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Bohrtechnik: Der Schwächere gibt nach

Die Exploration, also das Erkunden neuer Lagerstätten, ist ein ebenso riskantes wie teures Geschäft.

Riskant, denn nicht jede Erkundung führt zu einer wirtschaftlich abbaubaren Ressource, und teuer, weil vor allem die Kosten für das Bohren schnell ins Geld gehen.

Als Faustregel gilt: Je tiefer man bohrt und je härter das Gestein ist, desto teurer fällt am Ende die Rechnung aus.

Wenn Sie jetzt bedenken, dass in Zukunft immer tiefer gebohrt werden muss, weil die oberflächennahen Lagerstätten weitgehend erkundet sind, dann wird schnell deutlich, welche Kostenwelle hier wohl möglich auf die Branche zuschwappt.

Im Prinzip unterscheidet sich das geologische Bohren kaum vom Bohren des Handwerkers in den eigenen vier Wänden. Ein möglichst harter Bohrkopf dreht sich in schneller Folge über einer Oberfläche.

Er kratzt und reißt sie auf und dringt damit immer tiefer in das Material ein. Dabei entsteht durch die Reibung Wärme.


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Wenn das zu bohrende Material besonders hart ist, entsteht besonders viel Wärme und der Bohrkopf kommt nur langsam voran. Auch dieses Phänomen kennen Sie vermutlich von Ihrer häuslichen Bohrmaschine.

Moderne Bohrköpfe werden deshalb mit Diamanten besetzt, denn der Diamant ist eines der härtesten Materialien.

Bohrtechnik: Wenn selbst Diamantbohrer schwach werden

Diamanten haben allerdings die für das Bohren unangenehme Eigenschaft, nicht hitzebeständig zu sein. Unter Hitze wandelt der Kohlenstoff seine Gitterstruktur, sodass aus dem besonders harten Diamanten die relativ weiche Kohle wird.

Hinzu kommen die hohen Kräfte, denen das Material bei den Drehbewegungen ausgesetzt ist.

All das führt dazu, dass auch der härteste Diamantbohrer früher oder später an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gelangt und ausgetauscht werden muss.

Die Lebensdauer eines Bohrmeißels hängt neben seiner eigenen Güte natürlich besonders von der Frage ab, wo er eingesetzt wird.

Muss etwa bei Tiefenbohrungen besonders hartes Gestein durchbohrt werden, kann es leicht passieren, dass selbst ein Diamantbohrkopf bereits nach rund 60 Metern ausgetauscht werden muss.

Pro Bohrloch werden je nach Härte des Gesteins also leicht 5 bis 10 Bohrköpfe verschlissen, ehe die endgültige Tiefe erreicht wird.

Auch die Geschwindigkeit des Bohrmeißels ist mit 3 Metern pro Stunde in Granitgestein nicht besonders hoch.

Zudem finden konventionelle Bohrgeräte in Abhängigkeit vom Gestein meist schon in Tiefen von 2.000 bis 3.000 Metern ihren Meister. Viele Bohrprogramme erfordern aber Bohrungen jenseits dieser Tiefen.

Und spätestens jetzt wird klar, warum Bohrungen einerseits für die explorierenden Unternehmen ein so teures Vergnügen sind und die Branche auf der anderen Seite mit Nachdruck an einer Verbesserung der eingesetzten Bohrtechnik arbeitet.

Eine revolutionäre Bohrtechnik will jetzt die Firma Potter Drilling aus dem kalifornischen Redwood City auf den Markt bringen.

14. April 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.