensstrategie über den zukünftigen Erfolg.

2. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sven Eltzschig
Von: Sven Eltzschig. Über den Autor

Sven Eltzschig beschäftigt sich mit den Themen Unternehmertum, Wirtschaft, Politik und Kapitalanlage. Als Ingenieur mit einem Master in Business Excellence übernimmt er Rollen in Beratung, Aufbau, Transformation und Führung von Unternehmensbereichen in der IT, Industrie und Dienstleistungsbranche. Unternehmertum und Kapitalanlage sind für Sven Eltzschig das Investieren von Ressourcen in Ideen, welche die Welt von morgen noch besser machen.