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Bundesschatzbriefe – Verzinsung steigt während der Laufzeit

Den Bundesschatzbrief gibt es bereits seit 1969 – nun ist es ein Auslaufmodell.

Mitte 2012 verkündete die Bundesregierung, dass sie ab 2013 keine neuen Bundesschatzbriefe mehr auflegen werde.

Doch bis Ende 2012 ist noch ein Erwerb möglich. Dafür sollte man vor allem das System der Bundesschatzbriefe und die Verzinsung verstehen. Aktuell lohnt sich die Anlageform aufgrund der niedrigen Rendite allerdings kaum.

Der Bundesschatzbrief – Vermögensbildung für die breite Masse

Bei den Bundesschatzbriefen handelt es sich um 1969 eingeführte festverzinsliche Wertpapiere, welche jedoch nicht an der Börse gehandelt wird.

Mehr dazu: Wertpapiere: festverzinslich oder nicht?


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Nur natürlichen Personen und bestimmte gemeinnütze Einrichtungen ist es erlaubt, Bundesschatzbriefe zu erwerben. Auch dürfen sie nur an entsprechende  Personen weitergegeben werden.

Bundesschatzbriefe: Verzinsung und zwei verschiedene Typen

Die Verzinsung der Bundesschatzbriefe zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sie progressiv ansteigt. So sollen Anleger motiviert werden, die Bundesschatzbriefe bis zum Ende der Laufzeit zu behalten.

Dabei gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten, sein Geld in Bundesschatzbriefen anzulegen: Typ A und Typ B.

Typ A

Die Laufzeit der Bundesschatzbriefe des Typs A beträgt sechs Jahre. Zinsgewinne werden am Ende eines jeden Laufzeitjahres ausgezahlt. Die Zinssätze bei neuen Bundesschatzbriefen werden an den aktuellen Stand angepasst und entsprechend ausgegeben.

Ein reales Beispiel von April 2012: Die Verzinsung für Bundesschatzbriefe für die ersten drei Jahre lag bei einem Zins von 0,1 %. Im vierten Jahr hat der Anleger 0,75 % Zinsen erhalten, im fünften Jahr 1,25 % und im sechsten Jahr schließlich 1,75 %.

Nach sechs Jahren entsprach dies einer durchschnittlichen Rendite von 0,67 %.

Typ B

Der zweite Typ von Bundesschatzbriefen verfügt über eine Laufzeit von sieben Jahren und unterscheidet sich zusätzlich in der Art der Ausschüttung der Zinsen. Diese werden erst am Ende der kompletten Laufzeit ausgezahlt.

In den ersten sechs Jahren waren die Zinsen im Beispiel von April 2012 identisch zu Typ A, für das siebte Jahr betrug der Zinssatz des Typs B noch einmal 1,75 %. Dadurch ergab sich eine durchschnittliche Rendite von 0,83 %.

Mehr dazu: Rendite bei Geldwertanlagen: So berechnen Sie selbst

Grundsätzlich war der Bundesschatzbrief auch durch die progressiv ansteigende Verzinsung lange Zeit interessant für Privatanleger. Zum Beispiel in der Hochzinsphase der 1990er Jahre waren die durchschnittlichen Renditen lohnend.

Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Meistens lagen die durchschnittlichen Renditen nach 2010 nur noch unter 2 Prozent – und damit sogar unter der Inflationsrate.

Durch die niedrige Verzinsung der Bundesschatzbriefe sind diese bei Privatanlegern zuletzt auch deutlich weniger beliebt gewesen.

21. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.