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Buchungssätze Abschreibungen: Unternehmen sparen bares Geld

Unternehmen kaufen teure und moderne Maschinen für die Produktion oder Fahrzeuge für die Auslieferung von Waren. All diese Gegenstände entsprechen beim Kauf meist den Anforderungen der aktuellen Zeit. Doch in 5 Jahren hat sich beispielsweise die Technik weiterentwickelt, so dass die Produktionsmaschine veraltet und somit für das Unternehmen wertlos ist.

Diese Wertminderungen müssen nun auch in der Bilanz dargestellt werden. Daher wird das Gerät – das sogenannte Anlagevermögen – jährlich um einen bestimmten Betrag in der Bilanz gemindert beziehungsweise abgeschrieben.

Die Buchungssätze Abschreibungen übernehmen nun die gesamte Erfassung aller Vorgänge, die mit Abschreibungen in einem Unternehmen zusammenhängen.

Bedeutung von Abschreibungsbuchungssätzen

Das gekaufte Anlagevermögen in einem Unternehmen sinkt jedes Jahr beständig an Wert. Abschreibungen geben dies in einer Bilanz wieder. Lineare und degressive Abschreibung – einfach erklärt

Die dazugehörigen Buchungssätze dienen daher dazu, dass beispielsweise die Produktionsmaschine nicht mit seinen Anschaffungskosten über Jahre in der Bilanz steht, sondern lediglich mit seinem aktuellen Wert.

Das hat den Vorteil, dass einerseits die Bilanz nicht mit einem zu hohen Gegenstandswert verzerrt wird und anderseits das Unternehmen mit Abschreibungen steuerliche Vorteile genießt. Denn Abschreibungen werden als Aufwand deklariert und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Konto „Abschreibung auf Sachanlagen“ ausgewiesen. Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren

Damit können Unternehmen ihren Gewinn in der Bilanz deutlich reduzieren und somit die Steuerlast drücken. Buchungssätze für Abschreibungen haben daher eine große finanzielle Bedeutung für das Unternehmen.

Beispiel eines Buchungssatzes für Abschreibungen

Das Bauunternehmen „Wolkenkratzer“ baut Hochhäuser und benötigt einen neuen Betonmischer. Dafür kauft es den besten am Markt zu einem Preis von 300.000 €.

Da das Unternehmen davon ausgeht, dass in 5 Jahren bereits modernere und schnellere Mischmaschinen auf dem Markt sind, schreibt es das Gerät auf 5 Jahre linear ab. Jedes Jahr werden demnach 60.000 € als Abschreibungen verbucht. Das heißt, am Ende des fünften Jahres ist der Betonmischer laut Bilanz wertlos.

Der Buchungssatz für diesen Vorfall betrifft insgesamt zwei Konten: das Maschinenkonto und das Konto Abschreibungen auf Sachanlagen. Während dabei das Konto Maschinen um jährlich 60.000 € abnimmt, steigt das Konto Abschreibungen auf Sachanlagen. Damit lautet der Buchungssatz: „Abschreibungen auf Sachanlagen 60.000 € an Maschinen 60.000 €“.

Vorteil von Abschreibungen

Buchungssätze für Abschreibungen werden gebildet, sobald ein Anlagevermögen – beispielsweise eine Maschine oder ein Gebäude – gekauft und anschließend abgeschrieben wird. Unternehmen schreiben die Anlagevermögen ab, da sie durch die Abschreibungen ihre Steuerlast drücken und dadurch bares Geld sparen können.

Mit dem gesparten Geld können die Unternehmen, nachdem die Geräte abgeschrieben wurden, technisch neuere und somit fortschrittlichere Geräte kaufen, die es wettbewerbsfähig halten. Gleichzeitig erhöht sich bei einer alten Maschine der Wartungsaufwand, weshalb es sich lohnen kann, eine neue Maschine mit dem gesparten Geld zu kaufen.

Wenn Unternehmen daher Abschreibungen tätigen und demnach Buchungssätze bilden können, bleibt mehr Geld im Unternehmen anstatt beim Fiskus, wodurch mehr Geld für den Erhalt und Ausbau des Unternehmens genutzt werden kann.

2. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.