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Bundesschatzbriefe: Zinssatz steigt mit den Jahren an

Bundesschatzbriefe sind als sichere Geldanlage bekannt. Was viele Privatanleger nicht wissen: Der Zinssatz ist nicht immer der gleiche.

Die Besonderheit ist, dass der Zinssatz im Laufe der Jahre ansteigt, was es für Anleger reizvoll machen soll, die Bundesschatzbriefe bis zum Ende ihrer Laufzeit liegen zu lassen.

Auch wenn die Bundesregierung im Jahr 2012 beschlossen hat, keine Bundesschatzbriefe mehr auszugeben, ist es für Anleger dennoch wichtig, einen Überblick über die Zinsstaffelung der Wertpapiere zu haben.

Davon hängt nämlich für viele ab, ob sie ihre Papiere früher auslösen oder bis zum Ende der Laufzeit behalten.

Zwei Sorten Bundesschatzbriefe

Anleger hatten beim Erwerb von Bundesschatzbriefen die Qual der Wahl, für welchen Typus sie sich entscheiden.

Typ A ist der Schatzbrief, der sechs Jahre läuft und eine jährliche Zinsauszahlung hat.

Diese jährlich ausgezahlten Zinsen müssen direkt nach Auszahlung mit der Abgeltungssteuer versteuert werden, falls dieser Kapitalertrag den Sparer-Pauschbetrag von 801 € übersteigt.

Gerade für Privatanleger, deren Erträge weit über den Sparer-Pauschbetrag gehen würden, wenn alle Zinsen plus Anlagewert auf einmal ausgezahlt werden, lohnt diese Variante der Bundesschatzbriefe.

Die zweite Möglichkeit ist Typ B. Diese Bundesschatzbriefe werden über sieben Jahre angelegt und am Ende der Zeit in Gänze ausbezahlt.

Zinsen, Zinseszinsen und der Nennwert, also der ursprüngliche Anlagebetrag, werden auf einen Schlag fällig. Der Anleger muss diesen Betrag dann einmalig komplett versteuern (soweit der Ertrag über dem Sparer-Pauschbetrag liegt).

Mehr zum Thema: Abgeltungssteuer – Was vom Freibetrag übrig ist

Die Besonderheit von Bundesschatzbriefen liegt darin, dass sie nicht börsennotiert sind, was bedeutet, dass sie keinen Kursschwankungen unterliegen. Dadurch sind sie eine relativ sichere Geldanlage, wenn auch mit geringen Renditen.

Bundesschatzbrief: Zinssatz steigt im Laufe der Jahre

Der Zinssatz von Bundesschatzbriefen ist eher gering und hat die Besonderheit, dass er nicht von Anfang an festgelegt ist, sondern im Laufe der Jahre steigt. Diese Tatsache soll Anleger dazu motivieren, ihre Wertpapiere bis zum Ende der Laufzeit zu behalten.

Meistens ist es so, dass die Zinsen zu Beginn eher gering sind.

Im Jahre 2010/2011 sah die Zinstreppe für Bundesschatzbriefe Typ A beispielsweise so aus, dass im ersten Laufzeitjahr nur 0,75% Zinsen gezahlt wurden, im zweiten Jahr 1,00%, im dritten Jahr dann 1,50% und im vierten Jahr 2,00%.

Im fünften Jahr stiegen die Zinsen dann auf 2,25% und erreichten ihr Maximum im sechsten und letzten Jahr mit 2,75%. Dieser Wert ist nicht sonderlich hoch, aber für Anleger immerhin stabil und sicher.

Mehr zum Thema: Bundesschatzbriefe: Konditionen variieren je nach Typ

Privatanleger, die noch alte Wertpapiere besitzen, sollten ihre Briefe bis zum Ende der Laufzeit behalten, um den maximalen Zinssatz noch zu erreichen.

Für alle anderen gilt: Es gibt viele andere Möglichkeiten sein Geld sicher anzulegen, so zum Beispiel in Anleihen von Bundesländern oder bei staatlichen Förderbanken.

15. August 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.