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Börsencrash: Wer dabei bleibt, gewinnt

Die Nervosität an den Finanzmärkten steigt immer einmal wieder stärker an. Ein gravierend höheres Crash-Risiko sehe ich deshalb aber trotzdem nicht.

Kursrücksetzer gehören nun einmal zum Alltag der Börsen.

Dabei kann es jederzeit zu einer Ausweitung bis hin zum Crash kommen, für die Sie Ihr Depot vorher abgesichert haben müssen.

DAX 12.000 Punkte und Crashgefahr ist kein Widerspruch

Meine mehrfach getätigte Prognose, dass der DAX bis Ende 2015 auf 12.000 Punkte und mehr steigen kann, ist kein Widerspruch.

Ich gehe ja auch bei meinen Autofahrten davon aus, dass ich mein Ziel erreiche. Aber den Sicherheitsgurt lege ich aus Überzeugung trotzdem an.

Börsencrash: Eine Übersicht

Ich habe Ihnen hier einmal die wichtigsten Börsencrashs aufgelistet. Einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe ich nicht.

Die Aufstellung zeigt aber, dass Börsencrashs keine Ausnahme sind.

Börsencrash: Wer dabei bleibt, gewinnt

Alle Crashs haben eines gemeinsam: Wer sich durch die Kursverluste nicht entmutigen ließ, gehörte mittel- und langfristig zu den Gewinnern.

Voraussetzung war natürlich, dass das Depot sicher aufgestellt gewesen ist und dadurch keine Einbußen verbuchen musste, die das Aus bedeuteten.

Die Crashs von 1636 bis 2015

Börsencrash 1636: Tulpenkrise

Spekulationen mit Papieren für den Kauf und Verkauf von Tulpenzwiebeln trieben die Tulpenpreise in absurde Höhen. Der Crash war die logische Folge.

Börsencrash 1720: Südseeblase

Im 18. Jahrhundert brachte der Handel mit exotischen „Produkten“, wie Rohstoffe und Sklaven (diese wurden im 18. Jahrhundert als „Produkte“ gehandelt), exorbitante Gewinne.

Davon profitierten entsprechende Handelsgesellschaften. So explodierte der Aktienkurs der Handelsgesellschaft South Sea Company von 120 auf 950 Pfund.

Auslöser des damaligen Börsencrashs: Die South Sea Company hatte nicht genügend liquide Mittel, um fällige Dividenden zu bezahlen.


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Das sprach sich schnell herum. Die Papiere wurden bestens verkauft. Andere Aktien wurden in den Strudel gerissen. Der Börsencrash war da.

Börsencrash 1720: Mississippi Company

Parallel zur Südseeblase entwickelte sich der Crash der Mississippi Company. Auch dieses Unternehmen war unterkapitalisiert.

Das Eigenkapital stammte zum großen Teil aus abgewerteten Staatsanleihen. Die vorherige Kursrally endete zeitgleich mit der Südseeblase in einem Crash.

Börsencrash 1882: Zusammenbruch der Pariser Börse

Ende des 19. Jahrhunderts expandierte die Eisenbahn in die Balkanstaaten. Finanziert wurde das Projekt durch französische Banken. Die Pariser Börse feierte. Machbarkeit und Finanzierbarkeit wurden allerdings nicht hinterfragt.

Es stellte sich heraus, dass die Bahngesellschaften die Expansion nicht finanzieren konnten. Die Kurse fielen bis hin zum Börsencrash.

Börsencrash 1907: Der Kupferskandal

Der sogenannte Kupferskandal basierte u. a. auf riskanten Geschäften der Banken mit Edelmetallen.

Anfang 1907 verlor der Dow Jones 10%. Im August desselben Jahres verlor er weitere 8% und nochmals jeweils 11% im Oktober und November 1907.

Börsencrash 1929: Schwarzer Freitag

Am 25. Oktober 1929 platzte an der Wall Street eine gewaltige Spekulationsblase.

Börsencrash 1973: Ölkrise

Damals sprang der Rohölpreis von unter 4 USD auf etwa 10 USD je Barrel. Der Ölschock führte zu enormen Kursverlusten an den Aktienmärkten.

Börsencrash 1987: Schwarzer Montag

Die Psychologie spielte eine wichtige Rolle. Es war die Angst vor einer Weltwirtschaftskrise, die den Dow Jones am 19.10.1987 etwa 23% nach unten trieb. Da es ein Montag war, spricht man heute vom „schwarzen Montag“.

Börsencrash 1998: Asienkrise

Diese Krise startete in Asien. Danach verlor der russische Aktienmarkt rund 80%. Dieser Crash führte zur Insolvenz des US-Hedge-Fonds LTCM.

Börsencrash ab 2000: Platzen der Dotcom-Blase:

Im Jahr 2000 platzte die Internetblase (Dotcom-Blase). Die Börsen verloren dramatisch. Die Terroranschläge vom 11.09.2001 u. a. auf das World Trade Center verstärkten den Crash noch zusätzlich.

Börsencrash 2008 bis 2009:

2008 eskalierte die Banken- und Finanzkrise. Riskante Geschäfte der Banken waren der Auslöser für diesen Börsencrash.

Börsencrash 2011:

Erst waren es Banken, dann Finanzmärkte, dann ganze Staaten, die fielen. Der im Jahr 2008 gestartete Crash drohte erneut zu eskalieren. Der DAX verlor rund 1/3 seines Wertes.

Kursrücksetzer 2014 und 2015:

Der Vollständigkeit halber nenne ich die deutlichen Kursrücksetzer vom Oktober 2014 und die im Jahr 2015. Beide Korrekturen bewerte ich jedoch nicht als Crash.

Sie müssen jederzeit auf einen Crash vorbereitet sein

Diese Aufstellung zeigt: Börsencrashs sind nichts Besonderes. Sie gehören zur Börse dazu.

Entsprechend wichtig ist es, dass Sie Ihr Depot jederzeit so aufstellen, dass ein Crash kein zu großes Verlustrisiko beinhaltet. Idealerweise bietet er Ihnen sogar eine Gewinn-Chance.

Mein Tipp: Vergessen Sie alle Finanzprodukte der Banken! Denn diese sind im Crash nicht völlig sicher. Investieren Sie immer in die bankenunabhängigen Call- und Put-Optionen!

Damit sind Sie gut abgesichert und erzielen in jeder Marktlage – auch beim Börsencrash – Gewinne.

1. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.