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Börsenweisheiten – was dahinter steckt

Über die Jahre haben sich viele Börsenweisheiten etabliert.

Doch wie viel Wahrheit steckt tatsächlich hinter den geflügelten Börsensprichwörtern?

Börsenweisheiten Beispiele: Sell in May and go away

Eine der wohl bekanntesten Börsenweisheit ist „Sell in May and go away“. Die Börsenweisheit rät Anlegern, im Mai Aktien zu verkaufen und dann erst später im Herbst wieder auf den Markt zurückzukehren.

Vielfach ist diese Regel in den vergangenen Jahrzehnten analysiert worden, ohne eindeutiges Ergebnis.

Mehr dazu: Börsentipp Nummer eins: Zyklische Investments?

Der Hintergrund der Weisheit: Es wird angenommen, dass die Sommermonate im Allgemeinen nicht allzu geschäftsträchtig sind. Urlaub und Betriebsferien lassen bei Firmen im Juli und August oft Ruhe einkehren.

Zwar lagen die meisten Indizes in den vergangenen Jahren im Sommer öfter im Minus als im Plus, doch eine klare Tendenz lässt sich davon nicht ableiten. Vielmehr richten sich die Aktienkurse gerade nicht nach dem Kalender.

Fazit: Sell in May and go away kann zwar im Einzelfall richtig sein, muss aber keinesfalls immer stimmen.

Sell on good news

„Sell on good news“ ist eine weitere Börsenweisheit aus den USA. Damit wird dem Anleger suggeriert, seine Wertpapiere zu verkaufen, wenn gerade gute Nachrichten eintreffen.


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Der Hintergrund dieser Börsenweisheit ist der, dass durch eine positive Nachricht bereits sehr viel Kursfantasie in der Aktie eingepreist ist. Bei guten Nachrichten greifen viele Investoren und Anleger zu und der Kurs der Aktie steigt.

Doch wann ist eine Nachricht gut oder schlecht, lässt sich im Einzelfall nur schwer bestimmen. Zudem kann die positive Nachricht eine Wende (Turnaround) bedeuten, der Anleger verpasst bei einem Verkauf dann den gesamten Aufschwung.

Fazit: Ist die Aktie sehr stark gelaufen und sind wichtige Kursmarken erreicht, raten selbst Profis zu Gewinnmitnahmen. Jedoch sollte der Anleger nicht gleich bei der ersten positiven Nachricht seine Wertpapiere über Bord werfen.

Never catch a falling knife

„Never catch a falling knife“ heißt übersetzt: Greife nie in ein fallendes Messer. Damit ist gemeint, dass der Anleger nicht blindlings kaufen soll, wenn sich eine Aktie gerade im freien Fall befindet.

Vielmehr sollte der Anleger eine Bodenbildung abwarten. Das Problem bei dieser Börsenweisheit: Man weiß nie, wann der Abwärtstrend zu Ende geht. Der Einstieg wird dann oft verpasst und der Anleger hat das Nachsehen.

Häufiges hin und her macht die Taschen leer

Dieser Börsenweisheit lässt sich tatsächlich etwas Positives abgewinnen. Sie gilt als eine der wenigen Börsenweisheiten, die weitgehend unumstritten ist.

Der Grund: Häufiges Umschichten des Depots nach der jagt nach einer höheren Rendite macht vor allem die Bank oder den Online-Broker reich, nicht aber unbedingt den Anleger.

Dieser muss bei jeder Transaktion satte Gebühren und unter Umständen Steuern zahlen.

Aktien kaufen und liegen lassen

Die Börsenweisheit beruht auf einem Zitat von Börsenaltmeister André Kostolany: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an“, riet einst der viel beachtete Börsenexperte.

Aufgrund der schnellen Bewegungen an den Finanzmärkten scheint die Börsenweisheit heute nicht mehr zeitgemäß.

Dennoch ist die Regel heute vielfach immer noch gültig, vor allem wenn sich der Anleger für Qualitätsaktien entscheidet und diese jahrelang behält.

Mehr dazu: Qualitätsaktien: Erfolg durch starke Papiere

Fazit: Einige Börsenweisheiten entpuppen sich bei genauerem Hinsehen als nicht belastbar, der Wahrheitsgehalt ist oft fragwürdig.

Dennoch gibt es aber einige Hinweise, die der Anleger unabhängig davon beachten sollte. Grundsätzlich sollte der Anleger beispielsweise nur mit frei verfügbarem Geld spekulieren, nie auf Kredit.

Mehr dazu: Spekulieren Sie nie auf Kredit

Im Zweifelsfall gilt außerdem: Wenn Sie sich nicht sicher sind, draußen bleiben.

Damit ist gemeint, dass der Anleger im Vorfeld genau prüfen sollte, welche Risken das Investment birgt und ob diese finanziell verkraftbar sind. Denn höhere Renditen bedeuten in der Regel auch immer höhere Risiken.

10. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands