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Britisches Pfund – das Vertrauen wird immer geringer

Großbritannien – das Vereinigte Königreich –  hat seinen Ruf als sicherer Hafen in Europa verloren, als es Ende Februar 2013 von der Ratingagentur Moody’s herabgestuft wurde. Das führte zu einer Vertrauenskrise – auch für das britische Pfund.

Ende Februar 2013 wurde bekannt gegeben: Großbritannien verliert seine Toppnote. Die Ratingagentur Moody’s setzte das Königreich von der Bestnote „Aaa“ auf „Aa1“ mit stabilem Ausblick herab. Die Folgen für das britische Pfund: Es rutschte auf dem Devisenmarkt auf Tiefstwerte, die es 2010 das letzte Mal erreicht hatte.

Gründe für die Abstufung Großbritanniens

1. Der erste Grund für die Abstufung lag in der schwachen Konjunktur der Briten. Nach Einschätzung der Ratingagentur könnte diese Schwäche noch bis in die zweite Hälfte des Jahrzehnts andauern.

2. Mit dem schwachen Wirtschaftswachstum würden die Herausforderungen zur Stabilisierung der Staatsfinanzen größer. Laut Moody’s könnten diese Probleme bis in die nächste Legislaturperiode des Parlaments anhalten.


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3. Der dritte Grund:  Die hohe und weiter steigende Schuldenlast, die dem Staatshaushalt Potenzial nehme, auf Schocks zu reagieren. Diese Tendenz könnte nach Einschätzung der Ratingagentur bis 2016 vorherrschen.

Britisches Pfund erreicht Zweijahres-Tief nach Abstufung

Kurz nach der Abstufung Großbritanniens fiel das britische Pfund an den Devisenmärkten auf ein Zweijahres-Tief gegenüber dem Dollar.

Auch die weiteren Fakten sprechen alles andere als für das britische Pfund: Die Industrieproduktion in Großbritannien war im Januar überraschend um 1,2% im Vergleich zum Vormonat gefallen. Das teilte das  Statistikamt in London mit. Die Daten waren wesentlich schlechter als von den Experten erwartet. Eigentlich war mit einem leichten Plus gerechnet worden.

Britisches Pfund ist in Vertrauenskrise gerutscht

Mit all diesen Ereignissen ist das britische Pfund still und leise in eine Vertrauenskrise gerutscht. Zu Beginn der Schuldenkrise freute sich das Königreich noch darüber, nicht der Währungsunion anzugehören.

Zwei Jahre später steht Großbritannien allein vor Problemen. Weitere Anleihen-Käufe bleiben wahrscheinlich, was dem Pfund Sterling weiter zusetzen dürfte. Damit wächst die Angst, dass Großbritannien im Laufe des Jahres 2013 in die dritte Rezession seit der Finanzkrise von 2008 rutschen könnte.

Britisches Pfund: Diesmal keine Soros-Spekulationskampagne schuld an Kursentwicklung

George Soros  ist ein bekannter Fonds-Manager und Investor mit ungarischen Wurzeln. Berühmtheit erlangte der Ungar, als er im Jahr 1992 die Pfundkrise auslöste. Er spekulierte gegen das Pfund und brachte es mit seiner Spekulation beinahe zum Einsturz.

Fast zehn Jahre später sind die strauchelnde Wirtschaft und das weitere Schrumpfen des Bruttoinlandprodukts Grund für die schlechte Kursentwicklung des Pfunds im ersten Quartal 2013.  Es bleibt abzuwarten, wie die Entwicklungen um das Britische Pfund weitergehen.

17. April 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.