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Cantillon-Effekt – geheimnisvoller Geld- und Inflationstrick

Geldwert ist ein zentrales Problem der Wirtschaftswissenschaften. Denn kein Mensch weiß, wie viel Geld morgen oder übermorgen noch „wert“ sein wird.

Die Geschichte aber zeigt, dass der Wert durch kleine, kleinste oder auch große Inflationsraten immer stärker sinkt.

Das heißt: Geld wird morgen aller Wahrscheinlichkeit nach weniger wert sein als heute.

Geldschwemme voran

Gerade in der Geldschwemme, die über uns hereinbricht, ist dies ein entscheidender Faktor.

Sie wissen: Das Geld wird als Kreditmöglichkeit an Banken ausgereicht.

Die können es über den Kauf von Anleihen direkt an die Staaten zurückgeben, von wo es dann in den Kreislauf der Staatsausgaben fließt – vergleichsweise gemächlich.

Der daraus entstehende Effekt nennt sich „Cantillon“-Effekt und wird in den nächsten Jahren viele Anleger und private Haushalte überraschen.

Profiteure: Geldinstitute und Staatsstellen

Der Effekt beschreibt schlicht, dass bei neu gedrucktem Geld – wie wir es zurzeit erleben – diejenigen am stärksten profitieren, die dieses Geld am schnellsten erhalten.


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Also die Banken, die Staatsstellen und staatsnahe Organisationen, die schnell mit Geld versorgt werden.

Aktuell erhalten die Begünstigten etwa gut 0,5 Billionen €. Wer das Geld schnell in den Händen hält, kann dafür mehr „kaufen“ – Beteiligungen, Immobilien, Anlagevermögen wie Maschinen, Computer sowie Personal in Form günstiger Verträge.

Am anderen Ende dieser Kette stehen Leistungsempfänger wie Hilfebezieher, aber auch diejenigen, die lange Verträge abschließen und Geld daraus beziehen, etwa Vermieter.

Der Cantlllon-Effekt schlägt auch an anderer Stelle zu: Lebensversicherungen.

Cantillon-Effekt: zigfach nachgewiesen

Dieser Effekt ist keine theoretische Beschreibung, sondern praktisch sehr oft nachgewiesen.

  • Lebensversicherungs-Verträge verlieren dadurch an Wert, je länger Sie warten.
  • Anleihen-Rückzahlungen werden mit langer Laufzeit immer weniger wert.
  • Anleihen-Zinsen verlieren an Wert.
  • Lange Mietverträge – in Deutschland typisch – können nicht angepasst werden, sondern stellen auf die ortsübliche Vergleichsmiete ab.
  • Diesem Cantillon-Effekt können Sie kaum entgehen. Bei Lebensversicherungs-Verträgen bleibt noch die Chance, diese ruhen zu lassen oder zu kündigen. Anleihen können Sie verkaufen.
  • Mietverträge können Sie nicht ohne Weiteres kündigen.

GeVestor meint: Grundsätzlich behalten Sie den Cantillon-Effekt bei lang laufenden Verträgen bitte im Blick. Wenn Sie jetzt noch Verträge abschließen – gleich auf welcher Seite des Tisches –, denken Sie an die langfristigen Folgen. Denn: Die Inflation kommt.

Mietverträge mit zeitlichen oder sachlichen Auflösungsbedingungen sind tendenziell jetzt immer besser als unbefristete Verträge.

Umgekehrt gilt für Arbeitgeber: Es wird – bei künftig steigenden Preisen und Löhnen – immer unattraktiver befristete Arbeitsverträge abzuschließen.

Denn jedes Mal müssten Sie über neue Einstiegsgehälter verhandeln, die tendenziell stark steigen werden.

Zusätzlich ist es wichtig, keine langfristig laufenden Anleihen zu halten, die nicht oder schlecht börsenhandelbar sind.

5. März 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Jan Aalto
Von: Jan Aalto. Über den Autor

Jan Aalto ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.