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Börsenpsychologie: So vermeiden Sie die häufigsten Anlegerfehler

Angst und Gier sind an der Börse schlechte Berater.

Und so belegen auch zahlreiche Studien, dass emotionslose Anleger an der Börse mehr Erfolg haben.

Allerdings ist es gar nicht so einfach, Emotionen auszuschalten, wenn es um (viel) Geld geht.

7 Regeln gegen die psychologischen Fallen an der Börse

Doch es gibt gewisse Grundregeln, die Sie vor unüberlegten Handlungen schützen.

In diesem Beitrag gebe ich Ihnen 7 einfache Regeln zur Hand, mit denen Sie die psychologischen Fallen der Börse in Zukunft umschiffen und die Performance Ihrer Investments deutlich steigern können.

Regel 1: Scheuen Sie sich nicht davor, Verluste zu realisieren

Ganz oben auf der Liste der „Behavioral Finance“ (das Forschungsgebiet der verhaltensorientierten Finanzmarkt-Theorie) steht das Phänomen der Verlustaversion.

Viele Anleger können einfach nicht mit Verlusten umgehen. Sie wollen es daher nach Möglichkeit vermeiden, diese zu realisieren.

Die (falschen) Überlegungen dahinter: Erst realisierte Verluste sind wirkliche Verluste. Der Verkauf einer Verlustposition kommt dem Eingeständnis einer Niederlage gleich.

Solange die Aktie im Depot ist, können die Verluste wieder aufgeholt werden – die Hoffnung stirbt eben zuletzt.

Hier kommt dann häufig das Problem  der „selektiven Wahrnehmung“ hinzu: Schlechte Meldungen über die eigenen Aktien werden ausgeblendet, gute Meldungen überbewertet.

Das führt dazu, dass diese (zumeist schlechten) Aktien noch länger im Depot verbleiben und die Verluste oftmals noch größer werden.

Dafür gibt es ein einfaches Gegenmittel, aber es erfordert konsequentes Handeln: Die Rede ist von Stoppkursen.

Dabei legen Sie bei jeder Investition im Voraus fest, wie viel Sie maximal verlieren wollen und verkaufen die Position konsequent, wenn der jeweilige Kurs unterschritten wurde.


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So realisieren Sie zwar von Zeit zu Zeit Verluste, begrenzen dafür aber deren Höhe und somit deren Einfluss auf Ihr Gesamtdepot.

Regel 2: Vermeiden Sie Nachkäufe bei Kursverlusten

Die Angst vor Verlusten kann auch zu einem weiteren, sehr verbreiteten Fehler führen: dem Nachkauf  einer Aktie, um den Einstandskurs zu verbilligen (und so bei einem Kursanstieg schneller wieder in die Gewinnzone zu kommen).

Ein so grundlegender wie schwerwiegender Fehler: Statt sich von einer schwachen Aktie zu trennen, wird ihr Anteil am Depot sogar noch ausgebaut.

Auf diese Weise wird dem „schlechten Geld“ in vielen Fällen „gutes Geld“ hinterher geworfen. Denn oftmals führt die Idee der Einstandskurs-Verbilligung zu noch höheren Verlusten.

Auch hier ist der konsequente Einsatz von Stoppkursen zur Verlustbegrenzung statt Nachkäufen für Sie das geeignete Gegenmittel.

Regel 3: Realisieren Sie Ihre Gewinne nicht zu früh

Während Verluste zumeist zu spät realisiert werden, verkaufen viele Anleger Gewinn-Positionen zu früh. Hierbei handelt es sich ebenfalls um die bereits angesprochene Verlustaversion:

Das Gefühl des Gewinnens (bzw. die Angst davor, die Aktie könnte doch noch in die Verlustzone rutschen) ist in diesem Fall wichtiger als die Höhe des Kursgewinns.

Das Gegenmittel: Mit der alten Faustregel  „Gewinne laufen lassen“ fahren Sie in den meisten Fällen höhere Renditen ein.

Regel 4: Versuchen Sie niemals, erlittene Verluste  „mit Gewalt“ auszugleichen

Verluste gehören an der Börse einfach dazu. Darüber sollten Sie sich immer im Klaren sein und sich nicht übermäßig deswegen ärgern.

