Die europäische Schuldenkrise ist kein Mythos, sie existiert.
Und ja, die Aktienmärkte sind technisch seit Sommer in einem Bärenmarkt.
Und auch die Tatsache, dass ausgedehnte Sparprogramme vermutlich zu einer Rezession führen werden, kann nicht ignoriert werden.
Der "Selling Climax" steht vor der Tür
Aber dennoch ist all dies kein Grund, die Flinte ins Korn zu schmeißen und sämtliche Investitionen einzustellen, denn gerade für 2012 sehen wir Potential über alle Panikmache hinaus.
Die Börsen haben nun schon vieles eingepreist und der Bärenmarkt dürfte sich durchaus eine Pause gönnen. Ein so genannter "Selling Climax" steht vor der Tür und nach einem solchen Punkt folgt für gewöhnlich eine sehr starke Erholung.
Das Niveau der Anleihen aus Deutschland und den USA kann wahrlich nicht mehr als besonders attraktiv bezeichnet werden.
Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit enorm, dass ein großer Teil dieser Kapitalströme wieder vermehrt in den Aktienmarkt gesteuert wird.
Die Blase der Inflationserwartungen platzt
Wenn die Rohstoffpreise - wie vielerorts erwartet - im Jahr 2012 fallen, wird das deflationär wirken und gleichzeitig noch andere positive Effekte haben: die produzierende Wirtschaft wird entlastet und im Falle des Ölpreises auch die privaten Haushalte.
Auch die Rückgänge des Euro und Schweizer Franken wirken für Europa positiv, da sie die Exportwirtschaft entlasten und die Kreditsituation zum Beispiel in puncto Fremdwährungskredite entschärfen.
Die Blase der großen Inflationserwartungen dürfte damit eindeutig geplatzt sein.
Die Euro-Krise wird politische Reaktionen erfordern
Ein weiterer spannender Punkt, der vieles im Börsenbereich 2012 verändern dürfte: Wie allseits bekannt, eskaliert die Euro-Krise mittlerweile und der eigentliche Abstieg der Währung hat schon vor geraumer Zeit langsam aber beständig begonnen.
In Anbetracht dieser Turbulenzen wird vermutlich auch die europäische Politik in Kürze zu drastischen Schritten genötigt sein.
Vom Tief direkt in die Erholungsrallye
All diese Faktoren eigenen sich in besonderer Weise, um schon bald ein Tief an der Börse entstehen zu lassen, vor dem man als Börsianer aber keineswegs Angst haben braucht.
Denn wie schon eingangs gesagt, setzt von diesem Tiefpunkt dann eine markante Erholungsrallye ein, von der wir alle immens profitieren können.
Schon in den ersten Monaten von 2012 ist es vorstellbar, dass der DAX Regionen um 6.000 Punkte erreicht und damit ausgehend vom aktuellen Niveau (5.150) ein Plus von über 16% ansteuert.
Darüberhinaus bieten Unternehmen wie E.ON (aktuell 14,55 EUR) oder Henkel (37,93 EUR) definitiv Substanz und werden auch in einer Rezession noch Geld verdienen.
Einzig und allein Aktieninvestment müssen weiterhin besonders gut überlegt sein, wenn sie die Rezessionsphase unbeschadet überstehen sollen und bedürfen daher besonderen Fingerspitzengefühls.


