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Binäre Optionen: Für Privatanleger eher ungeeignet

Seit einiger Zeit ist der Markt für Finanzderivate auch in Deutschland um eine Variante reicher:

Es handelt sich dabei um die sogenannten „binären Optionen”.

Eine binäre Option ist ein Finanzderivat, das von Optionen abgeleitet ist und zu den exotischen Optionen zählt.

Schon die komplexe Konstruktion sollte Privatanleger im Normalfall eher abschrecken – tut es offensichtlich in vielen Fällen aber nicht. Denn der Handel mir binären Optionen floriert.

Anders lässt sich – zumindest für mich – die Vielzahl der Anbieter, die augenblicklich wie Pilze aus dem Boden sprießen, nicht erklären.

Zu der steigenden Anzahl der Anbieter kommt noch die drastisch steigende Anzahl der Werbeschaltungen für diese Anbieter auf den einschlägigen Webseiten.

Und die wäre sicherlich nicht in dieser Fülle vorhanden, wenn sich nicht eine ausreichende Anzahl an Interessenten finden ließe und das Geschäft für die Anbieter nicht besonders einträglich wäre.

Was binäre Optionen sind und wie sie funktionieren

Binäre Optionen sind u. a. dadurch gekennzeichnet, dass nur 2 Szenarien eintreten können:


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  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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Tritt ein zuvor definiertes Ereignis ein, erhält der Käufer einen festgelegten Betrag, andernfalls verfällt die Option wertlos.

Das bedeutet, dass der Anleger entweder einen hohen Gewinn erzielt oder der Einsatz komplett futsch ist.

Als Basiswerte für binäre Optionen kommen, wie bei klassischen Optionen oder Optionsscheinen auch, Indizes, Aktien, Währungspaare oder auch Rohstoffe infrage.

Es kann auf fallende oder steigende Kurse spekuliert werden.

Ihnen gegenüber sitzt bei solchen Geschäften nur der Broker

Ähnlich wie bei CFDs (Contracts for Difference) handelt es sich bei binären Optionen nicht um Wertpapiere, wie Aktien, Anleihen oder Zertifikate.

Vielmehr ist es so, dass CFDs und binäre Optionen eine Vereinbarung mit dem Emittenten (Anbieter) darstellen, der mit den Produkten einen Markt abbildet.

Die Besonderheit: Es gibt – anders als bei den klassischen Aktien- oder Terminmärkten – keinen Handelspartner am Markt, sondern nur den Broker, der auch gleichzeitig Anbieter der „Wette” ist.

Neben einigen seriösen gibt es viele “undurchsichtige” Anbieter

Auf dem Markt für binäre Optionen tummeln sich – wie eingangs schon angedeutet – mittlerweile eine ganze Reihe von Anbietern und es scheinen fast täglich mehr zu werden.

Neben seriösen Anbietern, die vor allem auch im CFD-Handel sehr aktiv sind, strömen immer mehr Anbieter mit – sagen wir mal vorsichtig – relativ undurchsichtigen Angeboten auf den Markt.

So wirbt zum Beispiel ein Anbieter auf einer bunten Einstiegsseite im Internet mit „sieben Gründen” für den Handel mit Binär-Optionen, den hohen Profiten und niedrigen Kosten bei Wetten auf den DAX oder verschiedene Aktien.

Als Alleinstellungsmerkmal stellt dieser Anbieter ein kontrolliertes Risiko heraus. Wenn Sie als Anleger bei einer Wette auf das falsche Pferd gesetzt haben, verlieren Sie den Angaben des Anbieters zufolge nicht 100%, sondern „nur” 85%.

Der Unterschied zwischen dem maximalen Verlust und dem maximalen Gewinn zeigt allerdings, dass Investoren mit ihren Annahmen schon deutlich häufiger richtig als falsch liegen müssen, wenn sie das Spielfeld der binären Optionen als Gewinner verlassen wollen.

Denn: Bei dem Anbieter beträgt der maximale Gewinn nur 71%.

Fazit: Binäre Optionen sind für Privatanleger eher ungeeignet

Aus meiner Sicht sind binäre Optionen für Privatanleger eher ungeeignet – zumindest dann, wenn diese Investoren keinen ausgeprägten Hang zum Glücksspiel haben.

Wenn Sie mit binären Optionen handeln wollen, sollte Ihnen in jedem Fall bewusst sein, dass es sich dabei letztlich um Glücksspiel handelt und dass Sie entweder gute Gewinne erzielen oder Ihren Einsatz nahezu komplett verlieren.

Einen weiteren Tipp habe ich noch für Sie: Meiden Sie Anbieter, die nur binäre Optionen anbieten und sehen Sie sich im Internet nach Erfahrungsberichten um, bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden.

4. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.