MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Candlesticks: Kerzencharts und ihre Bedeutung

Candlesticks sind eine Form der Chartanalyse. Das Besondere an ihnen:

In den Kerzencharts sind mehr als nur die börsentäglichen Schlusskurse eingearbeitet – daher soll deren Licht der Erkenntnis zum richtigen Handeln führen.

Candlesticks – Nomen est Omen

Ihren Namen verdanken die Candlesticks natürlich ihrem Aussehen. Denn sie bestehen aus einem mehr oder minder dicken Balken, sozusagen ihrem Körper, und einem senkrechten Strich, der aus dem Balken nach oben strebt.

Dieser Strich erinnert an den Docht einer Kerze.

Anders als bei einer solchen sticht der Docht bei den Candlesticks allerdings auch nach unten aus dem Kerzenkörper heraus.

Candlesticks – eine japanische Erfindung

Ursprünglich hat als erster ein Japaner solche Gebilde gemalt. Wie es die Geschichte will, so war es ein Reishändler – und zwar bereits im 17. Jahrhundert.

Erst in neuerer Zeit sind westliche Händler und Analysten auf diese Form der Analyse gestoßen und haben sie aus dem Reishandel heraus für ihre Börsengeschäfte und Börsenanalysen salonfähig gemacht.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Die bekannten Charts ohne Kerzen

Jeder, der sich mit Wirtschaft auch nur am Rande beschäftigt, kennt gewöhnlich aussehende Charts. Das sind Verlaufskurven etwa von Preisen oder Börsenkursen.

Deutschlandweit bekannt ist etwa die Dax-Anzeigetafel an der Börse in Frankfurt. Was man dort abends im Fernsehen bewundern kann, ist der Verlauf der Aktienkurse der 30 größten Börsenunternehmen, der Dax-Unternehmen, an einem Tag.

Natürlich gibt es auch Charts über längere Zeiträume, etwa den Dax-Verlauf des letzten Monats oder der vergangenen 5 Jahre. All diese Charts werden durch die jeweiligen Tagesschlusskurse gebildet.

Wie Candlesticks funktionieren

Candlesticks gehen über diese eine Information hinaus. Stellen Sie sich eine Kerze vor, die auf Augenhöhe senkrecht vor Ihnen steht. Das untere Ende der Kerze stellt den Eröffnungs- oder Schlusskurs des Tages dar.

Mehr zum Thema: So erkennen Sie Candlestick-Formationen

An Tagen mit steigenden Kursen bildet der Kerzenboden den Eröffnungs-, der obere Rand der Kerze dagegen den Schlusskurs. An Tagen mit fallenden Kursen ist es umgekehrt.

Nun ragt nach oben und bei einem Candlestick-Chart eben auch nach unten noch ein „Docht“ heraus, eine senkrechte Linie.

Diese beiden Striche zeigen die Höchst- und Tiefkurse eines Tages an.

Candlesticks bergen mehr Informationen

Damit beinhaltet ein Candlestick-Chart also mindestens 4 Informationen: den Eröffnungskurs eines Tages, den Schlusskurs, den Höchst- und den Tiefkurs.

Ein Candlestick macht folglich nicht nur das Endergebnis – den jeweiligen Schlusskurs – sichtbar, sondern bildet vor allem auch Schwankungen ab, die innerhalb eines Handelstages aufgetreten sind.

Zudem kann der Körper eines solchen Kerzencharts ziemlich kurz sein und eher wie ein Stumpen aussehen oder lang wie eine elegante schmale Kerze in einem Deckenleuchter.

Dieser Unterschied macht die Aktivitäten während eines Handelstages sichtbar. Ist der Kerzenkörper flach und breit wie ein Stumpen, so gab es geringe Handelsaktivität. Ist er hoch und schmal, so sind eine Menge Käufe oder Verkäufe über die Bühne gegangen.

Die Farbe der Kerze

Um auf den ersten Blick erkennen zu können, ob die Kurse gestiegen oder gefallen sind, werden die Körper von Candlestick-Charts zudem in 2 unterschiedlichen Farben dargestellt:

Bei steigenden Kursen dient weiß meist als Farbe, für Tage mit fallenden Kursen wird hingegen oft schwarz oder rot verwendet.

Wer sich länger mit Candlesticks beschäftigt, wird ihrer inneren Logik zufolge noch mehr Informationen aus ihnen herauslesen können. Daher gibt es eine Menge Analysten, die für die Candlestick-Analyse ihre Hand ins Feuer legen.

Was man am Ende allerdings mit den dargestellten Informationen anfangen kann, das steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt.

22. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.