Denn so mancher Anleger hat nach erlittenen Verlusten das Bedürfnis, diese möglichst schnell wieder auszugleichen…

Die Gefahr ist dann sehr groß, dass Sie bei Ihren nächsten Investments ein zu hohes Risiko eingehen.

Wer sich als Anleger selber unter den Druck setzt, Verluste sofort wieder ausgleichen zu wollen, läuft Gefahr durch emotionales Verhalten sein Depot weiter in die Verlustzone zu manövrieren.

Tipp: Achten Sie nach Verlusten darauf, dass Sie Ihr Anlageverhalten nicht ändern. Weichen Sie nicht Ihre eigenen Regeln auf, um schnelle Gewinne zu machen. Verzichten Sie auch darauf, spekulativere Aktien zu kaufen, als Sie es gewohnt sind.

Regel 5: Streuen Sie Ihr Kapital

Risikostreuung („Diversifikation“)  ist an der Börse Trumpf.

Wer nur eine Aktie im Depot hat, geht ein hohes Risiko ein: Falls ausgerechnet dieses Unternehmen beispielsweise schlecht gemanagt wird, kann die Aktie selbst in einer guten Börsenphase Verluste erleiden.

Grundsätzlich fahren Sie daher immer besser, wenn Sie Ihr Kapital auf mehrere Aktien und andere Wertpapiere verteilen. Auf diese Weise mindern Sie den Einfluss einer einzelnen schwachen Aktie auf Ihr Depot und senken Ihr Risiko.

Mit einer Aufteilung Ihres Kapitals auf verschiedene Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Edelmetalle, Währungen) erzielen Sie darüber hinaus die beste Risikostreuung.

Außerdem sollten Sie  darauf achten, dass Sie in alle Einzelwerte in etwa dieselbe Summe investieren.

Eine Aktie (egal wie aussichtreich sie Ihnen erscheint) wesentlich höher als alle anderen zu gewichten, führt zu einem unnötigen „Klumpenrisiko“. Auch hier wäre der Einfluss einer einzelnen Position auf Ihr Gesamtdepot zu groß.

Regel 6: Kaufen Sie keine Aktien, nur weil sie tief gefallen sind

Besitzen Aktien, die tief gefallen sind, das meiste Kurspotenzial? – Ein beliebter Irrtum unerfahrener Anleger! Es spielt keine Rolle, ob eine Aktie schon einmal 100 € wert war, wenn der aktuelle Kurs bei 5 € liegt.

Der Aktienkurs spiegelt die Bewertung der aktuellen Unternehmens-Informationen durch die Marktteilnehmer wider. Wenn diese aktuell der Meinung sind, dass eine Aktie nur 5 € wert ist, hat das meist auch einen guten Grund.

An der Börse wird das laufende Geschäft und die Zukunftsperspektive eingepreist. Im Kurs sind also alle Informationen enthalten, die den Börsenprofis zur Verfügung stehen.

Wenn die Aktie auch nur eine kleine Chance hätte, 100 € wieder zu erreichen, dann wäre der Kurs heute schon höher. Daher sollten Sie sich niemals von optisch billigen Aktien zu einem Kauf verleiten lassen.

Regel 7: Stellen Sie sich nicht gegen den allgemeinen Trend

Eine gute Anlage-Idee braucht den richtigen Zeitpunkt. Wenn Sie entgegen dem allgemeinen Trend an der Börse handeln, werden Sie kurz- und mittelfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit Verluste einfahren.

Denn oftmals neigen die Aktienmärkte dazu, länger als es eigentlich angebracht wäre in eine Richtung zu tendieren (sowohl nach oben als auch nach unten).

Oftmals kommt es in diesen Phasen zu irrationalen Kursbewegungen, die auch für Börsenprofis nur sehr schwer prognostizierbar sind.

Aber selbst wenn Sie die Irrationalität der Kursbewegung erkennen, können Sie sich daran die Finger verbrennen. Denn: Wer zu früh auf einen Richtungswechsel setzt, mag zwar auf lange Sicht Recht behalten.

Wenn es endlich zur erwarteten Trendwende kommt, müssen Sie dann aber erst einmal hohe Verluste wieder aufholen. Daher ist es besser, mit einem Investment abzuwarten und dann bei „null“ zu starten.

21. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.