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Buy and Hold: Erfolg setzt die richtige Gesamtstrategie voraus

Ist Buy and Hold noch zeitgemäß? Der Erfolg der Anlagestrategie wird gelegentlich infrage gestellt. Kostolanys Weisheit, Aktien kaufen und liegen zu lassen, habe sich angesichts zunehmend schwankungsanfälligerer Finanzmärkte überholt, heißt es.

Doch bei der Debatte wird Buy and Hold meist zu pauschal betrachtet. Die Strategie ist nach wie vor erfolgreich, vorausgesetzt, sie wird im richtigen Kontext angewendet.

Die lange Zeit erklärt den Erfolg

Grob erklärt, ist Buy and Hold das Gegenstück zum renditegetriebenen aktiven Handel. Ein Trading aber erfordert Zeit, Erfahrung und Geschick im Umgang mit technischen Analysen oder Chartmustern. Abgesehen davon müssen stets zunächst die Transaktionskosten eingeholt werden, die bei jedem Kauf und Verkauf entstehen.

Buy and Hold hingegen setzt auf die lange Zeit, in der sich Höhen und Tiefen ausgleichen. Auf 30 Jahre gesehen lagen die jährlichen Renditen bei markbreiten Indizes wie dem MSCI USA bei 9,6% oder beim MSCI Europe bei 9,8%. Auf Sicht von nur 10 Jahren hingegen zeigen sich sogar leichte Verluste.

Wer Aktien möglichst lange hält, bezwingt am Markt mehr Stufen als er zurückfällt. In der Zwischenzeit können einige Titel bis zu 50% abstürzen – Beispiel Finanzkrise. Auch können sich Schwächephasen länger hinziehen.


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Wer hier panisch aussteigt und am Ende das richtige Timing verpasst, verliert viel Kapital. Das gilt umgekehrt auch für unerwartete Kursanstiege. Die finden fast immer in einem sehr kurzen Zeitfenster statt, machen aber bis zu 90% des Anlagegewinns aus.

Value Titel zum richtigen Zeitpunkt

Doch auch der Erfolg des Langfristanlegers Warren Buffet erklärt sich nur mit der richtigen Aktienauswahl zum richtigen Zeitpunkt. Es gilt Titel mit genügend Steigerungspotenzial zu finden und beim Investment ein striktes Moneymanagement einzuhalten.

Dabei wird nur ein geringer Anteil des verfügbaren Kapitals investiert und mit Stop-Loss-Orders so gearbeitet, dass bei einem Wert allerhöchstens 2% des in Aktien investieren Geldes riskiert werden.

Kurspotenzial setzt aber zunächst voraus, dass eine Aktie unterbewertet ist. Der geläufige Anhaltspunkt ist ein günstiges Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Ist die Aktie überbewertet, wird es auch bei langer Haltedauer schwer Gewinne zu erzielen.

Schrittweise investieren

Doch was tun, wenn die Märkte längere Zeit heißlaufen? Ein probates Mittel ist, nach und nach nur kleinere Summen zu investieren. Wenn sich Hochphasen mit Schwächephasen abwechseln, kann man so zumindest vom Durchschnittskosten-Effekt, dem Cost-Average-Effekt profitieren.

Dasselbe gilt für den späteren Ausstiegszeitpunkt. Wer schrittweise überschaubare Investments abstößt, vermeidet alles zum falschen Zeitpunkt zu verkaufen. Unnötiger Verkaufsdruck gefährdet die Buy and Hold-Strategie.

Buy and Hold als Teil der Anlagestrategie

Deshalb sollte man als Anleger grundsätzlich nie alles auf eine Karte setzen. Zur Sicherheit sollte ein Anlagemix mit 3 Portfoliokörben zusammengestellt werden: je risikoreicher das Investment, desto länger der Anlagehorizont.

In den ersten Korb kommen etwa Aktien, die nach der Buy and Hold Strategie möglichst lange gehalten werden. In den zweiten Korb kommen mittelfristige Anlagen wie Anleihen. Sie entwickeln sich weniger volatil, bringen aber auch weniger Rendite.

In den dritten Korb kommen sichere und vor allem sehr liquide Anlagen wie etwa Tagesgeld. Wenn genügend Kapital für Notfälle verfügbar ist, entsteht auch kein Druck, Aktien mit Verlust zu verkaufen und den Langzeiterfolg von Buy and Hold zu gefährden.

Die Potenziale der Buy and Hold Strategie können sich nur mit langem Atem und einer umfassenden Risikoverteilung entfalten. Übrigens: passive Investments wie ETFs auf marktbreite Indizes eignen sich für Anleger, die wenig Zeit und Erfahrung haben, sich mit der Auswahl einzelner Titel zu beschäftigen.

5. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.