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Call: Optionsschein-Basiswissen

Wenn Sie Ihr Depot mit einem zusätzlichen Renditekick versehen möchten, können Sie über den Kauf von Optionsscheinen nachdenken, die Ihr Basisdepot aus soliden Aktien, Anleihen und Fonds sinnvoll ergänzen.

Optionsscheine sind anders als Aktien, denn sie verbriefen nicht das Miteigentum an einem Unternehmen. Stattdessen gehören sie – wie die Zertifikate – zu den abgeleiteten Wertpapieren, die man auch Derivate nennt.

Was sind Derivate?

Derivate sind Wertpapiere, deren Kursentwicklung sich von der Kursentwicklung eines Basiswerts ableitet, daher der Name („derivare“ ist das lateinische Wort für „ableiten“).

Ein Derivat ist nichts anderes als ein abgeleitetes Wertpapier. Als solches hat jeder Optionsschein einen Basiswert. Als Basiswert kommen infrage:

  • eine Aktie (zum Beispiel Daimler oder Siemens)
  • ein Index (zum Beispiel Dax oder EuroStoxx 50)
  • ein Edelmetall (zum Beispiel Gold oder Silber)
  • ein Rohstoff oder Energieträger (zum Beispiel Rohöl der Sorte WTI)

Jeder Optionsschein verbrieft ein Kauf- oder Verkaufsrecht

Ein Optionsschein verbrieft gewissermaßen das Recht, einen bestimmten Basiswert (Aktie, Index, Edelmetall, Rohstoff, Energieträger) in einer bestimmten Menge zum Zeitpunkt der Fälligkeit zu einem von Anfang an festgelegten Preis kaufen oder verkaufen zu dürfen.

Mehr zum Thema: Derivate-Definition ganz leicht verständlich


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Weil dieser Zeitpunkt in der Zukunft liegt, spricht man hier von „Termingeschäften“. Der „Termin“ ist der Fälligkeitszeitpunkt des Optionsscheins.

Wichtig: In den meisten Fällen sind Optionen einem Optionsschein vorzuzeihen.

Mehr zum Thema: Optionen sind besser als Optionsscheine: 3 unschlagbare Gründe

Bei Optionsscheinen, die ein Kaufrecht zum Zeitpunkt der Fälligkeit verbriefen, spricht man von Kauf-Optionsscheinen oder Calls (das englische Wort „to call“ bedeutet in diesem Zusammenhang „[ein Wertpapier] fordern“).

Das Gegenteil sind Verkaufs-Optionen oder Puts (das englische Wort „to put“ bedeutet in diesem Zusammenhang „[ein Wertpapier am Markt] platzieren“).

Der Trick dabei ist der von Anfang an feststehende Preis für dieses Geschäft.

Auf diesen schließen Sie mit dem Kauf eines Optionsscheins sozusagen eine Wette ab, was der Basiswert am Fälligkeitstag wert sein wird.

Sie können dabei auf steigende oder auf fallende Kurse setzen. Aus den beiden folgenden Abschnitten geht hervor, worin genau die Wette besteht.

Mehr zum Thema: Börsen ABC: Optionsschein, verständlich erläutert (Video)

Call-Optionsscheine: Wetten auf steigende Kurse

Angenommen, Sie setzen auf stark steigende Kurse bei der Daimler AG. Aktuell steht die Aktie bei 44 €, aber Sie rechnen damit, dass sie bis zum 31.12.2015 auf weit über 52 € steigt.

Entsprechend kaufen Sie sich einen Call-Optionsschein auf die Daimler-Aktie, die Ihnen das Recht einräumt, bei Fälligkeit die Daimler-Aktie für 52 € zu kaufen.

Steigt nun die Daimler-Aktie beispielsweise auf 56 €, ist Ihr Optionsschein am Fälligkeitstag 4 € wert.

Denn er sichert Ihnen die Möglichkeit, eine Aktie, die dann 56 € wert ist, für nur 52 € zu erhalten, also für einen Preis, der um 4 € darunter liegt.

Verluste machen Sie allerdings, wenn die Daimler-Aktie unter der Kursschwelle von 52 € bleibt. Dann ist der Optionsschein am Fälligkeitstag nichts mehr wert, weil die Aktie dann billiger ist als erwartet. Denn wer sollte eine Option ausüben, die ihm keine Vorteile bringt?

Put-Optionsscheine: Wetten auf fallende Kurse

Angenommen, Sie trauen der Daimler-Aktie keine Kurssteigerungen zu, sondern rechnen vielmehr mit einem Kursverfall.

Dann kaufen Sie einen Put-Optionsschein auf die Daimler-Aktie, beispielsweise einen, der Ihnen erlaubt, die Daimler-Aktie am Fälligkeitstag für 40 € zu platzieren. Beim Kauf Ihres Optionsscheins ist die Aktie abermals 44 € wert.

Gewinne machen Sie dann, wenn die Aktie bei Fälligkeit tatsächlich weniger wert ist als die prognostizierten 40 €.

Steht die Daimler-Aktie dann beispielsweise bei 37 €, dann ist Ihr Optionsschein 3 € wert.

Grund: Sie dürfen eine Daimler-Aktie zu einem Preis verkaufen, der am Stichtag um ganze 3 € über dem tatsächlichen Wert der Aktie liegt.

Übrigens brauchen Sie die Daimler-Aktie nicht zu besitzen, um von einem Call-Optionsschein zu profitieren.

Mehr zum Thema: Diese Arten von Derivaten gibt es

Sie können Ihre Gewinne auch ohne Aktien realisieren, denn das Verkaufsrecht ist unabhängig vom Aktienbesitz.

Aber auch hier gilt: Sie können die Wette verlieren. Das ist in unserem Beispiel der Fall, wenn bei die Daimler-Aktie zum Zeitpunkt der Fälligkeit bei mehr als 40 € liegt.

24. April 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.