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Buchungssätze Erklärung: für eine korrekte Bilanz notwendig

Wer den Buchungssatz liebt, ist der geborene Buchhalter. Alle anderen – vom BWL-Studenten bis zum Lehrling einer Bank – schlagen sich damit notgedrungen herum. Denn Buchungen werden in Unternehmen immer vorgenommen. Wer also betriebswirtschaftlich tätig ist, sollte wissen, wie das funktioniert, um einen Geschäftsvorgang korrekt zu verbuchen.

Vermögenswerte und Schulden ändern sich, Geld wird eingenommen und ausgegeben. All diese Veränderungen brauchen in einem Unternehmen die richtigen Anweisungen, damit dies in der Bilanz korrekt eingetragen wird und diese am Ende des Jahres stimmt. Genau deshalb werden Buchungssätze aufgestellt.

Wie funktioniert ein Buchungssatz?

In einem Unternehmen finden die verschiedensten Geschäftsvorfälle statt. Diese müssen aber zugleich auf Konten verbucht werden. Dafür werden nun die Buchungssätze gebildet, um dem Geschäftsvorfall die richtigen Konten zuzuweisen. Einfache Buchungssätze – leicht erlernt

Dabei ist prinzipiell zwischen Aktivkonten und Passivkonten zu unterscheiden. Ein Aktivkonto umfasst alle Geschäfte, die das Vermögen des Unternehmens betreffen. Dazu zählen beispielsweise Grundstücke, Maschinen, Fuhrpark und Büroausstattung. Hierbei werden auf der Sollseite (links) des jeweiligen Kontos alle Zugänge verbucht, während auf der Habenseite (rechts) alle Abgänge erfasst werden.

Das Passivkonto umfasst hingegen das gesamte Kapital, in dem beispielsweise Rücklagen und sämtliche Verbindlichkeiten aufgelistet sind. Die Buchung findet hier genau umgekehrt zum Aktivkonto statt. Das heißt, auf der Sollseite werden alle Abgänge und auf der Habenseite alle Zugänge verbucht.

Findet nun ein Geschäftsvorfall statt, gibt der Buchungssatz an, welcher Betrag auf welches Konto kommt. Dabei bestehen Buchungssätze immer aus mindestens 2 Konten. Kauft das Unternehmen beispielsweise eine Maschine bar, so werden das Maschinenkonto und das Konto Kasse berührt.

Als weitere feste Regel für Buchungssätze gilt ein einheitlicher Aufbau. Es muss immer „Soll an Haben“ gebucht werden. Rechnungswesen Buchungssätze – kein Buch mit 7 Siegeln

Beispiel eines Buchungssatzes

Das Unternehmen XY hat Schulden bei der Bank „Tresorsicher“. Doch im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen XY durch eine Auktion viele Wertgegenstände verkaufen und nahm 10.000 € in bar ein. Nun möchte das Unternehmen XY einen Teil seiner Schulden mit dem Bargeld begleichen. Daraufhin zahlt das Unternehmen XY die 10.000 € bar bei der Bank „Tresorsicher“ ein.

Der Buchungssatz des Unternehmens XY muss daher „Verbindlichkeiten 10.000 € an Kasse 10.000 €“ heißen bzw. bei der verkürzten Schreibweise: „Verbindlichkeiten 10.000 € / Kasse 10.000 €“. Denn die Verbindlichkeiten sind ein Passivkonto, bei dem die Abgänge im Soll verbucht werden. Während Kasse ein Aktivkonto ist und die Abgänge im Haben gebucht werden.

Fazit

Buchungssätze sind notwendig, um in einer Bilanz den bestimmten Konten wie etwa Fuhrpark oder Büroausstattung den korrekten Betrag zuzuordnen. Damit kann der Stand des Vermögens und der Schulden genau festgestellt werden. Darüber hinaus ermöglicht die Zuordnung der Beträge ein korrektes Bilanzergebnis.

Wer daher buchhalterisch tätig ist, ob als Betriebswirtin oder Bankkaufmann, muss Buchungssätze korrekt bilden können.

5. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Kempe
Von: Michael Kempe. Über den Autor

Der diplomierte Betriebswirt (FH) und ausgebildete Finanzjournalist beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Kapitalmarkt – im Besonderen mit Aktien, Fonds und CFDs.