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Buchungssätze: So buchen Sie die Umsatzsteuer

Unternehmen und Selbständige, die Leistungen und Lieferungen (LuL) an Kunden realisieren, sind verpflichtet, die Umsatzsteuer (auch: Mehrwertsteuer) zu erheben. In der Buchhaltung des Unternehmens muss die Umsatzsteuer dezidiert ausgewiesen werden, denn der Fiskus fordert natürlich die auf den eigentlichen Preis aufgeschlagenen Beträge ein.

Jedes Unternehmen ist also verpflichtet, ein eigenes Konto für die Mehrwertsteuer einrichten. Im Prinzip erledigen Unternehmen und Selbständige auf diese Weise die Beteiligung des Staates am Wirtschaftskreislauf. Nach der Lohnsteuer ist die Umsatzsteuer die wichtigste Einnahmequelle des Finanzministers (ca. 142.000 Mrd. Euro 2012).

Zwar wird die Mehrwertsteuer gern als durchlaufender Posten bezeichnet, aber die Bearbeitung erfordert doch einiges an Aufwand. Denn die Buchungssätze Umsatzsteuer sind durchaus unterschiedlich. Im Folgenden deshalb ein Überblick, welche Buchungssätze Umsatzsteuer für die verschiedenen Geschäftsfälle beim Verkauf anzuwenden sind.

Buchungssätze Umsatzsteuer und Vorsteuer

Einen Vorteil haben Selbständige und Unternehmen in Bezug auf die Mehrwertsteuer doch: sie sind vorsteuerabzugsberechtigt. D.h. die im Veranlagungszeitraum selbst gezahlte Umsatzsteuer kann mit der eingenommenen verrechnet werden. Daher existiert in der Buchhaltung nicht nur ein Konto Umsatzsteuer, sondern auch ein Konto Vorsteuer.

Für die Bearbeitung dieses Gebiets gelten eigene Buchungssätze Umsatzsteuer.

Unberührt bleibt an dieser Stelle auch die Höhe des Steuersatzes. Neben der allgemein gültigen Höhe von 19 % gibt es noch eine ganze Reihe von Produkten und Leistungen, die mit 7 % Mehrwertsteuer veranschlagt sind.

Im Weiteren soll es jedoch darum gehen, wie die Buchungssätze Umsatzsteuer aussehen, wenn ein Unternehmen auf Waren und Dienstleistungen die Mehrwertsteuer erhebt. Denn es gibt einige Fälle, in denen die Buchungssätze Umsatzsteuer nicht nach Standard ausfällt.

Buchungssätze Umsatzsteuer bei Rechnungslegung und Barzahlung

Die Regel im Geschäftsleben ist der Kauf auf Ziel, d.h. die Rechnung wird zu einem späteren Zeitpunkt fällig, als die Ware übernommen wurde. Der Buchungssatz lautet: Forderungen aus LuL – Bruttobetrag – an – Umsatzerlöse – Nettobetrag / Ust. 19 % – Betrag.

Auch der Barverkauf wird noch relativ oft getätigt. In diesem Fall lautet der Buchungssatz: Kasse – Bruttobetrag – an – Umsatzerlöse – Nettobetrag / Ust. 19 % – Betrag. Beide Buchungssätze Umsatzsteuer leiten den Mehrwertsteuerbetrag aus der Bruttosumme auf das Konto Umsatzsteuer weiter.

Buchungssätze Umsatzsteuer bei Preisnachlass und Erstattung

Da die Mehrwertsteuer eine Konsumentensteuer ist, wird sie auch nur in der Höhe des realen Preises fällig. Hat ein Kunde Mängel an einem Produkt festgestellt und einen Preisnachlass erhalten, zahlt er auch nur die tatsächliche Höhe der Mehrwertsteuer, die sich aus dem verminderten Preis ergibt.

In diesem Fall müssen die Buchungssätze Umsatzsteuer bei der Erlösberichtigung auch die gezahlte Mehrwertsteuer berücksichtigen.

Die Buchungssätze Umsatzsteuer (alter und neuer Preis) beziehen sich in der Erlösberichtigung auf den Differenzbetrag und die darin enthaltene Mehrwertsteuer. Der Buchungssatz lautet: Erlösberichtigung – Nettobetrag Differenz / Ust. 19 % – an – Forderungen aus LuL – Bruttobetrag Differenz. Wird ein Produkt zurück genommen und der Kaufpreis erstattet, geht die „Ust. 19 % – Betrag – an – Bank – Bruttobetrag“ / Umsatzerlöse – Nettobetrag.

21. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Daniela Kunath
Von: Daniela Kunath. Über den Autor

Daniela Kunath arbeitet als freie Autorin für verschiedene Projekte. Persönlich interessiert sie sich seit vielen Jahren für den Bereich Finanzen und Investments und gibt dieses Wissen passioniert an interessierte Leser weiter.