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Börsenmanipulation durch Twitter – was Anleger tun können

Soziale Medien haben inzwischen den Alltag erobert. Facebook zählt weltweit knapp 1,4 Milliarden Nutzer, der Kurznachrichtendienst Twitter meldete jüngst 288 Millionen aktive Nutzer. Es wird gepostet, getweetet und retweetet was das Zeug hält. Doch nicht immer sind die Nachrichten integer.

Einige Mitglieder nutzen soziale Netzwerke dazu, um bewusst falsche Informationen zu streuen, um zum Beispiel Börsenkurse zu beeinflussen. Börsenmanipulation durch Falschnachrichten sind nichts Neues, dies hat es in der Vergangenheit schon öfter gegeben, dabei wurden meist Penny-Stocks hochgejubelt.

Börsenmanipulation über Twitter – warum falsche Tweets so gefährlich sind

Börsenmanipulation über Twitter & Co ist hingegen neu. Damit erreichen derartige Manipulationen eine ganz neue Qualität, die den entsprechenden Aufsichtsbehörden überhaupt nicht gefallen dürfte.

Der Grund: Twitter versteht sich als weltweites Echtzeit-Informationsnetz. Ein Tweet verbreitet sich rasend schnell und erreicht deutlich mehr Menschen, als dies früher über kleine Internetforen der Fall war.


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Im Mai 2014 sorgte ein Tweet in der Börsengemeinde für Aufregung. Über den Twitter Account New York City @NewYorkCittyy wurde ein Tweet verbreitet, wonach Amazon.com angeblich vor der Übernahme des Schnäppchenportals Groupon steht. Von einem Kaufpreis von 7,0 Mrd. US-$ war die Rede, was den Groupon-Aktienkurs kurzfristig kräftig steigen ließ.

Das Problem: Der Twitter Account hatte zu diesem Zeitpunkt 85.000 Follower (Mitglieder, die dem Account folgen), wodurch sich das falsche Gerücht in Windeseile verbreitete und 65.000 Mal retweeted wurde.

Das soziale Netzwerk wirkte hier quasi als Verstärker einer wissentlich falsch platzierten Nachricht. Inzwischen wurde zwar der entsprechende Twitter Account gelöscht, doch der Schaden für die Anleger bleibt.

Falsche Accounts werden für Twitter zum Problem

Börsenmanipulation über Twitter ist das eine Problem, das andere Problem sind die zahlreichen Fake-Accounts (falsche Konten) auf der Plattform. Nur dadurch ist es überhaupt erst möglich, Falschnachrichten abzusetzen.

Twitter-Chef Dick Costolo hat inzwischen das Problem erkannt und versprochen, sich dem Thema ernsthafter zu widmen, nachdem man die Probleme lange Zeit unterschätzt hatte.

Für Anleger bleibt die Hoffnung, dass Twitter künftig sicherer werden wird, denn schließlich tummeln sich auf der Kurznachrichtenplattform auch viele Prominente und Börsenfachleute wie Dirk Müller (Mr. Dax) und Markus Koch (TV-Reporter).

Anleger sollten sich vor dubiosen Internetforen fernhalten

Um sich gegen die immer wieder gleiche Betrugsmasche zu wehren, sollten sich Anleger grundsätzlich von Aktienempfehlungen in dubiosen Internetforen fernhalten. Gleiches gilt für anonyme und scheinbar „sichere Aktientipps“ in sozialen Netzwerken, insbesondere wenn diese von nicht verifizierten Konten stammen.

Die offizielle Wirtschafts- und Tagespresse, Börsenverlage oder Börsenbriefe können hier eine bessere Hilfestellung für Anleger sein, wenn es um fundierte Wirtschafts- und Börseninformationen geht.

5. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands