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BMW setzt sich ehrgeizige Ziele bei Elektroautos

Der Münchner Autobauer Bayerische Motoren Werke AG (BMW) hat sich in den kommenden Jahren ehrgeizige Ziele gesetzt. Ein autonom fahrendes Auto soll her, gleichzeitig will BMW in Sachen Elektrofahrzeuge eine größere Rolle spielen.

Bislang spiegeln sich die ambitionierten Ziele in der Kursentwicklung der BMW-Aktie noch nicht – der aktuelle Kurs liegt deutlich unter dem im März 2015 erreichten Rekordhoch von 120 €. Dennoch lassen die jüngsten Verkaufszahlen bei Elektroautos aufhorchen.

Im August 2016 sprintete BMW mit dem Elektrofahrzeug BMW i3 (1.317 verkaufte Autos) auf Platz 1 der Verkaufscharts der meistverkauften Elektroautos in Europa – ein Grund mehr näher auf die BMW-Aktie zu blicken.

BMW und Elektrofahrzeuge – hier stehen die Münchner aktuell

Aktuell versucht BMW den Elektroauto-Markt mit seiner Submarke „i“ zu erobern. Dazu gehört der rund 35.000 € teure BMW i3 (60 und 94 Amperestunden), der im Jahr 2013 auf den Markt kam und der BMW i8 Plug-in-Hybrid. Daneben bietet BMW noch die Plug-in-Hybrid-Autos BMW X5 xDrive 40e, BMW 225xe, 330e und 740e an.


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Im Jahr 2015 konnte BMW 29.500 Elektroautos (BMW i3 und BMW i8) weltweit verkaufen, was einem Zuwachs von 66 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Großteil der Verkaufszahlen entfiel dabei auf den Kleinwagen BMW i3, der sich rund 24.000 Mal weltweit verkaufte.

Der große Wachstumsmotor war dabei der US-amerikanische Automarkt – hier setzte BMW in 2015 ganze 13.300 i-Modelle ab. In Deutschland wartet man bei BMW noch auf den großen Durchbruch der i-Modelle, dieser soll in den nächsten Jahren kommen, hofft man in München.

BMW und Elektroautos – das planen die Münchner für die Zukunft

Trotz der beschlossenen Elektroautoförderung halten sich die Deutschen mit dem Kauf von Elektroautos noch vornehm zurück. Dies liegt nicht zuletzt an der viel zitierten Reichweitenangst – viele Autofahrer fürchten einfach mit dem Elektroauto liegenzubleiben, wenn der Akku plötzlich leer ist.

Hier will BMW Abhilfe schaffen. Ab dem Modelljahr 2017 (zweites Halbjahr 2016) soll der BMW i3 eine um 50 % größere Reichweite besitzen und dann mit einer Akku-Ladung (33 Kilowattstunden) 300 Kilometer im Normzyklus schaffen. Zudem soll der neue BMW i3 in der Metallic-Lackierung „Protonic Blue“ erhältlich sein.

Daneben will BMW seine Elektroauto-Produktpalette bis 2020 erweitern. Zum einen soll in 2019 ein vollelektrischer Mini auf den Markt kommen, zum anderen will BMW im Jahr 2020 einen elektrischen BMW X3 SUV nachschieben. Dieser soll dann direkt in Konkurrenz zum Tesla Model X treten.

BMW-Aktie: neue Elektroautos könnten für neuen Schwung sorgen

Insgesamt hofft man bei BMW, schon in diesem Jahr 60.000 Hybrid- und Elektroautos verkaufen zu können, womit sich der Absatz gegenüber dem Vorjahr verdoppeln würde.

Bis 2020 hatte BMW eine Marktdurchdringung von 10 % bei Elektrofahrzeugen angepeilt, dieses Ziel scheint derzeit noch nicht erreichbar. Auch will sich BMW bei der Entwicklung selbstfahrender Autos an die Spitze setzen.

Kurzum: Die Ziele von BMW sind sehr ambitioniert. Im Vorjahr verkauften sowohl die amerikanische Tesla Motors, BYD, Renault, VW und Daimler mehr Elektroautos als die Münchner. BMW muss also in den kommenden Jahren kräftig Gas geben bzw. in neue Modelle und Technik investieren, um nicht von der Konkurrenz abgehängt zu werden.

BMW-Anleger müssen sich daher noch in Geduld üben, bis sich diese Investitionen in der Zukunft auszahlen. Die jüngsten Verkaufserfolge mit dem BMW i3 sind vielversprechend und machen aber Hoffnung auf mehr.

19. Oktober 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands