MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Übersicht der wichtigsten Bilanz-Kennzahlen

Bilanzkennzahlen sind nicht nur eine Vorschrift des Handelsgesetzbuches, sondern auch eine Hilfe für die Unternehmensbewertung. Schon beim ersten Hinschauen wird klar, ob es sich um ein gesundes Unternehmen handelt oder nicht.

Die einzelnen Bilanzkennzahlen haben nur eine begrenzte Aussagekraft. Deswegen wurden einige Kennzahlen entwickelt, mit deren Hilfe man weitere Aussagen über ein Unternehmen treffen kann.

Diese Kennzahlen haben auch eine eigenständige Aussagekraft. Außerdem kann die Entwicklung  eines Unternehmens durch diese Werte über mehrere Jahre hinweg beurteilt werden.

Bilanzkennzahlen-Übersicht: Der Vermögensaufbau

Die Konstitution bzw. der Vermögensaufbau stellt eine der wichtigsten Bilanzkennzahlen dar. Mit dieser Kennzahl wird der Anteil des Anlagenvermögens mit dem des Umlaufvermögens verglichen.

Die Formel für die Berechnung des Vermögensverhältnisses sieht so aus:

Konstitution (in %) = (Gesamtes Anlagevermögen : Gesamtes Umlaufvermögen) x 100

Die Kennzahl misst das Verhältnis zwischen Anlagen- und Umlaufvermögen. Bei einem Ergebnis von beispielsweise 150% würde das Anlagenvermögen dem 1,5 fachen vom Umlaufvermögen bedeuten.

Wichtige Bilanzkennzahlen: Die Anlageintensität

Eine weitere wichtige Bilanzkennzahl ist die Anlageintensität oder auch Anlagenquote. Sie beschreibt den Anteil des Anlagevermögens im Vergleich zum Gesamtvermögen eines Unternehmens.

Die Formel für die Berechnung der Anlagenquote sieht so aus:

Anlageintensität (in %) = (Gesamtes Anlagevermögen : Gesamtvermögen) x 100

Mit der Bilanzkennzahl der Anlagenquote kann die finanzielle Lage eines Unternehmens bestimmt werden. Je geringer das Anlagevermögen ist, desto größere Chancen hat das Unternehmen.

Aber auch eine geringe Anlagenquote kann sich negativ auswirken. Das Unternehmen könnte beispielsweise so mit abgeschriebenen oder mit alten Anlagen arbeiten.

Die Umlageintensität als Bilanzkennzahl

Eine andere entscheidende Bilanzkennzahl ist die Umlageintensität/die Umlaufquote.

Entgegen der Anlageintensität wird mit der Umlaufintensität der Anteil des Umlaufvermögens ermittelt, der mit dem gesamten Vermögen des Unternehmens im Vergleich steht.

Die Formel für die Berechnung lautet:

Umlageintensität (in %) = (Gesamtes Umlaufvermögen : Gesamtvermögen) x 100

Mithilfe dieser Kennzahl kann man die Finanzlage des Unternehmens bestimmen. Der Anteil am Umlaufvermögen sollte im besten Fall nicht zu hoch sein, da man bei einem großen Anteil des Umlaufvermögens oftmals von zu großen Lagerbeständen ausgeht.

Bilanzkennzahlen: Liquidität ersten, zweiten und dritten Grades

Ebenfalls wichtige Bilanzkennzahlen sind die Liquidität ersten, zweiten und dritten Grades. Die Liquidität ersten Grades stellt das Verhältnis flüssiger Geldmittel zu kurzfristigem Fremdkapital dar.

Die Liquidität zweiten Grades zeigt das Verhältnis zwischen flüssigen Mitteln und Forderungen und dem kurzfristigem Fremdkapital.

Die Liquidität dritten Grades beschreibt das Verhältnis zwischen dem Umlaufvermögen und dem kurz- und mittelfristigen Fremdkapital.

Nettoumlaufvermögen als Bilanzkennzahl

Auch das Nettoumlaufvermögen ist eine nützliche Bilanzkennzahl. Mit ihr kann der Nettofinanzbedarf berechnet werden, um kurzfristige Aktiva zu decken. Das ist der Teil des Vermögens, der nicht durch fremdes Kapital finanziert werden kann.

Mit der Berechnung kann man das Verhältnis „Anteils des kurzfristigen Fremdkapitals zum Umlaufvermögen“ ermitteln.

6. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.