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Biotech- und Pharma-Aktien: Der Lichtblick für Anleger

An der Börse sorgen Politiker und politische Entscheidungen oft für starke Kursschwankungen.

Denken Sie zum Beispiel an die in Deutschland über Nacht erzwungene Energiewende mit den niederschmetternden Ergebnissen für die Versorger RWE und E.on.

Biotech- und Pharma-Branche als Gelegenheit

Doch diese langfristige Wirkung ist eher selten. Oft sind Politiker-Aussagen nur Wahlkampfgerede und nach wenigen Tagen oder Wochen vergessen.

In solchen Fällen sind die kurzfristig ausgelösten Kursabschläge erstklassige Einstiegs-Chancen. Genau eine solche Chance sehen Experten aktuell bei den großen Unternehmen aus der Pharma- und Biotech-Branche.

Und um das geht es: Einen Blitzeinschlag an der Börse konnten Sie zum Beispiel am 21. September 2015 erleben. An diesem Tag verkündete Hillary Clinton folgende Aussage im Internet: „Eine Preisabzocke wie die im Spezialpharmamarkt ist skandalös. Morgen werde ich meinen Plan dagegen vorlegen.“

Die Reaktion an der Börse: Viele börsennotierte Medikamentenhersteller verloren in den folgenden Wochen zweistellig an Wert.

Doch jetzt zeigt sich, dass die Politik nicht gegen alle Medikamentenhersteller vorgehen will.

Der Einfluss der Politik auf die Aktienkurse

Im 1. Schritt untersucht ein US-Senatsausschuss die Preispolitik der 4 Pharma-Unternehmen Turing, Retrophin, Rodelis und Valeant. Typisch für diese Unternehmen ist, dass sie andere Pharma-Unternehmen aufkaufen und dann deren Medikamenten-Preise zum Teil drastisch erhöhen, um so den Gewinn zu maximieren.

Für Schlagzeilen sorgte hier das Unternehmen Turing, das nach einer Übernahme den Preis eines neu zugekauften Medikaments um 5.500% (!) erhöhte.

Das oben beschriebene Geschäftsmodell (nicht forschen, sondern Konkurrenten übernehmen und dann Preise drastisch erhöhen) ist ein Auslaufmodell. Hier rechnen viele damit, dass im US-Wahlkampf ein Exempel statuiert wird (und das ist auch gut so).

Bei den Pharma- und Biotech-Unternehmen mit eigener Forschungsabteilung erwartet man dagegen nur geringe Einschränkungen. Hier dürfte es bei leichten Kontrollen bleiben, ob die geforderten Preise halbwegs realistisch sind.

Hillary Clinton betonte extra, dass sie nicht gegen forschende Unternehmen mit ihren Innovationen vorgehen will.

Daher sind in diesem Bereich der Branche die Kursabschläge nicht gerechtfertigt.

Aus diesem Grund bieten Ihnen die Biotech- und Pharma-Unternehmen, die aktuell deutlich unter dem Jahreshoch notieren, sehr attraktive Chancen auf Kursgewinne und/oder üppige Dividenden. Denn: Der Markt wächst dynamisch.

4 Argumente für den Kauf von Gesundheits-Aktien

Im Folgenden auf einen Blick für Sie, warum sich Gesundheits-Aktien lohnen:


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  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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  1. Das Geschäftsmodell der meisten Unternehmen aus der Gesundheitsbranche hängt nicht von der konjunkturellen Entwicklung ab. So spielt es für Medikamenten-Hersteller keine große Rolle, ob die Wirtschaftsleistung in Deutschland um 1% oder um 3% steigt.
  2. Unternehmen aus der Gesundheitsbranche (speziell Biotech- und Pharma-Hersteller) weisen traditionell sehr starke Bilanzkennzahlen auf und haben kein Schulden-Problem.
  3. Die Gesundheitsbranche wird noch über mehrere Jahrzehnte wachsen. Wachstumstreiber sind die Schwellenländer und die Verschiebung der Altersstruktur in den Industrieländern (ältere Menschen benötigen mehr Medikamente und Dienstleistungen rund um das Thema Gesundheit).
  4. Da das Geschäftsmodell der Gesundheits-Unternehmen stabil ist und die Bilanzen große Sicherheitspuffer aufweisen, können diese Unternehmen auch in konjunkturell schwierigen Zeiten stabile Erträge in Form von Dividenden ausschütten.

Pharma-Aktien: Es geht wieder aufwärts

Pharma-Aktien standen an der Börse fast 10 Jahre lang unter Druck. Am Tiefpunkt kosteten selbst Weltklasse-Unternehmen wie Pfizer, Roche oder Novartis an der Börse nicht einmal mehr den zehnfachen Jahresgewinn (KGV unter 10).

Das Börsenjahr 2012 wurde zum Wendejahr. Gegenüber dem Tiefpunkt liegen die europäischen Pharma-Aktien aktuell rund 100% im Plus (Kursgewinne und Dividenden).

Im Jahr 2012 gab es einen weiteren Wendepunkt: Die Pharma- Umsätze, die ihren Patentschutz verlieren, erreichten ihren Höhepunkt.

Da in den nächsten Jahren weniger Medikamente ihren Patentschutz verlieren, entspannt sich die Lage der Pharma- Unternehmen.

Das ist eine Erklärung für die steigenden Aktienkurse.

Risiko-Profil verbessert

Positiv zu werten ist auch, dass die Pharma-Unternehmen in der Branchen-Krise ihre Hausaufgaben erledigt haben. Die Kosten wurden radikal gesenkt.

Pro Mitarbeiter steigt der Umsatz und der Gewinn. Die Renditen legen wieder zu. Die Unternehmen haben auch aus der Patent-Krise gelernt.

Sie wollen zukünftig die Abhängigkeit von einzelnen Medikamenten reduzieren, damit der Einbruch nicht zu stark ist, wenn der Patentschutz abläuft. Das Risiko-Profil verbessert sich so.

Gleichzeitig haben die Branchen-Riesen wie Pfizer ihr Portfolio durchforstet.

Die Bereiche, die keine hohen Renditen brachten, oder wo die Kernkompetenz nicht sonderlich ausgeprägt war, wurden abgespalten oder verkauft. Aus den Gemischtwarenläden wurden Spezialisten mit klaren Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkten. Die Unternehmen ernten jetzt die Früchte.

Biotech: Wachstum und starke Bilanzen

Wer glaubt, dass Pharma-Werte an der Börse etwas langweilig sind, kann auf einen anderen Sektor aus der Gesundheitsbranche schauen: Biotech-Werte.

Biotech-Aktien erlebten ihre erste Sternstunde in der Boomphase 1999/2000. Damals schossen die Aktienkurse wie Raketen in den Himmel. Gehandelt wurde die Hoffnung auf ein Wachstumswunder. So entstand eine große Börsen-Blase.

Als die Blase 2000 bis 2003 platzte, verabschiedeten sich viele Anleger dauerhaft von der Biotech-Branche. Doch diese Angst ist übertrieben. Die Biotech-Branche ist „erwachsen“ geworden.

Die Branchenführer Amgen, Biogen, Celgene und Gilead Sciences erwirtschaften jeweils Umsätze von 7 bis 25 Milliarden US-Dollar pro Jahr und arbeiten extrem profitabel. Trotz der hohen Wachstumsraten liegen die KGV-Werte bei den meisten Biotech-Größen bei deutlich unter 30.

Auch aus fundamentaler Sicht passt das Chance-Risiko-Verhältnis. Anders als bei den Pharma-Werten sind in der Biotech-Branche noch zweistellige Wachstumsraten möglich (wenngleich auch hier das Tempo mit zunehmender Größe abnimmt).

Hier die Wachstumsraten für den 10-Jahres-Zeitraum bis einschließlich 2014: Amgen (5,4% Wachstum pro Jahr), Biogen (38,3%), Celgene (43,7%) und Gilead (36,9%).

Mega-Trends sprechen für Gesundheits-Aktien

Zwei langfristige Mega-Trends sprechen für ein weiteres Wachstum in der Gesundheits-Branche:

1) Bessere medizinische Versorgung in den Wachstumsmärkten

Das Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern sorgt dafür, dass die Bevölkerung höhere Ansprüche an die gesundheitliche Versorgung hat. Gleichzeitig steigt auch die Kaufkraft der Bevölkerung.

Die Ausgaben für Gesundheitsprodukte werden daher noch über mehrere Jahrzehnte zunehmen.

Wo die Reise langfristig hingeht, zeigt ein Vergleich zwischen den Industrienationen und den BRIC-Staaten. In Deutschland erreichen die staatlichen Gesundheitsausgaben rund 10% der Wirtschaftsleistung (BIP).

In den USA liegt dieser Wert sogar bei 15%. In den BRIC-Staaten steigt die Quote, ist aber noch weit vom westlichen Niveau entfernt. Brasilien kommt auf 7,5%, Russland auf 5,3%, China auf 4,6% und Indien erst auf 3,6%.

Diese Werte werden Richtung 10% steigen. Das bedeutet: Das Wachstums- Potenzial der Gesundheits-Branche ist riesig.

2) Die Verschiebung der Altersstruktur in der Weltbevölkerung

Nach Berechnungen der UNO wird im Jahr 2050 mehr als jeder vierte Erdenbürger älter als 60 Jahre sein.

Da die Ausgaben für die Gesundheit und Pflege im Alter zunehmen, ist auch das ein langfristiger Wachstumstreiber in der Gesundheits-Branche.

Fazit: Aktien aus der Gesundheits-Branche – und hier speziell aus der Pharma- und aus der Biotech-Branche – sind äußerst attraktive Depot-Bausteine.

15. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.