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Bruttoinlandsprodukt Türkei – was das BIP über die Wirtschaft aussagt

Das Bruttoinlandsprodukt gibt den Gesamtwert aller Dienstleistungen und Waren an, die in einem Jahr innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft erwirtschaftet wurden.

Mehr dazu: Was ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und warum ist es so wichtig?

Das Bruttoinlandsprodukt oder auch BIP sagt außerdem einiges über die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft innerhalb eines bestimmten Zeitraumes aus.

Mehr dazu: Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen

Die Veränderungsrate des Bruttoinlandsprodukts gilt als Maßstab für das Wirtschaftswachstum einer Volkswirtschaft (meist eines Landes oder einer Nation) und ist daher die bedeutendste Größe der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.

Das Bruttoinlandsprodukt der Türkei

Schauen wir uns als Beispiel für das Bruttoinlandsprodukt der Türkei das Jahr 2011 mal genau an, also nicht nur, wie es sich verändert hat, sondern auch, wodurch es sich verändert hat und wofür es verwendet wurde.

Das BIP der Türkei betrug 2011 774,3 Mrd. US-$. Damit stieg das BIP von 2010 auf 2011 um 43,0 Mrd. US-$ an. Pro Einwohner lag das BIP 2011 somit schätzungsweise bei 10.362,6 Mrd. US-$.

Entstanden ist dieses Bruttoinlandsprodukt 2011 durch 10% Wohnungswirtschaft, 16,3% Industrie, 13,3% Transport und Kommunikation, 11,8% Handel, 7,9% Land- und Forstwirtschaft, 3,2% Finanzinstitut, 4,5% Bauwirtschaft sowie 33% durch sonstige Einnahmen. Hierbei fällt auf, dass sich vor allem durch die Industrie dieses BIP ergeben hat.

Verwendet wurde das BIP 2011 zu 66,5% für den privaten Verbrauch, zu 13,0% für den Staatskonsum sowie zu 20,5% für die Bruttoanlageinvestitionen.

Der Wirtschaftswachstum erfolgte 2011 zu 9,4% durch die Industrie, zu 11,4% durch den Handel, zu 1,9% durch die Wohnungswirtschaft, zu 9,3% durch freie Berufe, zu 10,8% durch Transport und Kommunikation, zu 5,2% durch Land- und Forstwirtschaft, zu 9,6% durch Finanzinstitute sowie zu 11,2% durch den Bau.

Der Wachstum der Industrieproduktion ergab sich 2011 zu 6,2% aus Nahrungsmitteln, zu 1,5% aus Getränken, zu 7,6% aus Leder, zu 6,8% aus Petrol und Koks, zu 5,6% aus der Chemieindustrie, zu 11,6% aus Gummi- und Kunststofferzeugnissen, zu 6,8% aus Metallen, zu 15,1% aus Metallproduktionen, zu 8% aus Maschinen und Ausrüstungen, zu 17,7% aus Elektrogeräten, zu 14,1% aus Computer- und Unterhaltungselektronik sowie zu 16% aus KFZ.

In der Bekleidungsbranche verringerte sich jedoch das Wachstum der Industrieproduktion um 0,6%.

Interessant ist, dass sich das erhöhte Wachstum der Industrieproduktion größtenteils aus Elektrogeräten und KFZ ergab und die Bekleidungsbranche das Wachstum sogar verringerte.

Bruttoinlandsprodukt Türkei: Die türkische Wirtschaft boomt weiter

Im zweiten Quartal des Jahres 2011 wuchs das Bruttoinlandsprodukt der Türkei um 8,8%. Dies gab die nationale Statistikbehörde bekannt.

Bereits im ersten Quartal 2011 stieg das BIP um 11,6% an und erinnert so schon an chinesische Verhältnisse.

Mehr dazu: China oder Türkei – Experten schicken Investoren in die Irre

Schon im Jahr 2010 war die türkische Wirtschaft um 8,9% gewachsen. Damit wurden die Erwartungen der Regierung, die von rund 7% ausgegangen war, bei weitem übertroffen.

Fazit: Insgesamt hat sich die Türkei wirtschaftstechnisch sehr stark verbessert. Innerhalb von 8 Jahren ist das Bruttoinlandsprodukt der Türkei von 303,26 Mrd. US-$ auf 774,34 Mrd. US-$ gestiegen, also um mehr als die Hälfte.

7. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.