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Bitcoin Funktionsweise – das steckt hinter der virtuellen Währung

Bitcoin ist eine digitale Währung. Es ist Geld, das durch ein Computersystem geschaffen wird. So futuristisch es im ersten Moment klingen mag, das Bitcoin-Netzwerk wurde bereits 2008 geplant und 2009 gegründet. Seitdem haben Menschen überall auf der Welt mit Bitcoin gehandelt und spekuliert – mit mehr oder weniger Erfolg.

Bitcoin: Grundgedanke

Mit einer anonymen, digitalen Währung kann man international Handel betreiben. Es werden keine Banken zwischengeschaltet und dadurch fallen keinerlei Gebühren an. Die gesamte Menge an Bitcoins, die weltweit existieren darf, ist auf 21 Mio. Stück begrenzt. Derzeit existieren knapp über 11 Mio. Bitcoins.

Mit Computerprogrammen werden weitere Bitcoins von Benutzern erzeugt. Allerdings ist der zum Erschaffen verwendete Algorithmus derart komplex, dass man zum sogenannten „Mining“ (gedacht wird hierbei an eine Mine, in der man Bitcoins abbaut) einen Hochleistungscomputer benötigt.

Der Algorithmus wird im Laufe der Zeit dabei noch umfangreicher, so dass es immer mehr Rechenleistung benötigt – und vor allem Zeit – um neue Bitcoins zu schaffen. Damit ist eine beschränkte Inflation eingebaut, die aber letztlich gegen Null läuft, wenn man sich der 21 Mio.-Bitcoins-Grenze nähert. Es gibt offizielle Wechselraten, die für den Handel entscheidend sind und die man online abfragen kann.

Bitcoin-Spekulation

Bitcoin ist genauso wenig gedeckt durch irgendeinen Wert wie unser Papiergeld heute. Die Geschichte der Federal Reserve Dennoch schwankt der Wert eines Coins teilweise extrem. Zu Beginn wurden Bitcoins für wenige Cent gehandelt, doch der Preis stieg langsam an. Bitcoin-Entwickler Gavin Andresen warnte sogar vor Spekulationsblasen.


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So geschah es dann auch 2011: Von April bis Juni stieg der Preis von weniger als 1 $ bis über 30 $. Kurz danach gab es einen sogenannten Flash Crash und Bitcoin stürzte innerhalb kurzer Zeit auf 1 Cent ab. Die Blase war geplatzt.

Es ist durchaus denkbar, dass sich dieser Verlauf noch einmal wiederholt. Mit der Schuldenkrise suchen Menschen nach Alternativen, um ihre Kaufkraft zu schützen. Ähnlich wie bei Gold und Silber reagiert auch bei Bitcoin der Preis auf Angebot und Nachfrage. Pro Tag werden weltweit derzeit rund 1,4 Mio. Bitcoins gehandelt.

Bitcoin: Nachteile

Auch beim Bitcoin gibt es keinen 100%igen Schutz vor Verlusten. Wenn man als Privatanleger mit Bitcoins spekulieren möchte, muss einem der mögliche Totalverlust bewusst sein.

Bitcoins werden online im Bitcoin-Netzwerk aufbewahrt oder auch bei einem Drittanbieter wie z.B. Coinbase. Keine dieser Onlinegeldbörsen sind komplett sicher. Es gab einige Fälle, bei denen Benutzern das Konto geplündert wurde aufgrund von Sicherheitslücken.

Ein komplette Vorherrschaft von Bitcoin ist ebenfalls ausgeschlossen. Wer Bitcoin nutzen möchte, muss sich zuvor sämtliche Transaktionen herunterladen, die jemals mit Bitcoin zustande kamen. Aktuell laufen pro Tag über 60.000 Transaktionen. Es kann also schon mehrere Stunden dauern, wenn man Bitcoin startet, bis das Programm zur Verfügung steht.

Allein darin liegt ein nicht unerheblicher Nachteil. Bitcoin kann nämlich nur eine begrenzte Anzahl an Transaktionen pro Stunde verarbeiten. Noch liegt man unter dieser Schwelle, aber es braucht nur einen neuen Bitcoin-Boom, und schon ist dieses Limit erreicht. Aufgrund dessen wird Bitcoin nie Kreditkarten ersetzen können, weil einfach zu viele Transaktionen gleichzeitig abgerechnet werden müssten.

Was besonders Kritiker den Bitcoin-Machern vorwerfen, ist die Tatsache, dass die Gründer sich selbst zum Start 6 Mio. Bitcoin gaben. Danach wurden per Algorithmus neue geschaffen. Insofern ist dieses System nicht bei Null gestartet, und die Macher haben ein gewaltiges finanzielles Interesse daran, den Preis nach oben zu treiben.

Bitcoin: Funktionsweise

Wer Spielgeld übrig hat und sich von den Nachteilen nicht abschrecken lässt, der hat in Bitcoin eine Lösung für seinen finanziellen Transaktionen der Zukunft gefunden – zumindest für einen Teil davon.

Bitcoin wird noch lange nicht überall als Zahlungsmittel angeboten und ist auch wegen der vielen Zweifel an diesem System noch nicht so verbreitet, wie sich das manch einer wünscht. Dennoch hat man mit Bitcoin ein einzigartiges dezentrales Transfersystem geschaffen, das ohne Banken auskommt – und vor allem ohne Gebühren.

Weil nicht beliebig neue Bitcoins geschaffen werden können (wie das bei unserem Papiergeld heute von den Zentralbanken praktiziert wird), ist damit in gewisser Weise ein bedingter Werterhalt gegeben. Zumindest wird so die Inflation unterbunden.

Ein weiterer Vorteil: Man kann es einfach transportieren. Edelmetalle sind schwer und Geld auf der Bank inzwischen auch nicht mehr vor dem Staatszugriff sicher. Faszination Gold Bitcoins kann man auf einer gesicherten Datei speichern und in der Cloud (virtueller Speicher) ablegen. Damit hat man von überall Zugriff darauf und kann es weltweit verwenden.Der Bitcoin Crash

10. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.