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Börse: Handelszeiten die man kennen sollte

Weltweit wird an verschiedenen Börsen wochentags fast rund um die Uhr gehandelt – irgendwo ist immer ein Markt geöffnet.

Allerdings haben die einzelnen Börsenplätze unterschiedliche Handelszeiten. Diese richten sich nach der Hauptgeschäftszeit in ihrem Land.

Handelszeiten an den Börsen

Überlappungen zwischen verschiedenen Börsenplätzen sind natürlich möglich. Entscheidend ist auch, ob Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder andere Finanzprodukte den Besitzer wechseln sollen.

Denn für unterschiedliche Anlagegattungen kann es verschiedene Handelszeiten geben. Auch am gleichen Börsenplatz.

Immer der Sonne nach – Aktienhandel von Asien über Europa nach Amerika

Um Mitternacht unserer Zeit startet der Börsenhandel an der australischen Börse in Sydney. Während hier zu Lande die meisten Menschen noch schlafen, öffnen die Börsen in Tokio, Hongkong und Singapur.

Wenn um 9.00 Uhr der Handel an den europäischen Börsen in Frankfurt, London, Paris, Mailand, Madrid, Wien oder Zürich beginnt, haben Sydney, Tokio und während der Winterzeit auch Hongkong schon wieder geschlossen, Singapur ist kurz davor.

Um 15.30 Uhr unserer Zeit beginnt der Handel an der amerikanischen Wall Street, dem wichtigsten und größten Börsenplatz der Welt.


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Für zwei Stunden überlappen sich die Handelszeiten in Europa und den USA, dann machen die USA bis 22.00 Uhr unserer Zeit alleine weiter.

Für Anleger ist es wichtig, die verschiedenen Handelszeiten zu kennen. Denn sie bestimmten das Marktgeschehen mit: So beeinflusst beispielsweise der Verlauf des Aktienhandels an den asiatischen Börsen auch die Kurse in Europa, insbesondere zur Eröffnung.

Der europäische Handel erfährt nachmittags neue Impulse, wenn auch die Amerikaner beginnen.

Gibt es hingegen Kurs beeinflussende Nachrichten wie beispielsweise Geschäftszahlen führender Unternehmen, große politische Ereignisse oder gar Katastrophenmeldungen nach Börsenschluss in Europa, können die Aktienkurse hier zu Lande nicht mehr reagieren.

Sie verarbeiten diese Impulse dann zusammen mit den erfolgten Reaktionen auf den amerikanischen und asiatischen Aktienmärkten zeitversetzt am nächsten Tag.

Je mehr Handel desto höhere Umsätze und desto engere Spreads

An der Frankfurter Wertpapierbörse werden die allermeisten Aktien und Anleihen zwischen 9.00 und 17.30 Uhr über die vollelektronische Computerplattform Xetra gehandelt.

Das war nicht immer so: Vor gut 20 Jahren fand der Handel in Frankfurt zwischen 10.30 und 13.30 Uhr statt, von 2000 bis 2003 gar von 9.00 bis 20.00 Uhr – die Abendstunden haben sich wegen der dann geringen Umsätze aber nicht gelohnt.

Auch heute noch ist der Aktienhandel bis 20.00 Uhr an den Regionalbörsen in Hamburg, Hannover, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart und München möglich. Dort sind die Umsätze aber ebenfalls gering.

Grundsätzlich gilt: Je mehr ein Wertpapier ge- und verkauft wird, desto höher sind die Umsätze.

Wird ein Wert zeitgleich an verschiedenen Börsen gehandelt, deren Handelszeiten sich überlappen, wirkt sich das ebenfalls positiv auf die Umsätze aus.

Marktakteure profitieren davon. Denn hohe Volumina erleichtern Käufe und Verkäufe und sorgen für enge Spannen – so genannten Spreads – zwischen Kauf- und Verkaufskursen eines Wertpapiers.

Dünne Handelsvolumina führen hingegen zu weiten Spreads und machen Transaktionen schwierig.

Außerbörslicher Handel als Alternative

Wer nach Handelsschluss noch Aktien verkaufen oder kaufen möchte, kann auf den außerbörslichen Handel ausweichen. Er handelt dann mit einem so genannten Market Maker, der für ein einzelnes Wertpapier An- und Verkaufskurs nennt.

Der Kunde entscheidet, ob er das Geschäft zu diesen Bedingungen abschließen möchte oder nicht.

11. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Petra Hoffknecht
Von: Petra Hoffknecht. Über den Autor

Petra Hoffknecht arbeitet als freiberufliche Wirtschafts- und Finanzjournalistin. Sie schreibt regelmäßig für das Handelsblatt, die VDI Nachrichten, Magazine des Sparkassenverlags und diverse Regionalzeitungen wie beispielsweise die Neue Osnabrücker Zeitung oder die Südwest Presse in Ulm.