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Bonität eines Unternehmens: Besonders wichtig in Krisenzeiten

Die Bonität deutscher Unternehmen hat in den vergangenen Jahren stark unter der schwierigen Konjunkturlage gelitten und damit Finanzierungsengpässe noch verschärft.

Darum ist es insbesondere für Unternehmen wichtig, vor einer größeren Transaktion zu prüfen, ob der Vertragspartner über eine ausreichende Bonität verfügt.

So kann man mit einiger Gewissheit feststellen, ob die bestellten Lieferungen oder Dienstleistungen in einem angemessenen Zeitraum bezahlt werden kann.

Bonitätsprüfung bei Unternehmen

Informationen über die Bonität eines Unternehmens lassen sich heute in vielerlei Hinsicht abfragen.

Erste Informationen über ein Unternehmen sind im Handelsregister (Deutschland) oder im Firmenbuch (Österreich) zu finden. Beide sind öffentlich zugänglich.

Schnelle Ergebnisse lassen sich auch durch eine einfache Recherche im Internet erzielen. Kundenbeschwerden in Internetforen über nicht bezahlte Rechnungen oder andere negative Kritiken, sollten den Vertragspartner aufhorchen lassen.


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Hat das Unternehmen auf seiner Webseite eine Referenzliste von Kunden, kann es sich auch lohnen, entsprechende Kunden zu kontaktieren und nachzufragen.

Wirtschaftsauskunft oder Schufa erteilen Auskünfte

Über eine Wirtschaftsauskunft kann der Vertragspartner beispielsweise Informationen über die Finanzlage des Unternehmens samt Bonitätsindex, das Zahlungsverhalten oder den Höchstkredit erhalten.

Auch Informationen über die Geschäftstätigkeit, Niederlassungen, Beteiligungen, Immobilien, Bankverbindungen sowie Geschäftszahlen und aktuelle Bilanzen lassen sich über die Wirtschaftsauskunft erfragen.

Weitere Auskunftsdienste wie creditpass, die KSV oder die Schufa erteilen ebenfalls Auskünfte wie die Finanzlage im Unternehmen tatsächlich ist. Diese Auskunftsdienste sind zwar vergleichsweise teuer, bieten aber oft die qualitativ hochwertigsten Informationen.

Bonitätskriterien

Bei der Bewertung der Bonität eines Unternehmens spielen vor allem Bilanzkennziffern eine große Rolle.

Neben dem Jahresabschluss sind für den Prüfer unter anderem die Eigenkapitalquote, die verfügbaren Barreserven, sowie der freie und operative Cashflow und natürlich die Gewinn- oder Verlustentwicklung interessant.

Auch die Qualität des Managements sowie Investitionsvorhaben oder die aktuelle Vermögens- und Schuldensituation spielen eine wichtige Rolle.

Bonitätseinstufung bei Unternehmen

In der Praxis wird die Bonität eines Unternehmens in Scores oder Ratings gemessen. Dieses Rating kann zwischen „sehr guter Bonität“ bis „gerade noch vertretbarer Bonität“ schwanken und wird in der Regel von Ratingagenturen ermittelt.

Eine Bonität ist gegeben, wenn das Unternehmen bzw. der Schuldner ein Rating erhält, das im Rahmen des „Investment Grade“ liegt.

Auswirkungen der Bonitätseinstufung

Natürlich empfiehlt sich bei bonitätsschwachen Unternehmen eine genaue Prüfung der Geschäftskonditionen. Insgesamt hat die Bonitätseinstufung das Ziel, das Kreditrisiko des Schuldners mittels einer Ratingnote festzulegen.

Für das betroffene Unternehmen haben Bonitätsverschlechterungen oft höhere Refinanzierungskosten zur Folge, da der Kreditzins eine bonitätsabhängige Risikoprämie beinhaltet.

Bei einer guten Bonität eines Unternehmens ist der Kreditzins der Regel niedriger als bei einer schlechten Bonität. Umgekehrt zahlen Unternehmen mit einer schlechten Bonität höhere Zinsen.

Mehr zum Thema: Anleihen: Rating ein wichtiger Indikator für Bonität

12. Februar 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.