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Bill Gates – Pionier, Visionär und Wohltäter

Zu den Menschen, die mit einer einzigartigen Karriere Erfolg und höchste Anerkennung auf sich vereinen, gehört Bill Gates. Über den Mitbegründer von Microsoft ließe sich ein Buch schreiben, er ist zur Legende geworden.

Es gibt wohl kaum jemanden, der seinen Namen nicht schon gehört hat. Bill Gates ist Sympathieträger und mit über 75 Mrd. US-$ der wohlhabendste Mann der Welt. Das Forbes-Ranking der Superreichen führt er in 17 der letzten 22 Jahre an.

Microsoft als Lebenswerk

Bill Gates ist einer der großen Pioniere in der Computerwelt und wird gerne als Visionär bezeichnet. Tatsächlich hatte er früh erkannt, dass er an Produkten arbeitet, die unseren Alltag nicht nur erleichtern, sondern zunehmend erst ermöglichen. Allen voran das Betriebssystem Windows, das über 90 % aller Rechner der Welt zum Laufen bringt und nun ebenso auf mobilen Geräten die Konkurrenz überholt. Auch das Büro-Softwarepaket Office ist längst internationaler Standard.

Mit Umsätzen von 93,58 Mrd. US-$ und einem Börsenwert von 333.525 Mrd. US-$ ist Microsoft im Jahr 2015 das weltweit fünftgrößte Unternehmen der Welt nach Google, Berkshire Hathaway, Exxon und Apple an der Spitze. In Sachen Software jedoch ist Microsoft die Nummer eins. Von seiner Firma hat sich Gates 2008 endgültig in die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden verabschiedet und hält knapp 6 % von deren Grundkapital.

Bill Gates und die Anfänge

Angefangen hat alles an der Lakeside School in Seattle, wo er 1955 geboren wurde. Als er in der achten Klasse war, wurden die Schüler mit einem Rechner-Urmodell von General Electric vertraut gemacht. Bill begann, diesen mit BASIC zu programmieren und experimentierte bald mit anderen Programmiersprachen. Im Alter von 14 bekamen er und sein Schulfreund Paul Allen den Auftrag, ein spezielles COBOL-Programm zu schreiben, was ihnen 20.000 US-$ einbrachte.

Auch während des Jurastudiums an der Elite-Uni Harvard war der Rechtsanwaltssohn lieber am Computer aktiv. Dort lernte er seinen späteren Partner Steve Ballmer kennen und produzierte eine Vorversion von Microsoft BASIC. 1975 brach er sein Studium ab, baute mit seinen Freunden in einer Garage eine bessere Version des Altair Computers und gründete die Firma Microsoft. 1981 angelte er den entscheidenden Großauftrag. Er entwickelte für IBM das Betriebssystem MS-DOS, auf dessen aktualisierten Versionen von da an die meisten IBM-Rechner liefen.

Unbeirrter Geschäftssinn

In den 1990er Jahren wurde MS-DOS auf die einfachere grafische Darstellung und begrifflich auf Windows umgestellt. Damit folgte Gates jedoch dem Vorbild von Apple, das zunehmend als benutzerfreundlicher galt. Er stellte sich der Konkurrenz und holte auf.

Für Bill Gates folgten Jahre mit zahlreichen Ehrungen aber auch Kritik. Vor allem wegen seines Monopols geriet Microsoft ins Visier der Kartellbehörden. Wettbewerbs-, Datenschutzverletzungen, Rabatt- und Produktbündelungs-Systeme endeten unter anderem 2008 in einem Rechtsstreit mit der EU. Letztlich verdankt Bill Gates den Erfolg seinem ausgeprägten Talent im wirtschaftlichen Machtpoker. Dabei gilt er als scheu und tut sich mit öffentlichen Auftritten eher schwer.

Mit Melinda gegen Krankheiten kämpfen

Auf der privaten Seite engagiert er sich als Wohltäter. Am bekanntesten ist die Bill & Melinda-Foundation. Über die weltweit größte Stiftung kämpft er mit seiner Frau gegen Krankheiten in Entwicklungsländern. Mit Melinda, der früheren Microsoft-Projektmanagerin, ist er seit 1994 verheiratet und hat drei Kinder.

Die allerdings sollen einmal nur 0,02 % von Gates Vermögen erben. Fast der komplette Rest wird für gute Zwecke gespendet. Einen Großteil seines Geldes will auch Warren Buffet in die Gates-Stiftung einbringen. In dessen Investmentholding Berkshire Hathaway ist Gates übrigens seit 2004 Vorstandsmitglied.

Spendenstandards für Superreiche

Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass mit der Stiftung unter anderem einseitig Impfstoff-Projekte von Pharmakonzernen gefördert werden. Das jedoch mündet in die alte Grundsatzdebatte, inwiefern sich Ethik mit Geschäftsinteressen vereinbaren lässt.

Dessen ungeachtet starteten Bill Gates und Warren Buffett 2010 die Initiative The Giving Pledge, um auch andere von gesellschaftlicher Verantwortung zu überzeugen. Wer Mitglied wird, verpflichtet sich, mindestens die Hälfte seines Vermögens fürs Gemeinwohl zu spenden. 137 Milliardäre konnten sie bereits überreden. Damit setzen sie zugleich internationale Standards für den Umgang mit Geld – typisch Warren Buffett, typisch Bill Gates.

3. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.