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Cancom: Vom kleinen Systemhaus zum führenden IT-Dienstleister

Es ist ein Geschäftsmodell in den Wolken aber keine Luftnummer: Cloud Computing, die kostensparende Auslagerung von Daten nach hohen Sicherheitsstandards, ist spätestens seit den Ausspähskandalen der letzten Jahre zunehmend gefragt.

Ein Anbieter, der davon profitiert, ist das Münchner Systemhaus Cancom. Die Aktie ist im Tec-Dax notiert und zieht immer wieder Aufmerksamkeit auf sich. Cancom schaffte es, mit seinen flexiblen IT-Lösungen für Geschäftskunden seit seiner Gründung 1992 zu einem der drei größten deutschen Systemhäuser aufzusteigen.

Cancom-Aktie: vom Boden in die Cloud

2012 stieg die Cancom-Aktie rapide von unter 10 € auf 38,5 € Mitte 2014 und pendelte danach mit Korrekturen über dem Niveau von 30 €. Der rasante Aufstieg der Cancom Aktie fällt in eine Zeit, in der das Unternehmen den Cloudspezialisten Pironet übernahm.


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Damit wurde das Produktangebot mit IT-Hard- und Software um den zukunftsorientierten Bereich Cloud und Sicherheit erweitert. Der legte seit 2013 gerade beim operativen Gewinn gewaltig zu und macht hier im Vergleich zu den klassischen IT-Solutions mittlerweile zwei Drittel der Gewinne aus. Die Margen im laufenden Cloud-Geschäft sind hoch.

Beachtliche Geschäftsentwicklung

Wurden die Geschäftsergebnisse schon die Jahre zuvor stetig besser, sprang das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 2014 gleich um über die Hälfte auf 42,9 Mio. €. Der Umsatz kletterte um ein Drittel auf 829 Mio. €. Erwirtschaftet wird das alles von über 2.900 Mitarbeitern, die sich auf 30 Standorte in Deutschland und Österreich verteilen.

Der Erfolg von Cancom ist insofern beachtlich, als der Markt für herstellerunabhänige IT-Systemhäuser extrem umkämpft ist. Eine Wachstumsschiene waren nach dem Börsengang 1999 fortwährende Firmenzukäufe. Übernommen wurden außer Pironet etwa Teampoint, SYSDAT, HOH Home of Hardware, Bürotex oder Plaut Systems & Solutions oder die österreichische a+d. Dies sind nur einige Beispiele.

Wachstum, Wandel und Wolke

Gleichzeitig wandelte sich das Unternehmen mit zunehmender Größe vom Systemhaus mit Hard- und Software aller namhafter Hersteller von Apple über HP bis zu Microsoft oder SAP zum IT-Dienstleister mit Komplettlösungen. Zum Angebot gehören die Konzeption und Integration von IT-Systemen sowie deren Betrieb. Damit ist das gesamte Spektrum von der Hardware bis zur IT-Architektur für Unternehmen jeder Größe abgedeckt.

Der jüngste Schub ist auf das Geschäft mit Cloud-Lösungen zurückzuführen, in dem Unternehmen Daten zentral lagern und von verschiedenen Standorten aus gemeinsam bearbeiten können. In dieser Kategorie erhielt Cancom 2015 gleich eine 7-fache Auszeichnung, was seine Marktambitionen unterstreicht.

Cloud-Computing vereinfacht nicht nur, es erhöht die Datensicherheit, und hier gibt es bei den Unternehmen erheblichen Nachholbedarf. Der Geschäftszweig bietet enorme Potenziale. Zum einen sind nach Projektfertigstellung fortlaufende Umsätze mit hohen Margen regelrecht programmiert. Zum anderen ist der Markt selbst noch lange nicht erschlossen.

Mit Bodenhaftung für die Zukunft gut aufgestellt

Das Umsatzvolumen wird allein in Deutschland bis 2018 auf gut 21 Mrd. € geschätzt, 2014 waren es noch 6,6 Mrd €. Der gesamte IT-Bereich wächst mittelfristig um jährlich rund 2,5%, vor allem bei Software und Dienstleistungen. Und damit scheint Cancom für die Zukunft bestens aufgestellt.

Da sich aber die große Börseneuphorie nach den Spionageskandalen und dem zeitgleichen Einstieg ins Cloud-Geschäft nicht mehr wiederholen dürfte, ist auch nicht mit einem vergleichbaren Raketenstart der Cancom-Aktie zu rechnen.

22. Oktober 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.