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Mit dem Bullish-Percent-Index (BPI) das Börsenklima bestimmen: So geht’s auch

Wie können Sie mit Hilfe der Charttechnik den allgemeinen Markt-Trend bestimmen?

Im Jahr 2007 habe ich dazu ein Instrument entwickelt, mit dem ich an jedem Wochenende das Börsenklima analysiere: das Markt-Barometer.

Es ist exklusiv für die Leser und Probe-Abonnenten meines Börsendienstes „Momentum-Trader“.

Daher stelle ich Ihnen heute noch eine andere Möglichkeit vor, die Sie vielleicht noch nicht kennen.

Bullish-Percent-Index: Das etwas andere Markt-Barometer

Der Bullish-Percent-Index (BPI) stammt aus der Point&Figure-Charttechnik.

Bei einem traditionellen Chart wird die Kursentwicklung eines jeden Handelstages abgebildet.

In einem Point&Figure-Chart werden hingegen ausschließlich relevante Kursveränderungen eingetragen.

Das heißt: An Tagen, an denen es in einem Markt zu keinen nennenswerten Kursabweichungen kommt, sehen Sie im Point&Figure-Chart keine Veränderung.

Das irritiert viele Betrachter, weshalb sich die Point&Figure-Charttechnik – leider! – keiner großen Verbreitung erfreut.

Falls Sie mit Point&Figure vertraut sind, können Sie den nächsten Abschnitt überspringen. Darin fasse ich – wenngleich ganz rudimentär – die wichtigsten Elemente zum besseren Verständnis zusammen.


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Point&Figure-Schnellkurs

Point&Figure ist somit Kurs-Analyse in reinster Form.

Relevante Aufwärts-Bewegungen werden im Chart als „X“ eingetragen, relevante Abwärts-Bewegungen als „O“.

Dabei werden Richtungs-Änderungen des Kurses nur ausgeprägt, wenn die Kursänderung mehr als 3 X oder 3 O umfasst (3-Kästchen-Umkehr, 3-Box-Reversal).

Dadurch ergibt sich eine weitere Besonderheit bei Point&Figure: Die betrachteten Märkte befinden sich zu jeder Zeit entweder in einem Kauf- oder in einem Verkaufs-Signal.

Ein Kaufsignal entsteht immer dann, wenn eine vorhergehende X-Säule um mindestens 1 X überboten wird. Umgekehrt wird ein Verkaufs-Signal ausgeprägt, wenn eine vorhergehende O-Spalte um 1 O unterboten wird.

Aufgrund dieser Besonderheit lässt sich zu jeder Zeit feststellen, wie viele Aktien eines Index sich gerade in einem Kaufsignal (oder Verkaufs-Signal) befinden.

Für den Bullish-Percent-Index wird diese Zahl dann einfach in ein prozentuales Verhältnis zu allen im Index enthaltenen Aktien gesetzt.

Folglich schwankt der BPI zwischen 0% und 100%. Beim amerikanischen Index S&P 500 sieht das derzeit so aus:

Die 4 wichtigsten Marktzustände des Bullish-Percent-Index

Bullish-Percent-Index S&P 500-24-02-2016

Bullish-Percent-Index S&P 500: Marktzustand bestätigter Bullenmarkt (Quelle: stockcharts.com)

Der Bullish-Percent-Index kann insgesamt 6 Marktzustände annehmen. 2 davon entstehen nur in besonderen Marktlagen, daher beschränke ich mich hier auf die wichtigen 4:

  1. Status Bull Confirmed (bestätigter Bullenmarkt)
  2. Status Bull Correction (Bullenmarkt in Korrektur)
  3. Status Bear Confirmed (bestätigter Bärenmarkt)
  4. Status Bear Correction (Bärenmarkt in Korrektur)

Wie Sie sich denken können, ist der 1. Marktzustand der beste, Nr. 3 hingegen der schlechteste für uns Investoren. Bei den Varianten 2 und 4 gönnen sich Bullen bzw. Bären eine Atempause.

Fazit

Beim S&P 500 liegt also seit dem Erreichen von 42% ein Kaufsignal vor und entsprechend sprang der Marktzustand auf den Status Bull Confirmed (bestätigter Bullenmarkt). Somit herrscht aktuell für uns Investoren hier der bestmögliche Marktzustand.

Dies gilt übrigens auch für die NYSE und den Nasdaq 100. Lediglich der Nasdaq Composite steht noch auf „Bull-Alert“ (einer der beiden oben erwähnten Sonder-Zustände).

Aktuell notiert der Bullish-Percent-Index bei 51,2% (Stand: Februar 2016). Somit befinden sich etwas mehr als die Hälfte der im Index geführten Aktien in einem Kaufsignal.

Zum Abschluss noch eine Besonderheit: Da der Bullish-Percent-Index das Kaufsignal ausgebildet hat, nachdem er zuvor unter die 30%-Marke abgetaucht war, ist dieses Signal von besonders guter Qualität.

Den BPI können Sie übrigens unter stockcharts.com auch selbst beobachten. Stellen Sie dazu unter „Create a Chart“ P&F Chart ein. Bei Symbol tippen Sie „$BP“ ein: Nun werden Ihnen alle verfügbaren BPIs angezeigt.

24. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.