Die Krise an den Finanzmärkten hat auch ETF-börsengehandelte Fonds erfasst.
2011 ist der Zufluss stark gesunken. Dies ist die Bilanz der Branche selbst. Denn:
10% vom gesamten Marktvolumen sind zwar in die börsengehandelten Fonds geflossen. Aber: das Wachstum sieht schlechter aus. So sind die Zuflüsse gegenüber dem vergangenen abgerechneten Jahr 2010 für Europa um 40% gesunken. Dazu meldet die Branche noch einen marktbedingten Werteinbruch.
ETF - Markt gesunken
Effekt ist damit der Markt für ETF börsengehandelte Fonds gesunken. Unter "normalen Bedingungen", so ein Branchensprecher, wäre das Wachstum auch 2011 mit 20% b is 30% weiter gegangen. Schuld am fehlenden Wachstum seien die Aktienmärkte.
Mit 2008 möchte die Branche die Situation nicht vergleichen. Damals ging es "nur" um die Lehman-Krise und daher das Misstrauen vor allem gegenüber Zertifikate-Anbietern. Diese emittieren Schuldverschreibungen, die kein eigenständiges Sondervermögen bilden.
Insgesamt ist die Branche daher "noch" zufrieden. Sie glaubt auch für die künftigen Monate noch an eine Fortsetzung der Euro-Krise. Die Volatilität (Schwankungsbreite) wird demnach noch hoch bleiben. Die eigenen Produkte jedoch seien gut und sicher.
Fonds sind handelbar
Wichtig für Investoren: die ETFs sind und seien immer noch liquide. Damit können Sie als Investor jederzeit wieder verkaufen, wenn Sie aussteigen wollen. Zudem - dies allerdings ist das im Ganzen schwierig prüfbare Statement der Branche selbst - seien die Performance-Versprechen erfüllt.
Die Fonds bilden den Index ohne so genannten "Tracking Error" ab. Dies wäre eine Verzerrung gegenüber dem zugrunde liegenden Index wie etwa dem Dax.
Beachtenswert in der Gesamtstatistik: anders als allgemein erwartet zählen die "Swap-Fonds" nicht zu den Verlierern. Umgekehrt haben die "replizierenden" Fonds nicht sonderlich gewonnen. Beide Fondskategorien sind schnell erklärt: Swap-Fonds bilden nicht den Index ab, sondern behelfen sich mit anderen Wertpapieren.
Replizierende Fonds hingegen bilden den tatsächlichen Index ab, indem Sie beispielsweise die entsprechenden Aktien aufkaufen. Zwischenzeitlich hatten die Märkte Angst vor den Swap-Fonds registriert. Dies jedoch war von vornherein falsch.
Wichtig: "richtige" Indizes
Positiv formuliert bleiben ETFs eine sinnvolle Investition. Die Bedingungen dafür:
- Halten Sie sich an "richtige" Indizes wie den Dax. ETFs sind keine klassischen Indexfonds, wie es oft in den Medien dargestellt wird. Vielmehr gibt es Indexfonds, die zusätzlich börsenhandelbar = ETFs sind.
- Suchen Sie kostengünstige ETFs - über entsprechende Kursportale.
- Je einfacher ein ETF, desto besser - passiv gemanagte Fonds (auf die üblichen Indizes) erzielen fast immer höhere Gewinne als aktiv gemanagte Fonds, die eine Strategie verfolgen.
GeVestor meint: Vielversprechend bleibt, wie in den vergangenen Wochen einige Male beschrieben, der Dax. Kaufen Sie im Zweifel einen Dax-ETF-Fonds als Sparplan und verteilen so die Einstiegsrisiken 2012.


