Die Weltwirtschaft ist für das Jahr 2012 laut aktuellen Daten noch immer intakt.
Der BDI, Verband der deutschen Industrie, erwartet für 2012 etwa 3% Wachstum.
Auch weitere Daten signalisieren, dass die große Krise für den deutschen Außenhandel im kommenden Jahr ausbleiben wird. Damit eröffnen sich Rendite-Chancen mit exportstarken Aktien, auf die Sie 2012 ein besonderes Hauptaugenmerk legen können. Vor allem die Unternehmen sollten profitieren, die nicht nur in Europa absetzen.
Zahlen zeigen: Export war und ist gut
Die Unkenrufe zum Export treffen nicht ins Schwarze. Wie in den vergangenen Jahren bereits ist die Exportwirtschaft in Deutschland zuletzt noch gut gewesen. Der BDI hat beeindruckende Zahlen vorgelegt, die insbesondere auf eine starke Nachfrage aus den sogenannten Schwellenländern zurückgehen.
Brasilien und China haben seit 2009 ihren Anteil am Exportgeschäft der deutschen wirtschaft stark erhöht. Dies ist auch für Investoren eine gute Nachricht, denn: die Kontrolle deutscher Exporteure ist wesentlich einfacher als Investments in den Schwellenländern selbst.
Konkret: Besser ist es, in Deutschland in größere Unternehmen zu investieren als in chinesische Einzeltitel, deren Bilanzstruktur von Europa aus kaum zu beurteilen ist. Aus Investorensicht sind starke Exporte in die "BRIC"-Staaten daher positiv.
USA fragt auch nach
Auch in den USA ist die Nachfrage nach deutschen Exportgütern zuletzt wieder gestiegen. Für 2012 erwarten die Exportunternehmen laut BDI eine noch stärkere Nachfrage. Denn:
Die Wirtschaft in den USA wird anziehen. Das Niveau aus der ersten Dekade dieses Jahrhunderts werden die Amerikaner nicht erreichen, aber deutlich stärker wachsen als befürchten.
Als gewohnt konsumbereite Nation mit einem Anteil von etwa 25% am Weltmarkt ist dies eine positive Nachricht für die Exportunternehmen aus Deutschland. Rechnen Sie vor allem mit einer Fortsetzung dieser Tendenz, solange die Zinsen - auch in den USA - noch niedrig sind.
EU ist der Haken der Geschichte
Dennoch bleiben auch für 2012 Risiken. Die Wirtschaft innerhalb der EU wird schwächer. Denn die derzeit diskutierten Sparvorhaben lassen in einigen Ländern eine Rezession befürchten.
Frankreich wird eine schwache Wirtschaft haben, Großbritannien meldet jetzt bereits die Sorge vor der Inflation, Italien und Griechenland werden Probleme bekommen, die schon bekannt sind. Aber das Gesamtbild bleibt intakt:
- Der Anteil Deutschlands am Weltmarkt stieg zuletzt von 8,3% auf 8,5%.
- 2010 waren die Exporte in Deutschland um 18% angestiegen.
- 2011 werden immer noch 10% mehr Exporte Deutschlands Bilanz aufbessern, so der BDI.
- 3% Wachstum reichen, um der Exportwirtschaft zu helfen.
GeVestor meint: die Exportindustrie im Dax oder MDax sollte von dieser Entwicklung profitieren. Dies sind Unternehmen wie Siemens oder Maschinenbauer wie Salzgitter. Auch die mittelständische Industrie profitiert bereits:
Unternehmen wie die schwäbische "Hermle" haben gute Geschäftsaussichten angekündigt. Für Sie ergeben sich lukrative Chancen 2012 in der deutschen Exportindustrie.


