MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Buchhaltung: Kontenplan erleichtert den Vergleich

Buchhaltung ist ein lästiger Teil der Arbeit, die regelmäßig in Betrieben anfällt. Belege sortieren, abheften, alles nachhalten, Tankquittungen kopieren und in Hüllen ablegen – das alles kostet häufig viel Zeit und noch mehr Nerven. Mit dem richtigen System werden Zeit und Nerven gespart und die Arbeit wird vereinfacht.

Mehr zum Thema: Buchhaltung für Anfänger

Um alle Ausgaben auf einen Blick zu haben, gibt es für Unternehmer und Selbstständige eine gute Möglichkeit, eine Übersicht zu gestalten, nämlich durch einen Kontenplan. Neben einer gewissen Grundordnung, Sorgfalt und einem systematischem Vorgehen ist ein Kontenplan ein wichtiger Teil sorgfältiger Buchhaltung.

Ein Kontenplan ist eine Übersicht des Unternehmens, in der alle tatsächlich verwendeten Kosten aufgeführt sind. Er ist sozusagen das Inhaltsverzeichnis einer effektiven Buchhaltung. Ein Kontenplan ist für ein Unternehmen aber nicht verpflichtend, sondern kann auf freiwilliger Basis angelegt werden. Aus Gründen der Vergleichbarkeit und Übersichtlichkeit macht ein Kontenplan in der Buchhaltung für Unternehmer aber definitiv Sinn.

Einheitliche Darstellung dank Kontenrahmen

Ein Kontenplan basiert auf einem Kontenrahmen. In diesem Kontenrahmen werden alle Konten eines Unternehmens einheitlich benannt. Dabei werden branchengleiche Unternehmen zusammengefasst. Dies sorgt dafür, dass alle effektiven Kosten übersichtlich notiert werden können. Auch können durch diese Art der Darstellung mit einheitlichen Konten verschiedene Unternehmen miteinander verglichen werden

Ein Kontenrahmen besteht aus zehn verschiedenen Kontenklassen

In Kontenklasse 0 werden immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen aufgeführt, Kontenklasse 1 bezieht sich auf Finanzanlagen und in Klasse 2 werden Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungen (aktiv) genannt. Kontenklasse 3 ist für Eigenkapital und Rückstellungen reserviert und Kontenklasse 4 für Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzung (passiv).

Mehr zum Thema: Bilanzsumme: Aktiva auf der einen, Passiva auf der anderen Seite

Erträge werden in Kontenklasse 5 verzeichnet, und betriebliche Aufwendungen haben ihren Platz in Kontenklasse 6. Weitere Aufwendungen gehören in die Kontenklasse 7 und Kontenklasse 8 ist für die Ergebnisrechnung gedacht. Die letzte Kontenklasse ist Klasse 9, in der die Kosten-Leistungsrechnung notiert wird.

Unterteilung in Kontengruppen

Diese 10 groben Kontenklassen können erneut in zahlreiche diverse Unterklassen, die sogenannten Kontengruppen, unterteilt werden.

In Klasse 6 der betrieblichen Aufwendungen können zum Beispiel noch die Kontengruppen 62, in der die Löhne aufgeführt werden, oder die 69, in der Abschreibungen auf Forderungen vermerkt werden, im Detail genannt werden.

Es gibt mehrere 100 verschiedene Kontengruppen, um alle möglichen Ausgaben abzudecken. Da es so viele Kontengruppen und Kontenklassen gibt und kein Unternehmen wohl jede einzelne davon braucht, leitet es aus dem Kontenrahmen seinen eigenen Kontenplan für die Buchhaltung ab.

Mehr zum Thema: Geschäftsplan: Die Beschreibung Ihres Unternehmens

Zusammengefasst ist ein Kontenplan also ein auf ein einzelnes Unternehmen zugeschnittener Kontenrahmen. Mithilfe dieses Kontenplans funktioniert Buchhaltung dann übersichtlich und wird vor allem vergleichbar. Schließlich ist jeder Unternehmer neugierig auf die Zahlen der Konkurrenz.

24. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.