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Candlesticks: Der Hanging Man, schon der Name verspricht nichts Gutes

Die Candlesticks sind eine Methode der technischen Analyse, die seit Anfang der 1990er Jahre mehr und mehr an den Aktienmärkten eingesetzt wird. Die Candlesticks selber sind wesentlich älter. Sie wurden schon Ende des 17ten Jahrhunderts in Japan zur Vorhersage der Preisentwicklung am Reismarkt entwickelt.

Candlesticks geben weit mehr Informationen als einfache Liniencharts, da sie den Verlauf innerhalb der gewählten Handelsspannen darstellen. Was für den ungeübten Betrachter zunächst ein wenig verwirrend erscheint, bietet viele nützliche Informationen. Anleger die sich mit den Candlesticks vertraut machen wollen können problemlos im GeVestor-Charttool zwischen den verschiedenen Darstellungen wechseln.

Der Hanging Man ein wichtiges Chartbild bei den Candlesticks

Es gibt einige Candlestickformationen, die eine besondere Bedeutung haben. Eine dieser Formationen, die jeder Anleger kennen sollte, ist der Hanging Man. Schon der Name „Hanging Man“ sagt, dass beim Erscheinen dieser Kerze nichts Gutes zu erwarten ist.

hangingman

Erscheinungsbild des Hanging Man

In einem bestehenden Aufwärtstrend stellen die aufsteigenden Kerzen sozusagen die Stufen zum Schafott für den Hanging Man dar. Der Kopf des Hanging Man wird zwischen dem Eröffnungskurs, der im Idealfall eine kleine Kurzlücke nach oben zum Vortageskurs bildet, und dem naheliegenden Schlusskurs gebildet.


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Die lange Lunte der Tageskerze steht für die baumelnden Beine des Gehängten. Der vorher anliegende Aufwärtstrend findet oftmals mit dem auftreten des Hanging Man sein Ende und eine Trendumkehr kann als sehr wahrscheinlich betrachtet werden.

Was passiert bei einem Hanging Man?

Bei der Ausbildung des Chartbildes Hanging Man ist die positive Stimmung im Markt bei der Eröffnung noch intakt. Danach geht es allerdings abwärts, dies ist ein Anzeichen dafür, dass die Teilnehmer im Markt keinen höheren Kurs mehr zahlen wollen.

Auch wenn im Verlauf des Handels die Verluste fast wieder aufgeholt werden, ist dies kein positives Zeichen. Der Hanging Man ist eine „Bullenfalle“ und die Marktteilnehmer, die auf einen weiteren Kursanstieg spekulieren, fallen oft auf dieses Signal hinein. Die „Luft“ aus dem Aufwärtstrend ist raus. Eine dem Fibunacci-Retracement entsprechende  Gegenbewegung ist sehr wahrscheinlich.

Wie Anleger auf den Hanging Man reagieren sollten

Wer in einem Wert investiert ist, sollte beim Auftreten eines Hanging Man darüber nachdenken Gewinne mitzunehmen. Durch Gewinnmitnahmen ist noch niemand arm geworden. Zumindest sollte aber der Stop/Loss überprüft werden, um die entstandenen Gewinne abzusichern, da fallende Kurse nach dem Signal des Hanging Man sehr wahrscheinlich sind.

Wer gerade über den Einstieg in einen Wert nachdenkt und einen Hanging Man im Chartverlauf entdeckt, der sollte abwarten. Ein Einstieg genau zu diesem Zeitpunkt birgt die Gefahr genau einen Hochpunkt zu erwischen. Candlesticks sind nicht als einziges Werkezeug für Investments im Aktienmarkt anzusehen, erhöhen aber die Chancen auf gewinnbringende Entscheidungen wesentlich.

18. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.