MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Bilanzkennzahlen berechnen – wertvolle Analyse der Unternehmensbilanz

Ein Baustein zur Auswahl interessanter Investments kann zum Beispiel die technische Analyse sein.

Jedoch lassen sich – besonders für langfristige Investments – auch fundamentale Kennzahlen zu Rate ziehen. Zu diesem Zweck sollten verschiedene Bilanzkennzahlen berechnet werden.

Bilanzkennzahlen berechnen – wo Bilanzen veröffentlicht werden

Kapitalgesellschaften wie Aktiengesellschaften oder GmbHs sind dazu verpflichtet, ihre Jahres- und Konzernabschlüsse zu veröffentlichen.

Diese Einsichtnahme ist deshalb wichtig, damit sich große Investoren, Lieferanten, Vertragspartner und Kunden ein Bild über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens machen können.

Auch als privater Investor lassen sich diese Daten sinnvoll nutzen. Auch wenn vielleicht nicht die komplette wirtschaftliche Prognose aus der Bilanz abzulesen ist, so können dennoch einige interessante Erkenntnisse gewonnen werden.

Bilanzen und Jahresabschlüsse werden beim elektronischen Bundesanzeiger des Bundesministeriums der Justiz veröffentlicht.

Hier kann direkt nach einer Kapitalgesellschaft gesucht werden. Der einzige Nachteil ist, dass die Bilanzen teilweise über 1 Jahr alt sind.

Die Unternehmen sind nämlich nicht direkt am nächsten Tag des beendeten Geschäftsjahres zur Offenlegung verpflichtet – ihnen ist ein bestimmter Zeitraum zur Fertigstellung eingeräumt worden.

Dennoch lassen sich so spannende Werte und Inhalte genauer betrachten, um einem langfristigen Investment Argumente für dessen Umsetzung zu liefern.

Bilanzkennzahlen berechnen: Der Weg zu Kennzahlen und Vergleichbarkeit

In der Regel sollten Unternehmen der gleichen Branche verglichen werden. Sind 2 Unternehmen an der Börse gelistet und die Aktien handelbar, so wird auf der Seite des Bundesanzeigers mit Sicherheit auch eine Bilanz bzw. ein Jahresabschluss gefunden.

Oftmals fallen diese Berichte recht umfangreich aus, da der Jahresabschluss auch einen Imagefaktor bedient. Besonders interessant ist der Abschnitt der „Gewinn- und Verlustrechnung“ (GuV). Hier finden sich für Anleger wichtige Bilanzkennzahlen.

Wichtige Zahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung

Ein Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zeigt, dass einige interessante Zahlen zu Tage treten, die einen Blick für die Unternehmenslage möglich machen.

Wichtige Werte sind unter anderem:

  • Umsatzerlöse
  • Personalaufwand
  • Abschreibungen
  • Operatives Ergebnis
  • Verlust/Gewinn

Umsatzrendite als Einstieg

Anhand dieser Werte lassen sich nun einige Bilanzkennzahlen berechnen – zum Beispiel die Umsatzrendite. Diese Kennzahl beschreibt, welchen Ertrag das Unternehmen aus dem getätigten Umsatz tatsächlich behält.

Die „Formel“ hierzu lautet: Gewinn / Umsatz = Umsatzrendite

Mit dieser Kennzahl lassen sich bereits Unternehmen miteinander vergleichen. Eine hohe Umsatzrendite spricht in der Regel für einen schlanken Kostenapparat, eine gute Prozesskette und vielleicht ein gutes Produkt.

Eigenkapital genauestens betrachten

Auch ohne die Berechnung von Bilanzkennzahlen können sich Unternehmensentwicklungen in der Bilanz abzeichnen. Und zwar in dem Fall, wenn keine Gewinn- und Verlustrechnung vorliegt oder diese unvollständig ist.

Betrachtet man die Position „Eigenkapital“ in der Bilanz, kann man eine positive oder negative Entwicklung ablesen. Steigt die Position an, so hat das Unternehmen meist deutliche Gewinne eingefahren.

Nimmt die Position ab, so hat das Unternehmen Verluste gemacht. Hier sollten insbesondere die letzten Jahre betrachtet werden, um einen Trend ableiten zu können.

24. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.