Geschlossene Fonds sind Unternehmensbeteiligungen wie Aktien, haben jedoch einen entscheidenden Nachteil: Die Fondsanteile werden an den Börsen kaum gehandelt.
Trotzdem sind die Geldanlagen unvermindert beliebt. Früher lockten vor allem steuerliche Vorteile.
Aktuell lockt vor allem die vermeintliche Sicherheit. Vorsicht: Geschlossene Fonds bleiben ein Risiko-Investment.
Börsenhandel: lau und teuer
Der Handel mit Anteilen geschlossener Fonds ist vor allem meist vergleichsweie lau. Ein Blick auf die Seite www.fondsboerse-hamburg.de zeigt, dass Sie diesen Markt mit Aktienbörsen nicht vergleichen können.
Dies ist nicht Schuld der Börse, sondern vielmehr ein Zeichen dafür, dass die Anteilseigner langfristig investieren wollen.
Andererseits bieten sich gerade die Fondsbörsen an, da Sie dort zur Zeit vergleichsweise kostengünstig handeln können. Die Gebühren auf der Plattform „www.zweitmarkt.de“ sind günstig.
Über 4.100 Fonds landen dort auf dem Parkett. Deshalb lohnt es sich, einen Blick auf die Gebührenstruktur dieser Börse zu werfen:
- Aktien kosten dort bei einem Ordervolumen in Höhe von 10.000 Euro 2,98 Euro, bei 1.000 Euro 1,55.
- Dies betrifft sowohl Aktien aus dem Dax als auch Aktien aus anderen Indizes.
- Anleihen-Orders kosten an der norddeutschen Börse 2,42 Euro je 1.000 Euro Ordervolumen, bei einem Volumen in Höhe von 10.000 Euro allerdings nur noch 10,48 Euro, also fast die Hälfte.
- Fonds kosten über die Börse in Hannover 15 Euro pro Order. Das aber heißt: Je höher die Investition, desto günstiger der Kauf. Ansonsten kosten die Fonds 2,42 Euro je Order bei einem Volumen von 1.000 Euro, 10,98 Euro bei 10.000 Umsatz.
- Optionsscheine sowie Zertifikate fallen exakt mit dieen Gebühren ins Gewicht.
Auch an Börsen wie in Stuttgart oder Düsseldorf sowie München können Sie Fonds handeln. Hamburg hat sich jedoch als Anbieter in diesem Segment sowohl bezogen auf das Angebot als auch für die Ausführungsqualität bewährt.
Beachten Sie auch: In Hamburg finden Sie zusätzlich eine Plattform für Mittelständler (Name: Mittelstandsbörse) als auch für Lebensversicherungs-Policen.
GeVestor meint: die Börse Hamburg ist speziell für Fonds attraktiv. Wenn Sie geschlossene Fonds handeln wollen, sehen Sie sich das Angebot der Norddeutschen an. Insgesamt jedoch ist der Markt schwierig.
Vor neuen Investitionen müssen wir zumindest warnen. Viele geschlossene Fonds auf einzelne Objekte haben in den vergangenen Jahren einfach Minus-Beträge erwirtschaft, für die Investoren als Mitunternehmer haften.
Eine Alternative dazu sind bei Immobilien beispielsweise Immobilien-Aktien oder auch offene Fonds.
Wer langfristig sicher in Sachwerte investieren möchte, wird bei Edelmetallen wie Gold oder Silber sowie unter den zahlreichen Einzelaktien die bessere Alternative finden.
Wir meinen: auch Minenwerte wie BHP Billiton zählen zu den Substanzwerten. Der Handel aber ist wesentlich attraktiver als mit geschlossenen Immobilienfonds, auch im Jahr 2012.


