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Bund-Future-Produkte: So läuft der Handel

Bei einem Bund-Future handelt es sich um einen Kontrakt zwischen zwei Vertragsparteien auf eine fiktive Bundesanleihe.

Diese idealisierte Anleihe besitzt stets einen Zinskupon von sechs Prozent und ist auf eine Laufzeit von 10 Jahre standardisiert. Der Nominalwert des Kontraktes beträgt 100.000 Euro.

Der Halter eines solchen Bund-Future hat das vertragliche Recht zum festgelegten Zeitpunkt mit der entsprechende Bundesanleihe Handel zu treiben – sprich zu kaufen oder zu verkaufen.

Der Emittent eines solchen Termingeschäfts ist zu Laufzeitende verpflichtet Schuldverschreibungen im Nominalwert auszustellen – diese können aber auch nur einen Bruchteil der festgelegten Marke von 100.000 Euro betragen.

Die Laufzeit der ausgestellten Anleihen muss zwischen 8,5 und 10,5 Jahren liegen. Das Mindestemissionsvolumen liegt bei 5 Milliarden Euro.

Dass nur eine fiktive Anleihe als Basiswert herangezogen wird hängt unter anderem damit zusammen, dass bei einer echten Anleihe sich die Restlaufzeit laufend verkürzen und somit den Kurs beeinflussen würde.


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Terminbörsen: EUREX mit Vorreiterrolle

Da es sich bei einem Bund-Future um ein Termingeschäft handelt, läuft der Handel vorwiegend über Terminbörsen. Die weltweit größte ist die EUREX.

Die Börse hat sich auf das Geschäft mit Finanzderivaten spezialisiert, was den Handel mit Futures und Optionen einschließt.

Sie wurde 1998 durch einen Zusammenschluss der Deutschen Terminbörse (DTB) und der Swiss Options and Financial Futures Exchange (SOFFEX) gegründet und sitzt in Deutschland.

Wobei der Sitz nicht viel zur Sache tut, denn der Handel läuft vollelektronisch – was Geschäfte rund um den Globus ermöglicht.

Jeder Marktteilnehmer hat daher gleich direkten Zugriff auf das Marktgeschehen und kann danach handeln.

Tummelten sich zu Beginn ihres Bestehens noch vorwiegend Börsenprofis oder institutionelle Investoren auf dem virtuellen Parkett, so ist die EUREX mittlerweile auch in der Gunst privater Anleger gestiegen.

So ist mittlerweile auch mit „kleineren“ Depots von unter 5.000 Euro ein Einstieg möglich.

Bund-Future-Produkte: Handel an Terminbörsen

Ein Bund-Future wird stets mit einer maximalen Laufzeit von drei Quartalen in den Handel gegeben. Demnach beträgt die Höchstlaufzeit neun Monate.

Fällig werden diese Termingeschäfte stets zum 10. der Quartalsmonate März, Juni, September und Dezember. Fällt dieser nicht auf einen Börsentag so gilt der nächstmögliche.

Bund-Future-Produkte können bis 12:30 Uhr, zwei Börsentage vor Laufzeitende am Handel teilnehmen.

Auch der Konvertierungsfaktor wir von der EUREX festgelegt und den Marktteilnehmern digital aufbereitet.

Über diesen Faktor werden die zur Lieferung möglichen Anleihen an den Preis des Vertrages bei Handelsschluss angepasst.

Der Käufer erhält so Aufschluss darüber, bei welchem Kurs die tatsächliche Anleihe am Liefertermin notieren müsste, um die gleiche Rendite zu erzielen wie die zugrundeliegende fiktive Anleihe.

20. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.