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Bilanzkennzahlen: Auswertung und Entscheidung für ein Investment

Die Auswertung von Bilanzkennzahlen spielt eine wichtige Rolle, um eine Investment-Entscheidung auf fundamentaler Basis zu finden.

Der Blick auf die wirtschaftliche Situation und eventuelle künftige Entwicklungen von Unternehmen gibt einen rationalen Grund für ein Investment.

Welche Bilanzkennzahlen wichtig sind

Die Bilanzkennzahlen, die zur Auswertung betrachtet werden, sollten natürlich auch bei der vorhandenen Auswahl zu finden sein.

Viele Finanzportale bereiten solche Daten auf und stellen diese in einer kleinen Übersicht zur Verfügung. Von den großen DAX-Unternehmen bis hin zu den TecDAX-Unternehmen sind im Regelfall alle Zahlen vorhanden.

Einige der wichtigsten Bilanzkennzahlen sind:

  • Eigenkapitalquote: Eine hohe Quote senkt das Insolvenzrisiko und zeigt an, wie viel Kapitalpuffer als Rücklage vorhanden sind
  • Eigenkapitalrendite: Diese Zahl drückt aus, wie sich das eingesetzte Eigenkapital innerhalb des Geschäftsjahres verzinst hat
  • Umsatzrentabilität: Welche Summe des Umsatzes als Ergebnis übrig bleibt, wird hier betrachtet

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Für einen Vergleich sollten folgende Bilanzkennzahlen in der Auswertung sein

Wenn man sich für ein Investment entscheiden will und mehrere Aktien im Visier hat, so macht es immer Sinn, Vergleichskennzahlen zu finden und zu bewerten.

Allerdings sollte hierbei darauf geachtet werden, dass im besten Fall Unternehmen der gleichen Branche miteinander verglichen werden.

Da gerade in unterschiedlichen Branchen auch das Eigenkapital-/Fremdkapitalverhältnis extrem schwankt, machen Vergleiche hier wenig Sinn.

Ein Beispiel: Während Banken eher eine niedrige Eigenkapitalquote angestrebt haben, um eine möglichst hohe Gesamtkapitalrendite zu erwirtschaften, müssen Autobauer in Krisenzeiten vorsorgen um kreditwürdig und belastbar zu bleiben.

Daher sollten nur Unternehmen der gleichen Branche miteinander verglichen werden. Folgende Kennzahlen sollten ebenfalls zueinander betrachtet werden:

  • Eigenkapitalrendite
  • Cash Flow: Dieser beschreibt den bilanziellen Erfolg und gilt als Kennung für die Zahlungskraft und die Liquiditätsstärke

Natürlich sind die Bilanzkennzahlen nicht alleine ausschlaggebend. Bei langfristigen Investments sollte unter anderem auch die historische Kursentwicklung sowie die Dividendenrendite betrachtet werden.

Das richtige Investment finden

Als Ausgangspunkt sollte eine eigene Investmentidee vorliegen. Durch Finanznachrichten oder Ähnliches versucht man sich zu informieren und stößt so zum Beispiel auf ein Unternehmen aus der Pharmabranche.

Gerade die deutschen und amerikanischen Pharmafirmen haben in der Börsenwelt große Erfolge gefeiert, sind zahlungskräftig und schütten regelmäßig ordentliche Dividenden aus.

Nach einem Vergleich der Bilanzkennzahlen lohnt sich allerdings auch ein Blick hinter die Kulissen. Welche Strategie fährt das Unternehmen langfristig, welche Wettbewerbsvorteile gibt es oder welche Patente liegen vor? Auch die Expansionspolitik der Unternehmen kann ausschlaggebend sein

Versteifen sich die Unternehmen nur auf die etablierten europäischen und amerikanischen Märkte? Oder werden hier auch Perspektiven in den aufstrebenden asiatischen oder südamerikanischen Ländern erkannt?

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Es lässt sich also feststellen, dass Bilanzkennzahlen Anlegern nur begrenzt helfen, das richtige Investment zu finden. Das Gesamtbild ist entscheidend und lässt später auch beruhigend auf die getätigte Investition blicken.

Durch die Verknüpfung von Bilanzkennzahlen, technischer Kursanalyse, weicher Faktoren wie Strategien und Visionen sowie die Betrachtung des Unternehmens im Wettbewerb lässt sich eine gute Entscheidung für ein Investment treffen.

6. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.