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Blick auf die Zinsen nach der Zinssenkung – Sinken die Bauzinsen?

Die Europäische Zentralbank hat den Hauptrefinanzierungssatz auf 0,5 % gesenkt. Niedriger waren die Zinsen für Banken damit noch nie. Kommen diese Zinsen auch bei der Baufinanzierung an? Wie entwickeln sich die Zinsen weiter?

WirtschaftlicheEntwicklung im Euroraum

Baufinanzierung für 1,85 %.  Gab es das schon einmal? Und wie wirkt sich die neueste Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) aus?

Die Zinssenkung EZB soll sich vor allem positiv auf die Wirtschaft in Europa auswirken. Mit der Zinssenkung verbilligt sich die Kreditaufnahme der Banken, wenn diese sich von der EZB selbst Geld leihen. Das könnte zum einen Kreditkosten verbilligen und zum anderen für die Bereitstellung von mehr Geld durch die Banken in den einzelnen europäischen Ländern sorgen.

Aber so einfach funktioniert Wirtschaft heute nicht mehr.

Europäische Wirtschaft kommt nicht vom Fleck

Nachdem die Wirtschaft sich in Europa weiterhin uneinheitlich, insgesamt aber eher unter den Erwartungen entwickelt, hat die EZB zu dem wichtigsten Instrument in der wirtschaftlichen Steuerung gegriffen, das sich ihr bietet: Die Zinssenkung.

Die Hoffnung ist, dass die Geschäftsbanken in den einzelnen europäischen Ländern den Haushalten und Firmen mehr „günstiges“ Geld in Form günstiger Kredite zur Verfügung zu stellen. Vor allem in den südeuropäischen Ländern stockt die Kreditvergabe deutlich.


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Nutzen der Zinssenkung auf Kreditvergabe wird bezweifelt

Die Banken in den wirtschaftlich angeschlagenen Ländern betreiben Risikovorsorge, indem sie entweder keine Kredite oder nur solche mit hohen Risikoaufschlägen an Firmen und private Haushalte vergeben.

Aus dem Interview mit Prof. Lister, CRES und Steinbeis-Hochschule wissen Sie als Leser des Immobilien Insider, dass höhere Risikoaufschläge bei Krediten gleichzusetzen sind mit höheren Zinsen.

Was kann die EZB stattdessen tun?

Auch bei der EZB wird offensichtlich erkannt, dass niedrige Refinanzierungszinsen zwar die Kapitalbeschaffung durch die Banken erleichtert, diese aber nicht als billigere Kredite bei den Verbrauchern ankommen.

Deshalb arbeitet die EZB an neuen Ideen. Zuletzt wurde spekuliert, dass die EZB nicht nur Staatsanleihen sondern auch „Asset Backes Securities“ (ABS) aufkaufen könnte. Das würde den nationalen Banken helfen, sich von Risiken zu entlasten und das Risiko stattdessen auf die EZB verlagern. Gleichzeitig könnte mehr Spielraum für die Vergabe neuer Kredite entstehen.

Bis es so weit ist, schaut die deutsche Immobilienwirtschaft und vor allem die Baufinanzierungskunden auf die Zinsen für Immobilienkredite in Deutschland.

Zinssignal der EZB ohne Auswirkungen auf Baufinanzierungszinsen

Dr. Klein & Co. AG ist ein großes Unternehmen für die Vermittlung von Immobilienfinanzierungen in Deutschland. Das Unternehmen hat den Zinsschritt der EZB analysiert und kommt zu dem Ergebnis:

„Sicher ist: Auf die Baufinanzierungszinsen in Deutschland hat dieses – generell eher symbolische – Instrument der EZB keinen Einfluss.

Die Baufinanzierungszinsen sind in den letzten vier Wochen bis zur Zinssenkung der EZB Anfang Mai zunächst gesunken, seitdem jedoch wieder auf das Niveau von Anfang/Mitte April angestiegen.“

Vorstandssprecher Stephan Gawarecki, Dr. Klein & Co AG sagt dazu:

Da die Entwicklung der Baufinanzierungszinsen in Deutschland nach wie vor eng mit der Schuldenkrise in Europa verbunden ist, gehen wir in den nächsten Wochen weiter von schwankenden Zinsen aus. Immobilienfinanzierer sollten sich hierdurch nicht verunsichern lassen.

Historisch gesehen war es noch nie so günstig, eine Immobilie zu finanzieren. Wichtig bei der Planung sind nach wie vor eine auf die Situation des Kunden zugeschnittene Zinsbindung – meistens eine möglichst lange – sowie Flexibilität in Form von Sondertilgungsmöglichkeiten und optionalen Tilgungssatzwechseln während der Darlehenslaufzeit.“

22. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.