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Binäre Optionen: Gefährliches Börsenspiel!

„Gefährliches Börsenspiel“ und „Binäre Optionen Broker Vergleich – Betrugstest.com“

Das waren Treffer auf der 1. Seite bei der Suchmaschine Google, nachdem ich „Binäre Optionen“ eingegeben hatte.

Sie sehen: Ich fand dabei also gleich die Worte „gefährlich“ und „Betrug“.

Binäre Optionen und Optionen an Terminbörsen haben nichts miteinander zu tun

Binäre Optionen entsprechen nicht den manipulations-geschützten und transparenten Optionen, die an Terminbörsen gehandelt werden.

Sie haben so wenig damit zu tun, wie die Bank im Park, auf die Sie sich setzen, mit der Bank, bei der Sie Ihr Girokonto oder Depot haben – nämlich nichts!

Die Bank im Park und die Bank mit Ihrem Konto haben nämlich nur eines gemeinsam: den Namen.

Binäre Optionen und Optionen an Terminbörsen haben ebenso eines gemeinsam: den Namen.

Wenn Sie binäre Optionen traden, um unabhängig von Emittenten zu handeln, sind Sie getäuscht worden.


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Binäre Optionen: Kaum kritische Informationen

Selbst ein renommiertes Nachschlagewerk wie Wikipedia liefert keine wirklich brauchbare Auskunft zu binären Optionen. Dort können Sie lesen:

„Bei Binären Optionen können nur zwei Szenarien eintreten: Tritt ein zuvor definiertes Ereignis ein, erhält der Käufer einen festgelegten Betrag, andernfalls verfällt die Option wertlos.

Als Basiswerte kommen – wie bei klassischen Optionsscheinen auch – Indizes, Aktien, Währungs-Paare oder auch Rohstoffe in Frage. Es kann dann auf fallende oder steigende Kurse spekuliert werden.“

Aber dort steht: „klassischen Optionsscheine“. – Das ist falsch, lieber unbekannter Verfasser bei Wikipedia!

Nur die manipulations-geschützten Optionen sind das Original

„Klassisch“ sind nur die Optionen an Terminbörsen. Deshalb nenne ich sie gerne die manipulations-geschützten Optionen.

Optionsscheine sind Derivate von Emittenten. Diese haben die bekannten massiven Nachteile wie Anfälligkeit für Manipulation des Kurses und das Totalverlust-Risiko durch Insolvenz eines Emittenten.

Und: Auch hier täuscht der Name, der „Option“ enthält.

Binäre Optionen: Gefährliches Börsenspiel!

Bei binären Optionen handelt es sich um Finanz-Instrumente eines Emittenten.

Damit haben Sie bei binären Optionen ebenfalls das Totalverlust-Risiko durch Insolvenz eines Emittenten – ein K.o.-Kriterium.

Ich empfehle Ihnen allein schon deshalb, binäre Optionen nicht zu handeln.

Mit binären Optionen handeln Sie gegen die Bank

Wenn Sie doch mit binären Optionen handeln wollen, müssen Sie bei einem speziellen Broker ein Depot eröffnen.

Danach handeln Sie ausschließlich gegen diesen Broker. Ihr Kontrahent ist also immer die Bank – wie beim Roulette.

Sicher wissen Sie, wer beim Roulette letztlich immer gewinnt? – Richtig: die Bank!

Und damit ist klar, wer beim Handel mit Binären Optionen letztlich immer gewinnt? – Genau: die Bank!

Und wer verliert? – Der Trader!

Binäre Optionen: Betrug nicht ausgeschlossen

„Logischerweise kann bei Binären Optionen Betrug nicht generell komplett ausgeschlossen werden“, schreibt ein Portal, das über binäre Optionen informiert. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Binäre Optionen: Täuschung der Anleger

Wenn Sie also den Handel mit manipulations-geschützten Optionen kennenlernen wollen und Sie finden binäre Optionen, sind Sie durch den wohl nicht zufällig gewählten Namen getäuscht worden.

Und noch einmal: Binäre Optionen haben mit Optionen, die an Terminbörsen gehandelt werden, nichts zu tun; aber rein gar nichts!

10. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.