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Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Griechenland: Die Entwicklung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zeigt auf, wie leistungsstark die Wirtschaft eines Landes ist.

Dazu werden alle Güter, die im Inland hergestellt wurden – also Waren, aber auch Dienstleistungen – addiert.

Mehr zum Thema: Die Definition des BIP

Wird diese Summe auch noch durch die Einwohnerzahl dividiert, so erhält man das BIP pro Kopf. Anhand dieser Werte lässt sich die Wirtschaftsleistung einzelner Länder einfach miteinander vergleichen.

Wichtig ist des Weiteren die Unterscheidung zwischen realem und nominalem BIP.

So bezieht das nominale BIP alle Preisniveauveränderungen, bedingt durch Inflation und Deflation, in die Berechnung mit ein. Liegt also zum Beispiel eine Inflation von circa 2% vor, so steigt das nominale BIP mindestens um diese 2% an.

Im Gegensatz dazu ist das reale BIP um diese Angaben bereinigt. Damit ist es entsprechend aussagekräftiger als das nominale BIP.

Die Vorgeschichte der griechischen Wirtschaftslage

Seit 1981 ist Griechenland Mitglied in der Europäischen Union (EU), nachdem zuvor seit den 1970er-Jahren der Schwerpunkt der Wirtschaft vom Landwirtschafts- auf den Dienstleistungssektor verlagert wurde.

Die Wirtschaft Griechenlands entwickelte sich zunächst immer besser.

Grund dafür waren neben dem EU-Beitritt und der Beteiligung am Kohäsionsfonds der EU auch die Maßnahmen zur Verbesserung der griechischen Infrastruktur sowie die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2004 im eigenen Land.

Im Jahre 2001 trat Griechenland auch der Eurozone bei. Damit übernahm das Land den Euro, der die bis dato gültige Drachme als neue Währung ablöste.

Allerdings musste sich Griechenland insbesondere für die beiden zuletzt genannten Punkte immer weiter verschulden.

Die Statistiken dazu wurde allerdings erst unter der neuen Regierung um Giorgos Papandreou bekannt.

Dementsprechend wurden die Staatsausgaben durch Klientelpolitik und Korruption manipuliert. Die massive Verschuldung des Landes wurde in diesem Zusammenhang lange geheim gehalten.

So entsprach Griechenlands Wirtschaft bereits beim EU-Beitritt nicht den Kriterien der EU (Schuldenstand bei 103,7% statt höchstens 60% des BIP).

Mehr zum Thema: Schuldenschnitt: Griechenland als neustes Beispiel

Damit ist Griechenland der am meisten verschuldete Mitgliedsstaat innerhalb der EU.

Das Bruttoinlandsprodukt von Griechenland

Bevor die Verschuldung Griechenlands publik wurde, konnte das Land noch einen kontinuierlichen Anstieg des BIP verbuchen.

So stieg laut einer Statistik des Internationalen Währungsfonds (engl. International Monetary Fund bzw. IMF) in den Jahren 2003 bis 2007 das griechische BIP um mindestens 2,28% und höchstens 5,94% an.

Die Wende folgte allerdings im Jahre 2008. In diesem Jahr nahm das BIP bereits um 0,22% gegenüber dem Vorjahr ab.

Seitdem sank das reale Bruttoinlandsprodukt Griechenlands immer weiter – zunächst 2009 um 3,14%, 2010 um weitere 4,94% und 2011 sogar um 7,11%.

2012 nahm das BIP Griechenlands erneut um 6,38% ab.

10. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.