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Bullenfalle – Bärenfalle: Definition für Einsteiger

Am schwarzen Freitag von 1929 brach die New Yorker Börse zusammen und leitete eine jahrelange Weltwirtschaftskrise ein – die Kurse fielen über mehrere Jahre in Etappen.

Zwischendurch erholten sie sich wieder um bis zu 25%, nur um kurz darauf erneut ins bodenlose zu stürzen.

Anleger, die diese kurzzeitigen Erholungsphasen als Trendwende interpretierten kauften kräftig an – und tappten in die Falle. Diese wird von Börsianern als Bullenfalle bezeichnet.

Zwei Tiere, Zwei Philosophien

Bullenfalle und Bärenfalle verhalten sich gegensätzlich zueinander und gehen zurück auf die beiden Tiere, die mit der Börse schon immer verknüpft sind: Bulle und Bär.

Ein sogenannter Bullenmarkt – auch Hausse genannt – steht für eine optimistische Erwartung an den Markt. Ein Bulle kauft Aktien in der Hoffnung, dass diese an Wert gewinnen.

Mehr dazu: Der Bullenmarkt

Beim Bärenmarkt – auch als Baisse bezeichnet – wird pessimistisch in die Zukunft geblickt. Der Bär macht Profit durch Skepsis und Unglauben – er glaubt an Wertverlust der Aktien und handelt etwa mit Verkaufsoptionen.


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Allgemein gesagt steht der Bulle für Kursaufschwung, der Bär für Kursabfall.

Investoren hoffen zumeist auf einen Bullenmarkt – also dass sich ihre Anlage in Form eines Gewinns auszahlt.

Kursverläufe von Aktien nach oben und unten entstehen durch die Verknüpfung beider Ansätze.

Bullenfalle und Bärenfalle: Aufs falsche Pferd gesetzt

Ist nun die Rede von Bullenfalle so bedeutet dies, dass Anleger von einem „bullischen“ Marktverlauf ausgehen, also steigenden Kursen, die Börse aber dem genau entgegengesetzten Trend folgt.

Das genaue Gegenteil ist bei der Bärenfalle der Fall: Die Anleger rechnen mit einem „bärischen“ Trend – also fallenden Kursen – doch der Markt hat für das Papier das Gegenteil vor und gewinnt hinzu.

Beide Fallen entstehen, wenn ein Anleger Kauf- beziehungsweise Verkaufssignale in den Markt hineininterpretiert, die sich als falsch herausstellen.

Marktteilnehmer streben danach mittels der sogenannten Chartanalyse vom Börsentrend Wendepunkte abzuleiten, die eine Trendwende in einen Bärenmarkt beziehungsweise Bullenmarkt einleiten.

Schlägt diese fehl, so tappen sie schnell in eine Bullenfalle (der vorgebliche Tiefpunkt ist noch gar nicht erreicht) oder eine Bärenfalle (der vorgebliche Höhepunkt ist noch gar nicht erreicht).

Das kann etwa bei einer Bullenfalle dazu führen, dass der Käufer aus Angst vor dem Wertverfall seine Erwartungshaltung umkehrt und seine Papiere veräußert um noch größere Verluste abzuwenden.

Hat er dies dann getan und anschließend gehen die Kurse doch in die Höhe ist die Falle perfekt.

Allgemein lässt sich sagen, dass ein Bären- beziehungsweise Bullenmarkt nach dem Zweiten Weltkrieg jeweils mindestens zwei Jahre andauert, ehe der Markt eine Trendwende unternimmt.

Gefahren von Bullen- und Bärenmarkt

Bullen hoffen auf eine starke Hausse – also einen Zeitabschnitt stark ansteigender Kurse. Dies wird auch Boom genannt.

Bären wiederum wollen von einer starken Baisse profitieren – einer Phase stark fallender Kurse. Dies bezeichnet man auch als Crash.

Gefährlich sind Extreme in beide Richtungen, denn: Eine übertriebene Hausse kann zu einer Spekulationsblase führen – die Erwartungshaltung ist zu optimistisch und geht nicht mehr Schritt mit dem realen Aufschwung.

„Platzt“ diese Blase kann es schnell in die entgegengesetzte Richtung gehen: Ein Börsencrash – also eine extreme Baisse – ist die Folge. Anleger verkaufen, was die Kurse fallen lässt und so weitere Verkäufe nach sich zieht. Die Kurse fallen ins Bodenlose.

Die Finanzkrise seit 2008 ist ein Beispiel für diesen Vorgang.

15. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.