MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen

Das Bruttoinlandsprodukt ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Zu diesem Zweck misst das Bruttoinlandsprodukt den Wert aller im Inland hergestellten Waren und Dienstleistungen, die dem Endverbrauch dienen.

Im Gegensatz zum Bruttonationaleinkommen bzw. Bruttosozialprodukt werden bei der Berechnung des Bruttoinlandsprodukts die Leistungen von In- und Ausländern erfasst. Diese Methode nennt man Inlandsprinzip. Anhand des Bruttoinlandsprodukts können Ökonomen erkennen, wie es um die gesamtwirtschaftliche Lage eines Staates oder einer Region bestellt ist.

Schon seit September 1992wird vom Statistischen Bundesamt nicht mehr das Bruttosozialprodukt, sondern das Bruttoinlandsprodukt als Maßstab für das wirtschaftliche Wachstum der Staaten herangezogen.

Man unterscheidet allgemein zwischen dem nominalen und dem realen Bruttoinlandsprodukt. Das nominale Bruttoinlandsprodukt nennt man auch Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen.

Das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen

Das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen oder auch nominales Bruttoinlandsprodukt gibt die Summe der inländischen Wertschöpfung in aktuellen Marktpreisen an. Das bedeutet, das Bruttoinlandsprodukt berechnet den Wert aller Güter, also Waren und Dienstleistungen, die in einem Land oder einer Region hergestellt wurden anhand der Preise des Erstellungsjahres, also zu laufenden Preisen.

Dadurch ist das Bruttoinlandsprodukt abhängig vom Preisindex der jeweils betrachteten Volkswirtschaft. Bei Inflation und steigenden Marktpreisen steigt dementsprechend auch das nominale Bruttoinlandsprodukt an. Umgekehrt sinkt das nominale Bruttoinlandsprodukt bei einer Deflation und daraus folgenden Marktpreisen.

Beispielsweise führt eine Inflationsrate von 3 % bei einer gleichbleibenden Produktion zu einem Anstieg des nominalen Bruttoinlandsprodukts von ebenfalls 3 %.

Da sich die Preise im Zeitablauf immer wieder verändern und das allgemeine Preisniveau aufgrund der Inflation jährlich steigt geht die objektive Vergleichbarkeit der nominalen Bruttoinlandsprodukte verschiedener Jahre verloren.

Das reale Bruttoinlandsprodukt

Um mit dem Bruttoinlandsprodukt einen besseren Vergleich von Staaten oder Regionen anstellen zu können, berechnet man statt des nominalen ein reales Bruttoinlandsprodukt.

Da das nominale Bruttoinlandsprodukt unter Verwendung der aktuellen Marktpreise berechnet wird, ist nur ein Rechenschritt nötig, um das reale Bruttoinlandsprodukt zu erhalten. Das Bruttoinlandsprodukt nach Marktpreisen wird durch einen Preisindex dividiert. Diesen Preisindex bezeichnet man auch als Bruttoinlandsprodukt-Deflator.

So gesehen bereinigt man das nominale Bruttoinlandsprodukt mittels des BIP-Deflator.

Im realen Bruttoinlandsprodukt werden alle Waren und Dienstleistungen zu den Preisen eines Basisjahres bewertet, die Inflationsrate ist also herausgerechnet.

Anders als beim Bruttosozialprodukt nach Marktpreisen bleiben Erhöhungen des Bruttosozialprodukts, die auf Preissteigerungen zurückgehen unberücksichtigt. Dadurch ist das reale Bruttosozialprodukt als Vergleichsgröße für die gesamtwirtschaftliche Lage von mehreren Staaten besser geeignet. Bruttoinlandsprodukt (BIP): der Einfluss auf Aktiengewinne

31. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.