MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Break Even Point-Analyse: So ermitteln Sie die Gewinnschwelle

Der Break Even Point ist der Punkt, an dem Kosten und Einnahmen sich ausgleichen. Mit der Break Even Point-Analyse wird dieser Punkt ermittelt und festgestellt, ab wann Gewinne geschrieben werden.

Ziel der Break Even Point-Analyse

Mit der Break Even Point-Analyse soll ermittelt werden, wann für ein Produkt die Gewinnschwelle erreicht wird.

Dies ist wichtig, um zum Beispiel bei der Markteinführung neuer Produkte die Mindestabsatzmengen zu planen und genügend Ressourcen dafür bereitzustellen.

Auch bei vorhandenen Produkten hilft die Kenntnis des Break Even Points, verschiedene Produkte miteinander zu vergleichen und ihre Rentabilität zu bewerten.

Die Break Even Point-Analyse ist außerdem eine der Grundlagen, um eine Portfolioanalyse für alle Produkte eines Unternehmens zu erstellen, die Stärken und Schwächen der verschiedenen Unternehmensbereiche identifiziert.

Voraussetzungen zum Erstellen einer Break Even Point-Analyse

Es sind einige Daten notwendig, um eine Break Even Point-Analyse durchzuführen. Hilfreich ist es, wenn der Deckungsbeitrag einzelner Produkte schon vorher berechnet wurde. Falls nicht, so ist die Ermittlung des Deckungsbeitrags ein Teil der Break Even Point-Analyse.

Dafür müssen die gesamten Kosten des zu betrachtenden Produktes bekannt sein. Das heißt, die Fixkosten (anteilig für das jeweilige Produkt) und die variablen Kosten. Den Kosten werden dann die Erlöse gegenübergestellt, um den Break Even Point festzustellen.

Rechnerischer Ansatz

Beim rechnerischen Ansatz zum Erstellen einer Break Even Point-Analyse wird die Tatsache, dass der Break Even Point eine Nullstelle ist, ausgenutzt. Da sich im Break Even Point Kosten und Erlöse aufheben, ist der Gewinn in diesem Punkt gleich Null.

Wird der Gewinn nun nach Kosten und Erlösen aufgelöst, ergibt sich die Formel, mit der die Stückzahl für die Erreichung des Break Even Points (Gewinnschwelle) ermittelt wird.

Formel  

Den Break Even Point berechnen

?
Diese Formel bestimmt die Stückzahl bei der der Break Even Point erreicht ist. In diesem Punkt heben sich die Kosten und Verkaufserlöse auf. Dadurch sind die Kosten gedeckt und mit jedem weiteren verkauften Stück eines Produktes wird ein Gewinn erzielt.
$$\bo\text"Benötigte Absatzmenge"↙\text"(für Break Even Point)" = \text"gesamte Fixkosten" / \text"(Preis je Stück - variable Stückkosten)"$$
Ergebnis berechnen

Die Formel, die in der Break Even Point-Analyse angewandt wird, ist im Grunde sehr einfach. Selbstverständlich gewinnt das Ganze ein wenig an Volumen, wenn mehr als ein Produkt in die Analyse einfließen soll.

Wie die Formel in der Praxis eingesetzt werden kann, lässt sich am besten anhand eines Beispiel einfach erklären.

Break Even Point-Analyse im Diagramm dargestellt

Für die Präsentation und für Informationsbroschüren lässt sich die Break Even Point-Analyse auch grafisch darstellen.

Dies bietet einen schnellen und einfachen Überblick, der gerade für den Vergleich verschiedener Produkte bestens geeignet ist.

Break Even Point Diagramm 3 by Rüdiger DalchowWichtig hierbei ist, dass die variablen Kosten auch in der grafischen Darstellung des Break Even Points auf die Fixkosten aufgeschlagen werden und nicht etwa im Nullpunkt starten.

Break Even Point-Analyse unerlässlich für jedes Unternehmen

Egal, ob nun grafisch im Diagramm dargestellt oder rechnerisch ermittelt, die Break Even Point-Analyse ist eines der wichtigen Basiselemente für jedes Unternehmen.

Die Unternehmensgröße spielt dabei keine Rolle. Bei größeren Unternehmen mit vielen Produkten und Geschäftsfeldern wird die Rechnung jedoch etwas komplizierter. Das Wissen, wann alle Kosten gedeckt sind und ab welchem Punkt Gewinne geschrieben werden, ist elementar, um im Markt bestehen zu können.

24. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.