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Boom-Branchen: Aktien dieser Branchen bieten großes Potenzial

Aktien gehören langfristig zur besten Vermögensvorsorge. Für Stabilität im Portfolio sorgen etablierte große Unternehmen, die konjunkturunabhängig zuverlässige Renditen und Dividenden liefern. Daneben braucht es allerdings noch ein paar Booster – am besten aus Boom-Branchen, also Aktien im Aufwind.

Boom-Branchen – nachhaltig erfolgreiche Aktien finden

Doch davon gibt es etliche. Die zentrale Frage: Wie nachhaltig oder kurzlebig ist eine Boom-Branche? Aktien sind schließlich nicht für jeden ein Kurzfristinvestment, zumal Kauf und Verkauf mit Kosten verbunden sind. Zur Boom-Branche wird vieles erkoren, was aktuell einen Aufwärtstrend erlebt – selbst, wenn dieser nur kurzfristiger Natur ist.

Zum Beispiel stehen derzeit Immobilien hoch im Kurs. Doch hier gilt es aufzupassen, denn der Markt ist weniger geradlinig als verbreitetet angenommen. Abgesehen von drohenden Blasen hängt vieles vom Standort ab oder von der Unterscherscheidung zwischen Gewerbe- und Wohnimmobilien.

Bei Letzteren lockt beispielsweise die Aktie von Vonovia. Das Wohnungsunternehmen verzeichnet ernorme Zugewinne und plant Übernahmen im größeren Stil. Doch Experten warnen vor Euphorie und Überhitzung. Auch wachsen die Einkommen nicht mit dem Mietanstieg, und die Bauunternehmen kommen kaum hinterher.


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Risiken einkalkulieren

Wer langfristig plant, sollte auch bedenken, dass die strukturelle Neuausrichtung, von der einige Boom-Branchen leben, schon bald zur Normalität wird die Kurse drücken kann, so zum Beispiel im Fall der Erneuerbaren Energien. Hier sind bereits in der Vergangenheit viele Anbieter gescheitert, Stichwort Windparks und Solarenergie.

Auch die Elektromobilität hat ihre Tücken. So ziemlich jeder Autobauer hat seine eigenen Pläne. Wie gut sich etwa Tesla im Wettlauf der Systeme halten wird, ist alles andere als ausgemacht. Einfach nur Elektro ist eben nicht alles.

Unabkömmlich: Bauunternehmen und Zulieferer

Spannender sind diejenigen, die neue Entwicklungen und einen Boom erst ermöglichen. Beim derzeit fieberhaften Wohnungs- und Häuserbau sind es die Bauunternehmen und deren Zulieferer. Der Bauchemiehersteller Uzin Utz etwa bescherte seinen Aktionären in den letzten fünf Jahren ein Plus von 183%. Der Ulmer Spezialist sieht bis 2020 Umsatzzuwächse von über 60%. Ähnlich sieht es beim weltweit tätigen Sanitätsausrüster Gerberit oder dem Dämmstoffproduzenten Steico aus.

Unter den großen Bauunternehmen konnte Hochtief besonders zulegen. Die letzten fünf Jahre brachten ein Plus von 246%. Auch für andere wie HeidelbergCement sieht die nahe Zukunft gut aus. Die geplanten Investitionen ins deutsche Verkehrsnetz tragen dazu bei.

Komponenten für Elektromobilität und digitalen Wandel

Genauso lohnt sich in Sachen Elektrofahrzeuge ein Blick auf die Akteure im Hintergrund. So gehört Albemarle zu den großen Lithiumbetreibern – ohne Lithium keine Batterie. ENEL wiederum produziert Energiespeicher und Schneider oder General Electric Ladestationen.

Das alles funktioniert zudem nur mit speziellen Halbleitern, ohne die die zunehmende Automatisierung von Fahrzeugen nicht möglich ist. Hier hat sich gerade Infineon unter den Chip-Herstellern als unverzichtbarer Anbieter positioniert. Der Münchner Konzern ist zugleich Wegbereiter für die digitale Zukunft, Stichwort Industrie 4.0. Auch hier gilt: der Boom mag sich über den Wandel definieren, doch auf Dauer ist er auf die richtigen Komponenten angewiesen.

Pharma- und Biotech-Spezialisten unverzichtbar

Etwas anders ist die Dynamik im Bereich Medizin, wo bestimmte Erkrankungen den Takt vorgeben. Diabetes etwa breitet sich weltweit aus und die Gentherapie öffnet völlig neue Möglichkeiten bei Krebs und anderen Krankheiten. Innovative Pharma- und Biotechunternehmen wie Novo Nordisk, Sanofi, Celgene, Amgen oder Biogen Idec gehören zu einer Branche, die schon lange und auch künftig boomt.

Welch enormes Potenzial sich hier verbirgt, zeigt unter anderem das zunehmende Engagement von IT-Firmen wie Google mit seinem Life Science-Ableger: Medizin und Software wachsen rasant zusammen. Von der Boom-Branche kann man anstatt mit Einzelaktien über eine ganze Reihe von ETFs profitieren.

Boom-Branchen sollten also zuverlässig und nachhaltig sein. Bei aktuellen Moden ist eher Vorsicht angesagt. Ein Beispiel: Cannabis. Dessen Freigabe in den USA versetzt viele Anleger in einen Rausch. Sogar einen eigenen Index gibt es, den MJIC mit Unternehmen rund ums Thema Marihuana. Doch der ganze Markt steckt in den Kinderschuhen und ist noch vielen Unwägbarkeiten ausgesetzt.

20. Dezember 2016

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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