MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Buchwert/Aktie berechnen: So geht’s

Als eine der wichtigsten Kennzahlen der Fundamentalanalyse gilt der sogenannte Buchwert. Unterschiede zwischen Fundamental- und Chartanalyse

Dabei handelt es sich um eine Ziffer, die auf einen Blick quasi den Nettoeigenkapitalwert der Aktien eines Unternehmens verrät.

Der Buchwert ist leicht ermittelt

Genau aufgrund dieser prägnanten, aber gewichtigen Aussagekraft betrachten Anleger den Buchwert einer potenziellen Aktie oftmals als erstes. Um diesen berechnen zu können, muss man nun nichts weiter tun, als das Eigenkapital des Unternehmens durch die Anzahl der Aktien zu teilen. Das Ergebnis hieraus ist der Buchwert je Aktie.

Er dient als Orientierungsgröße bei der Bewertung eines Unternehmens und zeigt an, wie hoch die Substanz einer Aktiengesellschaft gemessen an der Höhe des Eigenkapitals pro Aktie ist.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Buchwert/Aktie berechnen und Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)

Davon abgeleitet wird meistens noch das sogenannte Kurs-Buchwert-Verhältnis, kurz: KBV.

Formel  

Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) berechnen: Methode B

?
Das sogenannte Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) bemisst, wie der Name schon verrät, das Verhältnis von Kurs und Buchwert der jeweiligen Aktie. Aus Anlegersicht sind vor allem Unternehmen mit einem KBV von unter 1 interessant. In dem Fall ist nämlich die Substanz des betreffenden Unternehmens höher als der Preis, der an der Börse dafür gezahlt wird.
$$\bo\text"KBV"=\text"aktueller Aktienkurs"/\text"Eigenkapital je Aktie"$$
Ergebnis berechnen

Erhalten Sie als Ergebnis eine Zahl kleiner als 1, dann bedeutet das: Die Substanz des betreffenden Unternehmens ist höher als der Preis, der an der Börse dafür gezahlt wird.

Nicht selten werden Beteiligungsgesellschaften und Finanzinvestoren auf solche Unternehmen aufmerksam und übernehmen die Mehrheit der Aktien.

Wie wichtig ist der Buchwert?

Trotz dieser relativ einfachen und faktenbasierten Berechnung stellen sich Analysten oftmals die Frage, wie bedeutsam der Buchwert eigentlich überhaupt für die Bewertung eines Unternehmens ist.

Ein hohes Kurs-Buchwert-Verhältnis lässt zum Beispiel hohe immaterielle Werte vermuten. Dies können ein guter Markenname oder bestimmte Vorteile im Wettbwerb sein. Kundenkontakte, Branchenwissen, Mitarbeiterqualifikationen etc. sind darüber hinaus zusätzliche, nicht messbare Werte, die den Übernahme- oder Kaufpreis sogar noch höher treiben können.

Es ist daher unwahrscheinlich, dass ein gesundes Unternehmen an der Börse lange unter Buchwert gehandelt wird. Allerdings hat auch diese Betrachtung einen Nachteil: Nicht zwangsläufig sind Aktien mit niedrigem KBV ein Schnäppchen.

Wenn ein Unternehmen nämlich hohe Verluste schreibt, dann verringert sich mit jedem verlustreichen Jahr das Eigenkapital und damit auch die Substanz bzw. der Buchwert. Hier müsste man also einen Abschlag auf den Buchwert bzw. einen Aufschlag auf das KBV vornehmen.

Zu beachten ist zudem auch noch Folgendes: Der Buchwert berücksichtigt nur den bilanziell ausgewiesenen Wert der Aktiva, nicht jedoch mögliche stille Reserven oder stille Lasten.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass weder der Buchwert noch das Kurs-Buchwert-Verhältnis allein betrachtet werden sollten. Denn der Buchwert sagt schließlich nichts über erwirtschaftete Profite aus. Nur wenn ein Unternehmen auch tatsächlich über eine veritable Bilanz verfügt und Gewinne abwirft, kann ein niedriges KBV als Auswahlkriterium dienen und evtl. einen lohnenden Kauf signalisieren.

24. April 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.